MedienmitteilungDas New England Journal of Medicine veröffentlicht die Studienergebnisse über die Wirksamkeit des rekombinanten aktivierten Faktor VII bei akuter intrazerebraler Blutung2005-02-24T09:25:41Kopenhagen, Dänemark (ots/PRNewswire) - Das New England Journal of Medicine (NEJM) berichtet heute von positiven Ergebnissen der kürzlich abgeschlossenen klinischen Studie über die Wirksamkeit von rekombinantem aktivierten Faktor VII (NovoSeven(R)/rFVIIa[1]) bei intrazerebralen Blutungen (ICH). ICH ist die tödlichste Form eines Schlaganfalles und führt zu den schwerwiegendsten Behinderungen[2]. Der gegenwärtig noch ungedeckte Bedarf für eine Behandlungsmethode von ICH wird von Neurologen rund um die Welt als ernsthafter medizinischer Notfall angesehen[3]. Der Umfang der Blutung im Gehirn ist ein wichtiger Faktor bei der Prognose über den neurologischen und klinischen Ausgang nach 30 Tagen[4] und mittlerweile konnte gezeigt werden[5], dass diese Blutung während den ersten Stunden nach dem Symptombeginn anhält. Daher sollte eine frühe Behandlung auf eine verminderte Hämatombildung abzielen, um die klinischen Behandlungsergebnisse zu verbessern. Der Artikel im NEJM, 'Recombinant Activated Factor VII for Acute Intracerebral Hemorrhage'[6], beschreibt die Ergebnisse der bis heute umfangreichsten pharmakologischen Studie über ICH. Diese Studie wurde durchgeführt, um festzustellen, ob durch den Einsatz des hämostatischen Wirkstoffes rFVIIa eine verminderte Hämatombildung erzielt werden könnte und ob die verminderte Hämatombildung den Ausgang für den Patienten verbessert. Der Artikel im NEJM berichtet von den ermutigenden Ergebnissen der Studie und zeigt, dass die frühe Verabreichung von rFVIIa mit einer verminderten Hämatombildung und verbesserten klinischen Behandlungsergebnissen in Verbindung gebracht werden kann. Die Ergebnisse übertreffen die Erwartungen Dr. Stephan Mayer, Chairman des Steering Committee und ausserordentlicher Professor für die Bereiche Neurology und Neurosurgery am Columbia University College of Physicians and Surgeons in New York, sagte dazu: "Ich dachte mir, es wäre vielleicht möglich, wenn wir die Blutung reduzieren könnten, dass die Lebensqualität des Patienten ein wenig verbessert wird. Was wir herausfanden, war jedoch noch viel besser. Wir reduzierten die Blutung und erzielten eine signifikante Reduktion der schlechten Behandlungsergebnisse." Die Studienergebnisse sehen viel versprechend aus für alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen, die nach einer Lösung für die Behandlung von ICH suchen. Studienergebnisse Die Studie wurde mit 399 Probanden durchgeführt, die alle innerhalb von drei Stunden nach Auftreten von ICH per Computertomografie diagnostiziert wurden. Den Patienten wurde innerhalb einer Stunde nach dem Ausgangs-Scan nach dem Zufallsprinzip entweder Placebo (N=96), 40 (N=108), 80 (N=92) oder 160 (N=103) Mikrogramm/kg rFVIIa verabreicht. Das Hauptzielkriterium war die prozentuale Veränderung des ICH-Volumens 24 Stunden nach der Behandlung. Die klinischen und neurologischen Resultate wurden 90 Tage nach der Behandlung bestimmt. - Primärer Endpunkt: statistisch bedeutsame verminderte Hämatomausdehnung
- Verglichen mit 29 % Zunahme bei den Placebo-Probanden,
betrug die ICH-Volumenzunahme bei den 40, 80 und 160
Mikrogramm/kg Gruppen jeweils 16 %, 14 % und 11 %
(entsprechend einer relativen Reduktion von 45 %, 52 %
und 62 %).
- Sekundäre Endpunkte: statistisch bedeutsame Verbesserungen beim
neurologischen und klinischen Ausgang
- 69 % der mit Placebo behandelten Probanden verstarben
oder waren schwer behindert 90 Tage nach
Medikamenteneinnahme (mRS = 4-6[7]), verglichen mit 55 %,
49 % und 54 % der mit rFVIIa behandelten Probanden.
rFVIIa mehr als verdoppelte die Chancen des Probanden,
auf der mRS eine Stufe zu verbessern. Dieser Ausgang
war konsistent mit den Resultaten von anderen Standard-
Apoplexieskalen (siehe redaktionelle Hinweise). Die
Behandlungsergebnisse beinhalten auch die Resultate von
negativen Ereignissen.
