Medienmitteilung
BFS: Provisorische Ergebnisse zur Bevölkerungsentwicklung im Jahr 2004
2005-03-07T09:15:00
(ots) - Provisorische Ergebnisse zur Bevölkerungsentwicklung im Jahr 2004 Leichte Zunahme der ständigen Wohnbevölkerung Ende 2004 umfasste die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz
7'418'400 Einwohnerinnen und Einwohner. Den provisorischen Angaben
des Bundesamtes für Statistik (BFS) zufolge bedeutet dies einen
Anstieg um rund 54'200 Personen oder 0,7% gegenüber 2003. Diese
Zunahme ist mit jener des Vorjahres vergleichbar. Die ständige
Wohnbevölkerung der Schweiz erreichte Ende 2004 den Stand von
7'418'400 Personen. In dieser Zahl sind die schweizerischen
Staatsangehörigen, die Ausländerinnen und Ausländer mit einer
Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung, die Inhaberinnen und
Inhaber einer Kurzaufenthaltsbewilligung, die für einen
Mindestaufenthalt in der Schweiz von 12 Monaten berechtigt, sowie
die internationalen Funktionärinnen und Funktionäre enthalten.
Ausgeklammert sind die Inhaberinnen und Inhaber von
Kurzaufenthaltsbewilligungen für weniger als ein Jahr (Ende 2004:
59'400 Personen) sowie die Personen des Asylbereichs (Ende 2004:
55'100 Personen). Die Zunahme der ständigen Wohnbevölkerung im Jahr
2004 ist auf einen Geburtenüberschuss (Geburten abzüglich
Todesfälle) von 12'500 Personen sowie auf einen
Einwanderungsüberschuss (Einwanderungen abzüglich Auswanderungen)
von 41'700 Personen zurückzuführen. Bevölkerung wächst weiterhin
vorwiegend durch Einwanderungen Ende 2004 sind erneut mehr Personen
in die Schweiz eingewandert als das Land verlassen haben. Mit
+41'700 Personen ist der Einwanderungsüberschuss etwas tiefer als
2003 (-3%). Er egalisierte in etwa den Stand von 2001 (41'800) sowie
jenen von 1992-1993 (zwischen 39'500 und 40'200 Personen). Der
Einwanderungsüberschuss geht ausschliesslich auf das Konto der
ausländischen Bevölkerung (+44'600 für ausländische
Staatsangehörige; -2900 für Schweizer Staatsangehörige). Mehr
Geburten, weniger Todesfälle Die ersten provisorischen Zahlen für
2004 weisen einen leichten Anstieg der Anzahl Geburten von rund 1%
aus (2004: 72'500; 2003: 71'800). Trotz dieser geringfügigen
Steigerung bleibt die gegenüber der ersten Hälfte der 1990er-Jahre
stark rückläufige Zahl der Geburten seit 2001 weitgehend stabil. Der
Geburtenüberschuss, der seit 1997 stetig zurückgegangen und 2003 auf
8800 Personen gesunken war, legte 2004 auf 12'500 Personen zu.
Dieser Wiederanstieg erklärt sich durch einen Rückgang der Anzahl
Todesfälle (60'000 Personen) um 4,9% (-3100) gegenüber 2003. Für den
damaligen hohen Stand könnte der Hitzesommer 2003 mitverantwortlich
gewesen sein. Im Vergleich dazu war die Anzahl Todesfälle in den
Monaten Juni bis August 2004 etwas niedriger. Eine weitere Erklärung
für die Differenz 2003-2004 könnte im späteren Einsetzen der
Grippewelle im Jahr 2004 liegen: Die Anzahl Todesfälle im Dezember
jenes Jahres fiel etwas niedriger aus als 2003. Ausländische
Bevölkerung und Einbürgerung Die ständige Wohnbevölkerung
ausländischer Nationalität umfasste Ende 2004 insgesamt 1'524'900
Personen. Dies entspricht 20,6% der ständigen Wohnbevölkerung. Die
ständige Wohnbevölkerung ausländischer Nationalität wies 2004 eine
doppelt so hohe Wachstumsrate (+1,6%) auf wie die Gesamtbevölkerung,
während für die Bevölkerung schweizerischer Nationalität lediglich
ein Zuwachs von 0,5% registriert wurde. Seit 1993 nimmt die Zahl der
Schweizerinnen und Schweizer nur noch aufgrund der ausländischen
Personen zu, welche die schweizerische Nationalität erwerben (2004:
35'700 Einbürgerungen von in der Schweiz lebenden Personen).
Alterung der Bevölkerung geht weiter Die Alterung der Bevölkerung
setzt sich Jahr für Jahr fort. Der Anteil der 65-Jährigen und
Älteren ist von 15,4% im Jahr 2000 auf 15,8% im Jahr 2004 gestiegen.
In derselben Periode ist hingegen der Anteil der 0- bis 19-Jährigen
von 23,1% auf 22,1% und jener der 20- bis 39-Jährigen von 31,2% auf
27,7% gesunken. Der Anteil der 65-Jährigen und Älteren gegenüber den
20- bis 64- Jährigen hat sich weiter erhöht (2004: 25,5%; 2003:
25,3%), während sich jener der 0- bis 19-Jährigen gegenüber den
20-bis 64-Jährigen (35,6%) verglichen mit 2003 um 0,4 Prozentpunkte
verringert hat. Der Rückgang der Geburtenhäufigkeit und der Anstieg
der Lebenserwartung sind die beiden Hauptgründe für dieses Phänomen,
das sich in den kommenden Jahren weiter verstärken dürfte.
Bevölkerungswachstum von Region zu Region unterschiedlich Ende 2004
verzeichneten 10 von 26 Kantonen eine Bevölkerungswachstumsrate über
dem schweizerischen Durchschnitt (+0,7%). Die stärksten Zunahmen
ergaben sich in den Kantonen Zug (+1,5%), Waadt und Wallis (je
+1,3%) sowie Freiburg und Schwyz (je +1,2%). Zwei Kantone notierten
einen Bevölkerungsrückgang: Appenzell Ausserrhoden (-0,3%) und
Schaffhausen (-0,2%). Die Daten des BFM Nach Angaben des Bundesamtes für Migration (BFM)
umfasste die ständige ausländische Wohnbevölkerung Ende 2004
insgesamt 1'495'000 Personen. Gestützt auf diese Zahl machen die
Ausländerinnen und Ausländer 20,2% der gesamten ständigen
Wohnbevölkerung der Schweiz aus. Die leichten Unterschiede bei Zahl
und Anteil der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung gegenüber den
Ergebnissen des BFS sind hauptsächlich auf Definitionsunterschiede
zurückzuführen. So berücksichtigt das BFS im Gegensatz zum BFM bei
seinen diesbezüglichen Berechnungen zwei zusätzliche
Personenkategorien: die internationalen Funktionärinnen und
Funktionäre sowie die Diplomatinnen und Diplomaten plus deren
Familienangehörige. Aus diesem Grund sind die Zahlen des BFS immer
leicht höher als jene des BFM. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft:
Marcel Heiniger, BFS, Sektion Demografie und Migration Tel.: 032 713
68 74 Neuerscheinungen:
BFS Aktuell «Statistik des jährlichen Bevölkerungsstandes (ESPOP)
Vorläufige Ergebnisse 2004»
BFS Aktuell «Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung
Schätzungen Januar Dezember 2004» Diese beiden Publikationen sind auf der Homepage des BFS unter der
folgenden Adresse verfügbar:
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/bevoelkerung/ueber
sicht/blank/analysen__berichte/result.html Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
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