Medienmitteilung
BFS: Arbeitszeit
2005-04-14T09:15:00
(ots) - Arbeitszeit Leichter Anstieg der geleisteten Arbeitsstunden im Jahr 2003 2003 ist die Gesamtzahl der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden
in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent gestiegen.
Dieses Ergebnis ist in erster Linie auf eine deutliche Abnahme des
jährlichen Absenzvolumens um 7,5 Prozent und eine Zunahme des
jährlichen Überzeitvolumens um 2,8 Prozent zurückzuführen. Für den
grössten Teil der Absenzen werden gesundheitliche Gründe geltend
gemacht. Die Überzeiten variieren stark je nach Wirtschaftszweig.
Innerhalb von fünf Jahren hat sich die effektive wöchentliche
Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmenden um 8 Minuten verringert.
Dies geht aus den neusten Ergebnissen der Statistiken zur
Arbeitszeit des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Leichter
Anstieg der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden Gemäss der
Arbeitsvolumenstatistik (AVOL) belief sich die Gesamtzahl der 2003
in der Schweiz geleisteten Arbeitsstunden auf 6830 Millionen, was
gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 0,4 Prozent bedeutet. Diese
Zunahme ist vor allem auf die Abnahme des jährlichen Absenzvolumens
(-7,5%) und die Zunahme des jährlichen Überzeitvolumens (+2,8%)
zwischen 2002 und 2003 zurückzuführen. 2003 betrug die tatsächlich
geleistete jährliche Arbeitszeit im Durchschnitt 1556 Stunden, was
einer wöchentlichen Arbeitszeit von 33,5 Stunden pro Arbeitsstelle
(Arbeitnehmende und Selbständigerwerbende) entspricht. Über das
ganze Jahr 2003 betrug die tatsächlich geleistete Arbeitszeit
durchschnittlich 1931 Stunden bei den Vollzeitbeschäftigten (42,4
Wochenarbeitsstunden) und 821 Stunden bei den Teilzeitbeschäftigten
(17,0 Wochenarbeitsstunden). Überwiegend gesundheitlich bedingte
Absenzen Die Anzahl Absenzstunden lag 2003 insgesamt bei 269
Millionen. Dabei machten die gesundheitlich bedingten Absenzen den
grössten Anteil aus (200 Millionen Stunden; 74,6% des gesamten
jährlichen Absenzvolumens). Die Verringerung dieses Absenztyps
zwischen 2002 und 2003 um rund 17 Millionen Stunden hat signifikant
zur Abnahme des gesamten jährlichen Absenzvolumens beigetragen. An
zweiter Stelle finden sich die Absenzen aufgrund von Militärdienst,
Zivildienst und Zivilschutz (36 Millionen Stunden; 13,4%); dann
folgen die Absenzen aus persönlichen oder familiären Gründen (11
Millionen Stunden;4,0%) und schliesslich die Absenzen wegen
Mutterschaftsurlaub (10 Millionen Stunden; 3,6%). 2003 betrugen die
jährlichen Absenzen der Vollzeitarbeitnehmenden durchschnittlich 70
Stunden, also etwas mehr als 1 ½ Stunden pro Woche und Arbeitsstelle
(genau 1,6 Stunden pro Woche). Die grössten durchschnittlichen
Absenzvolumen der Vollzeitarbeitnehmenden wurden im Baugewerbe (93
Stunden pro Arbeitsstelle), die tiefsten im Unterrichtswesen (44
Stunden pro Arbeitsstelle) verzeichnet. 174 Millionen geleistete
Überstunden im Jahr 2003 2003 belief sich die Überzeit insgesamt auf
174 Millionen Stunden. Über das ganze Jahr betrug die Überzeit der
Vollzeitarbeitnehmenden insgesamt durchschnittlich 52 Stunden, also
etwas mehr als 1 Stunde pro Woche und Arbeitsstelle (genau 1,1
Stunden pro Woche). Sie variiert jedoch erheblich je nach
Wirtschaftszweig. Die höchste jährliche Überzeit der
Vollzeitarbeitnehmenden wurde in der Branche Kredit- und
Versicherungsgewerbe verzeichnet (89 Stunden pro Arbeitsstelle),
die tiefste in der öffentlichen Verwaltung (32 Stunden pro
Arbeitsstelle). Innerhalb von fünf Jahren hat sich die wöchentliche
Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmenden um 8 Minuten verringert
Zwischen 1998 und 2003 hat sich die wöchentliche Normalarbeitszeit
der Vollzeitarbeit-nehmenden um 13 Minuten reduziert (von 42 Stunden
31 Minuten auf 42 Stunden 18 Minuten). Im selben Zeitraum ist die
durchschnittliche Absenzzeit der Vollzeitarbeitnehmenden um 10
Minuten gesunken (von 1 Stunde 43 Minuten auf 1 Stunde 33 Minuten),
während die durchschnittliche Überzeit pro Woche 5 Minuten weniger
beträgt (1 Stunde 9 Minuten gegenüber 1 Stunde 14 Minuten). Diese
Entwicklungen erklären die Reduktion der tatsächlich geleisteten
wöchentlichen Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmenden um 8 Minuten
zwischen 1998 und 2003 (von 42 Stunden 1 Minute auf 41 Stunden 53
Minuten. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft: Elisabetta Capezzali, BFS, Sektion Arbeit, Erwerbsleben
und thematische Surveys, Tel.: 032 713 64 86 Neuerscheinung:
Arbeitsmarktindikatoren 2004, Bestellnummer: 206-0401. Preis: Fr.
22.-- Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
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