Medienmitteilung
Neuer Lohnausweis: Der Wortbruch der Steuerbehörden hat Folgen
2005-03-18T15:00:00
Zürich (ots) - Gemeinsame Medienmitteilung des Schweizerischen
Gewerbeverbandes, des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes und der
economiesuisse Die Spitzenverbände der Wirtschaft sind sehr enttäuscht und
befremdet über die unver-ständliche Weigerung der Schweizerischen
Steuerkonferenz (SSK), die obligatorische Einführung des Neuen
Lohnausweises (NLA) um ein Jahr zu verschieben, wie dies die
nationalrätliche WAK-Subkommission gefordert hatte. Im Rahmen der
gemischten Be-gleitgruppe zum Lohnausweis aus Vertretern der
Steuerbehörden und Wirtschaft wurde doch einvernehmlich erkannt,
dass technische Probleme (Verfügbarkeit der IT für das
Pilotprojekt)
sowie zu kurz bemessene Fristen deutlich für eine Verschiebung der
obliga-torischen Einführung des neuen Lohnausweises sprechen
würden.
Dies ist unabdingbar für eine saubere und repräsentative Evaluation
vor der generellen Einführung, wie dies auch beschlossen wurde. Bis
jetzt liegt seitens der SSK noch kein definitives Konzept zum
Pilotprojekt, was auch die Rekrutierung von Firmen durch die
Wirtschaftsverbände nicht ermöglichte. Der Schweizerische
Gewerbeverband, econonomiesuisse und der Schweizerische
Arbeitgeberverband erachten deshalb die Haltung der SSK als
Wort-bruch, denn sie steht im Widerspruch zu der bindenden Zusage,
den NLA vor der defini-tiven Einführung sorgfältig auszutesten und
notfalls Korrekturen an diesem wichtigen Projekt anzubringen. Die drei Organisationen stellen fest, dass die SSK damit die
unter
der Mediation von Bundesrat Hans-Rudolf Merz am 24. November 2004
erzielte Übereinkunft mit der Kon-ferenz der kantonalen
Finanzdirektoren (FDK) krass missachtet. Der Schweizerische
Gewerbeverband, econonomiesuisse und der Schweizerische
Arbeitgeberverband kön-nen ein solches Diktat nicht hinnehmen, weil
es in krasser Weise die Interessen von In-dustrie und Gewerbe
verletzt. Die seltsame Argumentation der SSK und ihr Desinteresse
an
einem echten Pilotprojekt lassen erneut die Vermutung aufkommen,
dass die Steuer-behörden gar nicht an einer konstruktiven
Zusammenarbeit mit der Wirtschaft interessiert sind. Der Schweizerische Gewerbeverband, econonomiesuisse und der
Schweizerische Ar-beitgeberverband werden in den nächsten Tagen und
Wochen konkrete Massnahmen beschliessen. Für weitere Auskünfte:
NR Dr. Pierre Triponez, SGV-Direktor, Tel 031 380 14 14
Dr. Pascal Gentinetta, Mitglied der Geschäftsleitung
economiesuisse, Tel. 079 202 48 65
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002808/100487666
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