Medienmitteilung
BFS: Produzenten- und Importpreisindex im Dezember und im Jahresverlauf 2004
2005-01-18T09:15:00
(ots) - Produzenten- und Importpreisindex im Dezember und im Jahresverlauf
2004 2004: Mässig steigender Index Kernteuerung nahe bei null Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der
Produzenten- und Importpreise ging im Dezember 2004 gegenüber dem
Vormonat um 0,4 Prozent zurück. Sein Stand beträgt 101,4 Punkte
(Basis Mai 2003 = 100). Innert Jahresfrist erhöhte sich der Index um
1,5 Prozent.
Im Durchschnitt aller zwölf Monate des Jahres 2004 stieg der
Produzenten- und Importpreisindex gegenüber dem Vorjahr um 1,1
Prozent. Hauptgrund dafür waren die über das ganze Jahr gesehen
starken Preiserhöhungen für Erdöl- und Metallprodukte. Dies führte
zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 wiederum zu einem Anstieg des
Indexes im Jahresdurchschnitt.
Rückgang der Produzentenpreise gegenüber dem November
Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Produzentenpreisindex
zeigte im Dezember 2004 einen Rückgang um 0,4 Prozent gegenüber dem
Vormonat. Dies war die Folge tieferer Preise für Erdöl- und
Metallprodukte sowie für Elektrizität. Der Stand des Indexes beträgt
101,6 Punkte (Basis Mai 2003 = 100). Im Vergleich zum Vorjahr lag das
Preisniveau 1,3 Prozent höher. Der Produzentenpreisindex zeigt die
Entwicklung der Ab-Werk-Preise für die im Inland hergestellten
Produkte. Dienstleistungen sind darin nicht berücksichtigt. Tiefere
Preise gegenüber dem Vormonat registrierte man für Grossvieh,
Rohmilch, Mineralölprodukte und Armierungsstahl. Billiger wurden
auch Drahtwaren, Schrott und Elektrizität. Preiserhöhungen
verzeichneten dagegen insbesondere Gemüse, Schlachtkälber,
Schlachtschweine, Schweinefleisch sowie Produkte der Bauschreinerei
und des Innenausbaus. Rückgang der Importpreise gegenüber dem
November infolge tieferer Erdölpreise Der vom Bundesamt für
Statistik berechnete Importpreisindex fiel im Dezember 2004
gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Der Grund dafür waren die
tieferen Erdölpreise, die von ihrem hohen Niveau etwas verloren. Der
Stand des Indexes liegt nun bei 101,1 Punkten (Basis Mai 2003 =
100). Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 2 Prozent höher.
Der Importpreisindex zeigt die Entwicklung der Ab- Zoll-Preise für
importierte Produkte. Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat
beobachtete man neben Erdöl (roh) und Mineralölprodukten
(Treibstoffe und Heizöl) insbesondere bei Gemüse, Fleisch,
Armierungsstahl sowie Aluminium und Produkten daraus. Höhere Preise
zeigten demgegenüber Früchte, Kaffee und Erdgas. Kernteuerung 2004: nahe bei null Die Kernteuerung des Produzenten-
und Importpreisindexes war im Jahresdurchschnitt 2004 mit -0,2
Prozent nahe bei null. Bei der Berechnung der Kernteuerung werden
rohstoffnahe, schwankungsintensive oder stark von Produktsteuern
beeinflusste Produktgruppen ausgeschlossen. Es sind dies
insbesondere land- und forstwirtschaftliche Produkte, Fleisch,
Tabakwaren, Erdöl, Erdölprodukte, Metalle, Metallhalbzeug, Schrott
und Gas (insgesamt 12% des Warenkorbs). Damit wurden die im
vergangenen Jahr erfolgten starken Preiserhöhungen für Metall- und
Erdölprodukte, welche die wesentlichen Impulse zum Anstieg der
Gesamtteuerung gaben, bei der Berechnung der Kernteuerung zum
überwiegenden Teil nicht wirksam. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
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