- Dies führte gemäss der mRS zu einer absoluten Reduktion
des Risikos eines Todesfalles oder schwerwiegender
Behinderung von 16 % nach drei Monaten.
- Die Mortalität lag zusammengefasst 38 % tiefer
(statistisch bedeutsam p=0,02) bei den mit rFVIIa
behandelten Probandengruppen.
- Sicherheitsendpunkte:
- Die gesamthafte Häufigkeit von tödlichen oder
behindernden, thromboembolischen, schwerwiegenden
Komplikationen unterschied sich nicht bei den rFVIIa-
(2,0 %) und den Placebo-Gruppen (2,1 %). Jedoch traten
statistisch bedeutsame Unterschiede auf bei den
arteriellen, thromboembolischen, schwerwiegenden
Komplikationen, die bei der rFVIIa-Behandlung häufiger
(5 %) auftraten, als bei der Placebo-Behandlung (0 %).
Diese traten auf in Form von myokardischämischen
Ereignissen und Hirninfarkt. Die Mehrzahl der Probanden
erholte sich von diesen Komplikationen.Schlussfolgerung: Gesamthaft zeigen die Studienergebnisse, dass die frühzeitige Verabreichung von rFVIIa bei Patienten mit ICH die Hämatombildung verringern kann, die Mortalität reduziert und die neurologischen und klinischen Ausgänge verbessert, ohne dass das Risiko von tödlichen oder behindernden thromboembolischen Komplikationen ansteigt. Novo Nordisk ist ein Gesundheitsunternehmen und ein weltweit führender Anbieter bei der Behandlung von Diabetes. Das Unternehmen führt das grösste Diabetes-Produktangebot in diesem Wirtschaftszweig, unter anderem die fortschrittlichsten Produkte im Bereich der Insulin-Liefersysteme. Zudem spielt Novo Nordisk auch eine führende Rolle im Markt, wenn es um Gerinnungsdefekte, Wachstumsstörungen und Hormonersatztherapien geht. Novo Nordisk produziert und vermarktet Arzneimittel und medizinische Serviceleistungen, die allgemein einen wesentlichen Unterschied für Patienten, Ärzte und die Gesellschaft ausmachen. Mit Hauptgeschäftssitz in Dänemark beschäftigt Novo Nordisk ungefähr 20.000 Mitarbeiter in 69 Ländern und vermarktet ihre Produkte in 179 Ländern. Die B-Aktien von Novo Nordisk werden an den Börsen in Kopenhagen und London gehandelt. Die ADRs werden an der New Yorker Börse unter dem Zeichen "NVO" geführt. Für weitere Informationen über die Gesellschaft besuchen Sie bitte die Website unter www.novonordisk.com. Kopien dieser Pressemitteilung sind auf Verlangen in französischer, deutscher, italienischer oder spanischer Sprache erhältlich. Redaktionelle Hinweise: 1) Näheres zu den Messgrössen der Studie Klinische und neurologische Ergebnisse wurden anhand der folgenden Skalen gemessen:
2) Näheres u rFVIIa
3) Näheres zu ICH:
Referenzen [1] International vermarktet als NovoSeven(R) und als NiaStase(R) in Kanada. [2] Mayer, Stroke 2003 [3] AHA Stroke Council - Guidelines for the management of Intracerebral Hemorrhage, Stroke 1999;30;905-915 [4] Broderick JP, Brott TG, Duldner JE, Tomsick T, Huster G. Volume of intracerebral hemorrhage. A powerful and easy-to-use predictor of 30-day mortality. Stroke 1993;24:987-993. [5] Brott, et al, 1997. Early hemorrhage growth in patients with ICH, Stroke 1997; 28:1-5. [6] New England Journal of Medicine, 24. Februar 2005 [7] mRS 0-1: keine Behinderungen; mRS 2-3: mittlere Behinderungen; mRS 4-5: schwere Behinderungen; mRS 6: Tod [8] AHA Stroke Council - Guidelines for the management of Intracerebral Hemorrhage, Stroke 1999;30;905-915 [9] Qureshi AI, et al, Spontaneous Intracerebral Hemorrhage, N Engl J Med 2001; 344(19): 1450-1460 Pressekontakt: Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Gitte Dethlefsen, Permalink:
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