Medienmitteilung
BFS: Freiwilligenarbeit
2004-11-26T09:15:00
(ots) - Freiwilligenarbeit Freiwilliges Engagement der Schweizer Bevölkerung nach wie vor hoch Erste provisorische Resultate des Bundesamtes für Statistik (BFS)
zeigen für das Jahr 2004 keine markanten Veränderungen bei der
Beteiligung an Freiwilligenarbeit. Rund 25 Prozent der Schweizer
Bevölkerung engagieren sich freiwillig in Vereinen oder
Organisationen und rund 23 Prozent im informellen Bereich. Im
Vergleich zum Jahr 2000 ist im Grossen und Ganzen weder ein Rückgang
der Beteiligungsquoten noch eine Veränderung der Strukturen zu
beobachten: Männer engagieren sich deutlich mehr bei der
institutionalisierten, Frauen mehr bei der informellen
Freiwilligenarbeit. Das Bundesamt für Statistik (BFS) stellt erste, provisorische
Resultate zur Freiwilligenarbeit für 2004 vor und publiziert
gleichzeitig den «Bericht zur Freiwilligenarbeit in der Schweiz»,
der in Beantwortung eines Postulates im Nationalrat von externen
Expertinnen und Experten erarbeitet wurde. Für die Schweiz wird
damit zum ersten Mal versucht, alle Bereiche und verschiedenen
Ebenen zusammen zu fassen, in welchen Freiwilligenarbeit eine
wichtige Rolle spielt. Empfohlene Massnahmen können gemäss Bundesrat
nicht umgesetzt werden Der Bericht enthält einen Katalog von
empfohlenen Massnahmen, welche die Entwicklung von Standards in
diesem Bereich vorantreiben könnten und die Förderung von
Freiwilligenarbeit auf Bundesebene koordinieren sollen. Dabei
handelt es sich um Empfehlungen der Expertinnen und Experten. Der
Bundesrat hat diese zur Kenntnis genommen und ausdrücklich
festgehalten, dass aufgrund der Natur der Freiwilligenarbeit und
auch der aktuellen Finanzlage des Bundes zur Zeit in diesem Bereich
keine weiteren Massnahmen umgesetzt und keine Aktivitäten geplant
werden können. Erste provisorische Resultate zur Beteiligung an
Freiwilligenarbeit in der Schweiz Die Beteiligungsquoten für
Freiwilligenarbeit liegen im Jahr 2004 etwa gleich hoch wie im Jahr
2000: Rund 25 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung ab 15 Jahren
engagieren sich freiwillig in Vereinen oder Organisationen und rund
23 Prozent im informellen Bereich. Konnte man im Jahr 2000 Anzeichen
zu einem leichten Rückgang im Vergleich zu 1997 erkennen, bestätigt
sich nun 2004 kein diesbezüglicher Trend im freiwilligen Engagement
der Schweizer Wohnbevölkerung zumindest nicht bei den
Gesamtdurchschnittswerten. Inwieweit sich eventuell einzelne
Bevölkerungsgruppen von diesem Gesamtbild unterscheiden, lässt sich
erst mit den definitiven und detaillierteren Resultaten überprüfen.
Diese werden ab März 2005 auf dem Statistikportal des BFS zur
Verfügung stehen. Auch was den Zeitaufwand für Freiwilligenarbeit
betrifft, sind auf den ersten Blick keine rückläufigen Tendenzen zu
erkennen: Die in der institutionalisierten Freiwilligenarbeit und im
informellen Bereich aktiven Personen setzen im Durchschnitt je rund
14 Stunden monatlich für diese unbezahlten Arbeiten ein. Der Bericht
«Freiwilligenarbeit in der Schweiz» Der Bericht untersucht das in
unterschiedlichsten Bereichen erbrachte freiwillige und
ehrenamtliche Engagement. Er beinhaltet eine Klärung der Begriffe,
beurteilt den Stellenwert der Freiwilligenarbeit sowie deren
gesellschaftliche Förderung und beschreibt den Umfang dieser Arbeit
im formellen und informellen Sektor. Er beleuchtet die Förderung der
Freiwilligenarbeit beim Bundespersonal anhand der Themen:
Jugendurlaub, Freistellung für Freiwilligenarbeit, «Corporate
Volunteering» und Schlüsselkompetenzen aus der Freiwilligenarbeit.
Schliesslich wird die Förderung der Freiwilligenarbeit durch
Bundessubventionen an ausgewählten Beispielen dargestellt. Dem
Bericht liegt eine ausführliche Studie zu Grunde, welche nur auf
CD-Rom erhältlich ist. Studie zum «Bericht Freiwilligenarbeit in der Schweiz» Ausgangspunkt
der Studie bildet eine Motion über Freiwilligenarbeit (00.3211), die
im Jahr 2000 vom Nationalrat in ein Postulat umgewandelt wurde.
Dieses fordert einen umfassenden Bericht über das in der Schweiz
erbrachte freiwillige und ehrenamtliche Engagement. Darin soll eine
Klärung der Begriffe enthalten sein und Massnahmen aufgezeigt
werden, mit denen diesem Engagement zu dem ihm gebührenden
Stellenwert in der Gesellschaft verholfen werden kann. Das BFS
vergab Ende 2002 einen Forschungsauftrag an Guido Münzel, lic. phil
I und dipl. Verbandsmanager VMI in Bern, zur Erarbeitung einer
entsprechenden Studie. Für bestimmte Spezialfragen wurden weitere
Expertinnen und Experten beigezogen: Dr. Sandro Guzzi Heeb, Bern;
Bernadette Kadishi, lic. phil., Bern und Prof. Dr. Eva Nadai,
Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz. Die Verantwortung für den
wissenschaftlichen Inhalt bleibt bei den Verfasserinnen und
Verfassern. Die ausführliche Studie zum «Bericht Freiwilligenarbeit
in der Schweiz» liegt als CD-Rom in der Originalsprache (deutsch)
vor. Sie beinhaltet eine vertiefende Erläuterung der Begriffe und
Definitionen im Bereich Freiwilligenarbeit; eine Darstellung des
Strukturwandels der Freiwilligenarbeit und bei der Milizarbeit, der
Rekrutierungsprobleme für Miliz- und Ehrenämter sowie Ansatzpunkte
zur Förderung und Anerkennung der Freiwilligenarbeit allgemein;
statistisches Material zur Freiwilligenarbeit in der Schweiz; die
Auswertung einer Umfrage bei den Bundesämtern zur aktuellen
Förderung der Freiwilligenarbeit mittels Bundessubventionen,
Jugendurlaub, «Corporate Volunteering» und der Berücksichtigung von
freiwilligem Engagement als Schlüsselkompetenzen bei der
Personalrekrutierung. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft:
Jacqueline Schön-Bühlmann, BFS, Sektion Sozioökonomische Analysen,
Tel.: 032 713 64 18 Neuerscheinung: Bericht zur Freiwilligenarbeit in der Schweiz,
Bestellnummer: 630- 0400. Preis: Fr. 9. CD-Rom: Studie zum Bericht
zur Freiwilligenarbeit in der Schweiz. Bestellnummer: 630-0400-02.
Preis: Fr. 15.-- Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
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