Medienmitteilung
BFS: Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären Sektor im 4. Quartal 2004
2005-03-21T09:15:00
(ots) - Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären
Sektor im 4. Quartal 2004 Indikatoren der Schweizer Industrie im Plus Der Geschäftsgang in der Schweizer Industrie ist im 4. Quartal 2004
erneut positiv ausgefallen. Im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahresquartal stiegen sowohl die Produktion als auch der Umsatz
um 4,7 Prozent. Während die Auftragseingänge (+5,6%) zunahmen,
veränderten sich die Auftragsbestände nicht. Die Fertigwarenlager
erhöhten sich um 6,7 Prozent. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse
der quartalsweise durchgeführten Erhebung des Bundesamtes für
Statistik (BFS) über den Geschäftsgang in der Schweizer Industrie.
Ausweitung der Produktion Die Produktion (ohne Baugewerbe) in der
Schweizer Industrie erhöhte sich erneut. Mit einem Plus von 4,7
Prozent, hat sich die Produktion im vierten Quartal 2004 auf einem
guten Niveau gehalten. Demgegenüber verzeichnete die Beschäftigung
im sekundären Sektor weiterhin negative Zahlen. Wie dem vom
Bundesamt für Statistik publizierten Beschäftigungsbarometer zu
entnehmen ist, ging die Beschäftigung im vierten Quartal 2004 in den
meisten Branchen zurück. Die offenen Stellen hingegen waren
weiterhin im Zunehmen begriffen. Die Unternehmen, welche ihre
Produktion weitaus am meisten erhöhten, sind in den Branchen
Kokerei, Mineralölverarbeitung, nukleare Brennstoffe, Herstellung
sonstiger nichtmetallischer Produkte und Herstellung von
elektrischen Geräten, Feinmechanik und Optik zu finden. Gefolgt
werden sie von der Gewinnung von Steinen und Erden sowie der Be-
und Verarbeitung von Holz (ohne Möbel). Nur die Metallbe- und
verarbeitung, das Papier-, Karton-, Verlags- und Druckgewerbe
sowie das sonstige verarbeitende Gewerbe notierten Einbussen.
Umsatzanstieg Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal
zeigte die Entwicklung beim Umsatz mit einem Plus von 4,7 Prozent
(+4,9% mit dem Baugewerbe) weiterhin nach oben. Die Gebrauchsgüter
trugen zu einem grossen Teil zu diesem Ergebnis bei. Die höchsten
Umsätze vermeldete die Branche Kokerei, Mineralölverarbeitung,
nukleare Brennstoffe und die Herstellung sonstiger
nichtmetallischer Produkte. Im Weiteren gaben die Branche
Gewinnung von Steinen und Erden, der Fahrzeugbau und die Branche
Metallbe- und verarbeitung positive Zahlen bekannt. Beim
Wirtschaftszweig Kokerei, Mineralölverarbeitung, nukleare
Brennstoffe und vor allem bei der Metallbe- und verarbeitung
waren Preissteigerungen für diese Entwicklungen mitverantwortlich.
Nur das Papier-, Karton-, Verlags- und Druckgewerbe erlitt Verluste.
Zunahme der Auftragseingänge Im Berichtsquartal registrierten die
Unternehmen 5,6 Prozent mehr Auftragseingänge als vor Jahresfrist
(+6,4% mit dem Baugewerbe). Hohe Zunahmen sind auch hier bei den
Gebrauchsgütern festzustellen. Zweistellige Bestellungen gingen bei
der Lederwaren- und Schuhindustrie, bei der Herstellung sonstiger
nichtmetallischer Produkte, beim Fahrzeugbau und beim sonstigen
verarbeitenden Gewerbe ein. Nur die Textil- und
Bekleidungsindustrie sowie das Papier-, Karton-, Verlags- und
Druckgewerbe sahen sich mit Rückgängen konfrontiert. Unveränderte
Arbeitsreserven Die Auftragsbestände verharrten gegenüber dem
entsprechenden Vorjahresquartal auf dem gleichen Niveau. Unter
Einbezug des Baugewerbes stiegen sie jedoch leicht um 0,5 Prozent.
Aufstockungen ihrer Bestände um mehr als zehn Prozent nahmen die
Gewinnung von Steinen und Erden, die Lederwaren- und
Schuhindustrie, die Herstellung sonstiger nichtmetallischer
Produkte und das sonstige verarbeitende Gewerbe vor. Beim
Fahrzeugbau, bei der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie beim
Papier-, Karton-, Verlags- und Druckgewerbe wurden die grössten
Reduktionen registriert. Deutliche Erhöhung der Lager Die
Unternehmen bauten die Fertigwarenlager um 6,7 Prozent aus. Die
bedeutendsten Zunahmen sind bei den Wirtschaftszweigen Herstellung
von elektrischen Geräten, Feinmechanik und Optik, der Metallbe-
und verarbeitung und bei der Nahrungsmittel-, Getränke-
und Tabakindustrie auszumachen. Die Unternehmen mit den höchsten
Minusraten fanden sich in der Lederwaren- und Schuhindustrie sowie
der Branche Be- und Verarbeitung von Holz (ohne Möbel). Die Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes bilden den
konjunkturellen Verlauf im sekundären Sektor ab. Sie basieren auf
der internationalen Normen entsprechenden Allgemeinen Systematik
der Wirtschaftszweige (NOGA) aus dem Jahr 1995, welche die Betriebe
aufgrund ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit den verschiedenen
Wirtschaftszweigen zuordnet. Basis der Indizes (Index = 100) ist der
Jahresdurchschnitt 1995. Die Daten zur Berechnung der Indizes werden
anhand einer repräsentativen Stichprobe bei Unternehmen mit
mindestens fünf Vollzeitbeschäftigten erhoben. Veröffentlicht werden
die Ergebnisse im Quartalsrhythmus, und zwar jeweils auf einer
Aggregationsstufe, auf der die Aussagekraft der Indizes ausreichend
ist und die gleichzeitig dem Datenschutz angemessen Rechnung trägt.
Die Zeitreihen basieren auf dem Gewichtungsschema von 1993 und
lehnen sich an die alten Reihen an; letztere sind anders aufgebaut,
weniger zahlreich und nur stärker aggregiert vorhanden. Damit
saisonal bedingte Schwankungen weitgehend aus der Datenanalyse
ausgeschlossen werden können, wird die Untersuchung auf der
Grundlage des entsprechenden Vorjahresquartals angestellt. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft: Markus Beckstein, BFS, Sektion Unternehmensstruktur und
Beschäftigung, Tel.: 032 713 64 34 Luu Nguyen, BFS, Sektion
Unternehmensstruktur und Beschäftigung, Tel.: 032 713 61 47
Neuerscheinung: Bundesamt für Statistik: Der Geschäftsgang im
sekundären Sektor. Die Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und
Lagerindizes im 4. Quartal 2004, Neuchâtel 2004., Bestellnummer:
039-0404. Preis: Fr. 6.-- Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
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