Medienmitteilung
Beschäftigungsbarometer im 1. Quartal 2005
2005-05-26T09:15:00
(ots) - Beschäftigungsbarometer im 1. Quartal 2005 Leichte Verschlechterung der Situation auf dem Arbeitsmarkt Die Indikatoren des vom Bundesamt für Statistik (BFS)
vierteljährlich veröffentlichten Beschäftigungsbarometers zeigen
eine leichte Verschlechterung der Situation auf dem Schweizer
Arbeitsmarkt an. Sowohl die Zahl der Erwerbstätigen als auch jene
der Beschäftigten ist zurückgegangen. Gemäss dem Index der offenen
Stellen und dem Indikator der Beschäftigungsaussichten dürfte sich
die seit mehreren Quartalen anhaltende Stagnation in den kommenden
Monaten fortsetzen. Am Ende des 1. Quartals 2005 zählte die Schweiz
gemäss Erwerbstätigenstatistik (ETS; provisorische Werte) 4,154
Millionen Erwerbstätige, 0,4% weniger als vor Jahresfrist. Von
diesem Rückgang waren sowohl die erwerbstätigen Männer (-0,3%) als
auch die erwerbtätigen Frauen (-0,5%) betroffen. Auch die
Beschäftigungsstatistik (BESTA) zeigt eine Verschlechterung der Lage
auf dem Arbeitsmarkt. So büsste der sekundäre Sektor im 1. Quartal
2005 weiter an Beschäftigten ein (-0,7% gegenüber dem 1. Quartal
2004), und die Zunahme im tertiären Sektor kam zum Stillstand
(+0,0%). Die in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren der BESTA
weisen auf eine stagnierende Beschäftigungssituation im nächsten
Quartal hin. Gemäss dem Indikator der Beschäftigungsaussichten er
ist um 1,1% gestiegen dürfte die Anzahl Stellen unverändert
bleiben. Auch der Index der offenen Stellen lässt keine merkliche
Besserung erwarten: Mit einem Stand von 110,5 Punkten hat er sich
innert Jahresfrist um 0,1% erhöht. Unterschiedliche Entwicklung je
nach Aufenthaltsbewilligung Gemäss Erwerbstätigenstatistik zählte
die Schweiz am Ende des 1. Quartals 2005 insgesamt 4,154 Millionen
Erwerbstätige, 0,4% weniger als ein Jahr zuvor (provisorische
Werte). Der Rückgang ging sowohl von den erwerbstätigen Männern
(-0,3% auf den Stand von 2,307 Millionen) als auch von den
erwerbstätigen Frauen (-0,5%; 1,847 Millionen) aus. Gegenüber dem
entsprechenden Vorjahresquartal ist die Zahl der erwerbstätigen
Schweizerinnen und Schweizer um 1,0% auf 3,105 Millionen gesunken,
während jene der ausländischen Erwerbstätigen um 1,5% auf 1,049
Millionen zugelegt hat. Dabei ist die Zahl der erwerbstätigen
Aufenthalter/innen (+6,5%) und Grenzgänger/innen (+3,5%) gestiegen,
während jene der erwerbstätigen Niedergelassenen (-0,2%),
Kurzaufenthalter/innen (-5,3%) und Übrigen (mehrheitlich Personen
des Asylbereichs, -6,3%) nachgegeben hat. Fortsetzung der Talfahrt
im sekundären Sektor, Stagnation im tertiären Sektor Gemäss
Beschäftigungsstatistik (BESTA) zählten der sekundäre und der
tertiäre Sektor im 1. Quartal 2005 insgesamt 3,617 Millionen
Beschäftigte, 0,2% weniger als im Vorjahr. Der sekundäre Sektor
verlor weiter an Terrain (-0,7% innert Jahresfrist), und im
tertiären Sektor kam das Wachstum der letzten fünf Quartale zum
Stillstand (0,0%). Saisonbereinigt schlägt sich diese negative
Entwicklung im Beschäftigungstotal (-0,2% gegenüber dem
