Medienmitteilung
BFS: Beschäftigungsbarometer im 4. Quartal 2004
2005-02-24T09:15:00
(ots) - Beschäftigungsbarometer im 4. Quartal 2004 Stagnierender Arbeitsmarkt Die Indikatoren des vom Bundesamt für Statistik (BFS)
vierteljährlich veröffentlichten Beschäftigungsbarometers zeigen
eine Stagnation auf dem Schweizer Arbeitsmarkt an. Sowohl die Zahl
der Erwerbstätigen als auch jene der Beschäftigten blieben
unverändert. Gemäss dem Index der offenen Stellen und dem Indikator
der Beschäftigungssaussichten dürfte diese Stabilität im 1. Quartal
2005 anhalten. Am Ende des 4. Quartals 2004 zählte die Schweiz
gemäss Erwerbstätigenstatistik (ETS; provisorische Werte) 4,178
Millionen Erwerbstätige, wobei diese Zahl gegenüber dem Vorjahr
stabil blieb. Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte stieg an
(+2,6% im Vorjahresvergleich), jene der schweizerischen
Arbeitskräfte ging zurück (-0,9%). Die Beschäftigungsstatistik
(BESTA) zeigt ebenfalls eine stabile Gesamtsituation auf dem
Arbeitsmarkt an. Der Rückgang im sekundären Sektor hielt im 4.
Quartal 2004 an (-1,1% im Vorjahresvergleich), während die
Gesamtzahl der Beschäftigten im tertiären Sektor weiter zulegte
(+0,5%). Die in die nahe Zukunft gerichteten Indikatoren der BESTA
weisen auf eine weiterhin stabile Beschäftigungssituation im
nächsten Quartal hin. Gemäss dem Indikator der
Beschäftigungsaussichten, der wie im Vorquartal bei 1,00 Punkten
liegt, dürfte die Anzahl Stellen unverändert bleiben, während der
Index der offenen Stellen trotz einer positiven Entwicklung (+22,1%
im Vorjahresvergleich) lediglich 97,0 Punkte erreicht. Die Zahl der
Erwerbstätigen ist stabil geblieben Ende 2004 wies die
Erwerbstätigenstatistik (ETS; provisorische Werte) 4,178 Millionen
Erwerbstätige in der Schweiz aus. Diese Zahl blieb im Vergleich zum
4. Quartal 2003 unverändert. Die mangelnde Dynamik war sowohl bei
den Männern (geringe Zunahme um 0,1% auf 2,320 Millionen) als auch
bei den Frauen (geringer Rückgang um 0,1% auf 1,858 Millionen) zu
beobachten. Wie bereits im Vorquartal war die Zahl der
schweizerischen Arbeitskräfte rückläufig (-0,9%; 3,117 Millionen),
während jene der ausländischen Arbeitskräfte zulegte (+2,6%; 1,062
Millionen). Wachstum seit einem Jahr nur im tertiären Sektor Gemäss
Beschäftigungsstatistik (BESTA) zählten der sekundäre und der
tertiäre Sektor im 4. Quartal 2004 insgesamt 3,629 Millionen
Beschäftigte, also gleich viele wie im Vorjahr. Der
Beschäftigungsrückgang im sekundären Sektor (-1,1% im
Vorjahresvergleich), sowie die Zunahme im tertiären Sektor (+0,5%)
bestätigen die seit 5 Quartalen anhaltende Tendenz. In
saisonbereinigten Werten ist eine ähnliche Entwicklung zu
beobachten; die Gesamtbeschäftigung blieb im Vergleich zum
Vorquartal unverändert (0,0%), während im sekundären Sektor ein
Rückgang (-0,8%) und im tertiären Sektor eine leichte Zunahme
(+0,3%) verzeichnet wurde. In Vollzeitäquivalenten nahm die
Beschäftigung jedoch weiterhin ab (- 0,6%; -17'100 im
Vorjahresvergleich); dies sowohl im sekundären Sektor (-1,4%;
-13'000) als auch im tertiären Sektor (-0,2%; -4100). Dabei konnte
der Trend zur Schaffung von Teilzeitstellen (+2,6%; +28'300) die
Streichung von Vollzeitstellen (-1,1%; -26'800) nicht kompensieren.
Beschäftigungsrückgang im Unterrichtswesen, Zunahme bei den
Reisebüros 18 von 25 Branchen des sekundären Sektors wiesen im
Vorjahresvergleich einen Beschäftigungsrückgang aus. Im
verarbeitenden Gewerbe war ein Rückgang um 10'400 Beschäftigte (-
1,6%) zu beobachten; die markantesten Rückgänge mussten die
Wirtschaftsabteilungen Verlags- und Druckgewerbe (-4,9%; -2400),
die Herstellung von medizinischen Geräten, Präzisionsinstrumenten
und Uhren (-3,1%; -2300) sowie die Herstellung von Geräten der
Elektrizitätserzeugung (-6,2%; -2200) hinnehmen. Im tertiären
Sektor verzeichneten drei Viertel der Branchen ein
Beschäftigungswachstum im Vergleich zum 4. Quartal 2003. Die
deutlichsten Zunahmen sind in den Abteilungen Gesundheits- und
Sozialwesen (+1,2%; +5200), Reisebüros (+6,9%; +4000) und
Öffentliche Verwaltung, Landesverteidigung, Sozialversicherungen
(+2,1%; +3100) zu finden, während die Branchen Detailhandel und
Reparatur von Gebrauchsgütern (-1,6%; - 5200) und
Unterrichtswesen (-1,1%; -2700) deutliche Rückgänge verbuchten.
Beschäftigungsentwicklung variiert je nach Grossregion Eine weitere
Verschlechterung der Beschäftigungssituation mussten die
Nordwestschweiz (-1,2%; -6100), die Genferseeregion (-0,6%; - 3900)
und Zürich (-0,2%; -1700) hinnehmen. Im Espace Mittelland (+1,1%;
+8900) und im Tessin (+0,7%; +1000) setzte sich die positive
Entwicklung fort, während in der Zentralschweiz (+0,9%; +2800) und
in der Ostschweiz (+0,1%; +600) ein verlangsamtes
Beschäftigungswachstum zu beobachten war. Unterschiedliche
Beschäftigungsaussichten je nach Branche Kurzfristige Prognosen: Der
Indikator der Beschäftigungsaussichten notiert im zweiten
aufeinander folgenden Quartal bei 1,00. Das bedeutet, dass die Zahl
der Arbeitsplätze während des 1. Quartals 2005 unverändert bleiben
dürfte. Trotz einer leichten Verbesserung (+22,1% im
Vorjahresvergleich) bleibt der Index der offenen Stellen relativ
tief bei 97,0 Punkten (100 = 2. Quartal 2003). Allerdings sind die
Unterschiede je nach Tätigkeitsgebiet gross; während die Branche
Informatikdienste bei den offenen Stellen eine positive
Entwicklung aufweist (+145,0%), verzeichnen das Gastgewerbe
(-19,8%) und das Unterrichtswesen (- 43,8%) einen Rückgang. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft zur BESTA:
Sylviane Attinger, BFS, Sektion Unternehmensstruktur und
Beschäftigung, Tel.: 032 713 67 88 Auskunft zur ETS:
Thierry Murier, BFS, Sektion Arbeit, Erwerbsleben und thematische
Surveys, Tel.: 032 713 63 63 Pressestelle BFS, Tel.:032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
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