Medienmitteilung
Bauinvestitionen in der Schweiz 2004
2005-06-06T09:15:00
(ots) - Bauinvestitionen in der Schweiz 2004 Deutliche Zunahme der Bauausgaben Das Schweizer Baugewerbe vermochte im Jahr 2004 die Bauausgaben
gegenüber dem Vorjahr kräftig auszudehnen. Aufgrund der anstehenden
Bauvorhaben ist für das Jahr 2005 mit einer weiteren Erhöhung der
Ausgaben zu rechnen. Soweit die wichtigsten provisorischen Resultate
der jährlichen Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) über die
Investitionen in der Bauwirtschaft. Die Bauausgaben
(Bauinvestitionen plus öffentliche Unterhaltsarbeiten) erhöhten sich
gegenüber dem Vorjahr um markante 5,6 Prozent oder nominal um 2,5
Milliarden Franken auf insgesamt 47,1 Milliarden Franken. Unter
Berücksichtigung einer provisorisch auf 1,6 Prozent geschätzten
Bauteuerung betrug der reale Anstieg der Bauausgaben noch 3,9
Prozent. Gemäss den vorliegenden Daten dürfte für das Jahr 2005 eine
weitere signifikante Zunahme der Bauausgaben erwartet werden.
Deutliche Expansion im Hochbau Die Investitionen in den Hochbau
stiegen im Jahr 2004 um 6,8 Prozent auf 34,6 Milliarden Franken
(ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten). Getragen wurde dieser Anstieg
hauptsächlich von den privaten Auftraggebern, welche 29,6 Milliarden
Franken zu diesem Resultat beisteuerten (+7,5% gegenüber 2003). Zwei
Drittel dieser Privatinvestitionen wurden, begünstigt von historisch
niedrigen Hypothekarzinssätzen, für die Erstellung von Wohngebäuden
verwendet. Die öffentlichen Auftraggeber erhöhten ihre
Hochbauinvestitionen um 2,9 Prozent auf 5 Milliarden Franken.
Währenddem die Gemeinden die Investitionen um 12,9 Prozent
ausdehnten und mit 2,5 Milliarden Franken rund die Hälfte des
Investitionsvolumens der öffentlichen Auftraggeber realisierten,
kürzten die Kantone ihrerseits die Hochbauinvestitionen um beinahe
10 Prozent. Auf Grund der provisorischen Daten für 2005 ist im
Hochbau mit einem dynamischen Investitionszuwachs zu rechnen.
Leichter Anstieg im Tiefbau Das Investitionsvolumen in den Tiefbau
erhöhte sich im Jahr 2004 um 1,4 Prozent auf 8,9 Milliarden Franken
(ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten). Getragen wurde dieser Anstieg
von den privaten Auftraggebern, welche verglichen mit 2003 deutlich
mehr in Verkehrs- und Kommunikationsprojekte investierten. Die
öffentlichen Auftraggeber hingegen reduzierten ihre
Tiefbauinvestitionen marginal um 0,1 Prozent, wobei dies
ausschliesslich auf Investitionskürzungen des Bundes zurückzuführen
ist (-1,4%). Die gemeldeten Vorhaben versprechen für das Jahr 2005
eine Fortsetzung der positiven Entwicklung im Tiefbausektor.
Neubauten und Umbauten Die Investitionen in Neu- und Umbauten nahmen
gegenüber 2003 um 5,7 Prozent auf insgesamt 43,4 Milliarden Franken
zu. Zwei Drittel dieser Summe waren Neubauinvestitionen (29
Milliarden Franken; +7,6% verglichen mit 2003) und mit dem
restlichen Drittel wurden Umbauprojekte realisiert (14,4 Milliarden
Franken; +2,1%). Auch für das Jahr 2005 scheint der Aufschwung in
Neu- und Umbauprojekte anzuhalten. Die in dieser Pressemitteilung publizierten Resultate sind
provisorisch. Die Bauinvestitionen umfassen sämtliche Ausgaben, die
bei der Realisierung eines Bauwerks anfallen. Die Kosten beinhalten
alle Vorbereitungsarbeiten, die reinen Baukosten, alle fest
eingebauten Einrichtungen, die der spezialisierten Nutzung eines
Bauwerks dienen, die Umgebungsarbeiten sowie alle
Erschliessungsarbeiten innerhalb der Grundstücksgrenzen und alle
Baunebenkosten. Nicht eingeschlossen sind die Kosten für den Erwerb
des Grundstücks, die Erschliessung ausserhalb der
Grundstücksgrenzen, die Kosten für die Ausstattung mit mobilen
Gegenständen sowie die öffentlichen Unterhaltsarbeiten. Die
Bauausgaben beinhalten sowohl die Bauinvestitionen als auch die
öffentlichen Unterhaltsarbeiten. Die Kategorie der übrigen
Auftraggeber umfasst sämtliche Auftraggeber neben den öffentlichen
Auftraggebern (Bund, Kantone, Gemeinden), d.h. die institutionellen
Anleger, die Versicherungen, die Banken, die privaten Gas- und
Elektrizitätswerke, die Privatbahnen, die Bauunternehmungen und
Immobiliengesellschaften sowie die Privatpersonen und die anderen
Anleger. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
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