vorangehenden Quartal) sowie abgeschwächt im sekundären Sektor (-
0,1%) nieder und taucht zum ersten Mal seit fast zwei Jahren im
tertiären Sektor auf (-0,3%). In Vollzeitäquivalente umgerechnet,
hat das Beschäftigungstotal sowohl im sekundären als auch im
tertiären Sektor eine deutliche Einbusse erlitten (2. Sektor: -
1,1%, -9600; 3. Sektor: -0,4%, -7700; Total: -0,6%, -17'400
gegenüber dem Vorjahr). Im sekundären Sektor haben 17 von 25
Wirtschaftsabteilungen gegenüber dem 1. Quartal 2004 einen
Beschäftigungsrückgang erlitten, während gleichzeitig die Hälfte der
Branchen im tertiären Sektor zulegen konnten. Die deutlichsten
Steigerungen ergaben sich in den Branchen Gesundheits- und
Sozialwesen (+2,8%; +11'800) und Öffentliche Verwaltung,
Landesverteidigung, Sozialversicherungen (+2,8%; +4300) sowie in
der chemischen Industrie (+1,8%; +1200). Die deutlichsten
Rückschläge verzeichneten die Wirtschaftsabteilungen Detailhandel;
Reparatur von Gebrauchsgütern (-3,2%; -10'400) und
Nachrichtenübermittlung (- 5,2%; -4500). Das Minus im Baugewerbe
(-1,0%; -2800) könnte auf das besonders strenge Winterende
zurückzuführen sein. Keine Trendwende bei den Grossregionen Der
Beschäftigungsrückgang ist in den Grossregionen mit den grössten
städtischen Zentren, das heisst in der Genfersee-Region (-1,1%; -
7100), in Zürich (-0,8%; -5900) und in der Nordwestschweiz (-0,9%; -
4600) weiter gegangen; während die übrigen Grossregionen, d.h. der
Espace Mittelland (+0,9%; +6900), die Zentralschweiz (+0,4%; +1300),
die Ostschweiz (+0,2%; +800) und das Tessin (+0,2%; +300) den
Aufwärtstrend bei der Gesamtzahl der Beschäftigten bestätigen
konnten. Bessere Beschäftigungsaussichten im sekundären Sektor Was
die kurzfristigen Prognosen angeht, zeigt der Indikator der
Beschäftigungsaussichten eine sehr schwache Zunahme auf 1,02 (+1,1%
im Vergleich zum ersten Quartal 2004), was eine Aufrechterhaltung
der Gesamtzahl der Beschäftigten in den nächsten drei Monaten nahe
legt. Mit 110,5 Punkten (100=2. Quartal 2003) erreicht der Index der
offenen Stellen ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr (+0,1%). Auf der
Ebene der Sektoren zeigt der zweite (+6,7%), insbesondere aber das
Baugewerbe mit einer Zunahme von 15,5%, eher günstige Aussichten.
Heterogener präsentiert sich die Lage im tertiären Sektor (-2,5%
insgesamt): Während die Zahl der offenen Stellen in den
Wirtschaftsabteilungen Kredit- und Versicherungsgewerbe (+26,8%)
und Informatik (+22,0%) anstieg, verzeichnen die Branchen
öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen mit
-31,8% und Gastgewerbe mit -22,8% eine rückläufige Entwicklung. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft zur BESTA:
Sylviane Attinger, BFS, Sektion Unternehmensstruktur und
Beschäftigung, Tel.: 032 713 67 88
E-Mail: sylviane.attinger@bfs.admin.ch Auskunft zur ETS:
Thierry Murier, BFS, Sektion Arbeit, Erwerbsleben und thematische
Surveys, Tel.: 032 713 63 63
E-Mail: thierry.murier@bfs.admin.ch Pressestelle BFS, Tel.:032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
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