Medienmitteilung
BFS: Landesindex der Konsumentenpreise im Januar 2005
2005-02-03T07:45:00
(ots) - Landesindex der Konsumentenpreise im Januar 2005 Rückgang des Preisniveaus infolge Ausverkaufs Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der
Konsumentenpreise verzeichnete im Januar 2005 einen Rückgang um 0,5
Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 103,7
Punkten (Mai 2000 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 1,2
Prozent, verglichen mit Jahresraten von 1,3 Prozent im Dezember 2004
und von 0,2 Prozent im Januar 2004. Starker Einfluss der
Ausverkaufspreise für Winterbekleidung Der Rückgang des
Landesindexes um 0,5 Prozent im Januar 2005 ist hauptsächlich die
Folge der tieferen Indexziffer für Bekleidung und Schuhe (-12,5%),
beeinflusst durch Ausverkaufspreise für Winterbekleidung. Unter der
Dezembererhebung lag auch der Index für Wohnen und Energie (-0,6%).
Angestiegen sind hingegen die Gruppenindizes für Restaurants und
Hotels (+0,8%), für Verkehr (+0,5%), für Sonstige Waren und
Dienstleistungen (+0,4%), für Gesundheitspflege (+0,3%) sowie für
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,3%). In den übrigen
fünf Bedarfsgruppen fanden im Berichtsmonat keine Preiserhebungen
statt. Preisentwicklung für Inland- und Importgüter Wie das
Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, erhöhte sich im Vergleich
zum Vormonat das Preisniveau der Inlandgüter um 0,3 Prozent, während
es sich bei den Importgütern, beeinflusst durch tiefere Preise für
Bekleidung und Erdölprodukte, um 2,8 Prozent ermässigte. Innert
Jahresfrist verzeichneten die Inlandgüter eine durchschnittliche
Preissteigerung um 1,1 Prozent, die Importprodukte eine solche um
1,5 Prozent. Details der Preisentwicklung im Januar 2005 Der Index
für Bekleidung und Schuhe sank wegen Ausverkaufspreisen für
Winterbekleidung und Schuhe um 12,5 Prozent. Im Bereich Wohnen und
Energie gingen die Heizölpreise gegenüber Dezember 2004 um 9,5
Prozent zurück (Stichtag 4. Januar), lagen aber immer noch um 18,9
Prozent über dem Stand des Vorjahres. Preisabschläge wurden auch bei
den Elektrizitätstarifen und den Kehricht- und Abwassergebühren
verzeichnet. Preisaufschläge wurden hingegen bei den Gastarifen
festgestellt. Die Erhöhung des Indexes für Restaurants und Hotels
ist das Ergebnis von gestiegenen Preisen für Mahlzeiten und Getränke
in Gaststätten und saisonalen Preissteigerungen für Übernachtungen
in der Hotellerie (Hochsaison in den Winterkurorten). Die Zunahme
der Indexziffer für Verkehr ist hauptsächlich auf die
Tariferhöhungen der SBB und des öffentlichen Regionalverkehrs sowie
auf gestiegene Tarife für Linienflüge nach den USA und Lateinamerika
zurückzuführen. Angezogen haben auch die Preise für Occasions-
Automobile, die Ansätze für Service und Reparaturen von Automobilen
und die Parkgebühren. Die Treibstoffpreise verbilligten sich
gegenüber dem Vormonat um 4,2 Prozent (Stichtag 4. Januar), waren
aber immer noch 5,8 Prozent höher als vor Jahresfrist. Der Index für
Sonstige Waren und Dienstleistungen stieg infolge höherer Prämien
für die Motorfahrzeug- und die private Krankenversicherung.
Tarifanpassungen bei den Spitaltaxen in verschiedenen Kantonen und
leichte Preiserhöhungen für Spitex bewirkten einen Anstieg der
Indexziffer für Gesundheitspflege. Billiger wurden hingegen
vereinzelte Medikamente. Bei den Nahrungsmitteln und alkoholfreien
Getränken verteuerten sich innert Monatsfrist Gemüse,
Schweinefleisch, Wurstwaren, Geflügel, Feingebäck und
Konditoreiwaren. Billiger wurden Früchte und Rindfleisch. Verkettung
mit früheren Indexreihen Die früheren, rechnerisch mit der aktuellen
Indexziffer verknüpften Reihen ergeben für den Januar 2005 Indizes
von 110,0 Punkten auf der Basis Mai 1993=100, von 152,3 Punkten auf
der Basis Dezember 1982=100, von 189,9 Punkten auf der Basis
September 1977=100 und von 320,2 Punkten auf der Basis September
1966=100. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
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