Medienmitteilung
BFS: Produzenten- und Importpreisindex im Oktober 2004
2004-11-16T09:15:00
(ots) - Produzenten- und Importpreisindex im Oktober 2004 Steigender Index aufgrund höherer Erdöl- und Metallpreise
Jahresteuerung 2,0 Prozent Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der
Produzenten- und Importpreise erhöhte sich im Oktober 2004 gegenüber
dem Vormonat um 0,5 Prozent und erreichte den Stand von 101,9
Punkten (Basis Mai 2003 = 100). Sowohl die Inland- als auch die
Importprodukte verzeichneten einen deutlichen Anstieg. Hauptgrund
dafür waren die stark gestiegenen Preise für Erdöl- und
Metallprodukte sowie Schrott. Das Preisniveau des Gesamtangebots von
Inland- und Importprodukten lag im Oktober 2004 um 2,0 Prozent höher
als vor einem Jahr.
Anstieg der Inlandpreise
Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Produzentenpreisindex
erhöhte sich im Oktober 2004 gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent.
Sein Stand beträgt 101,8 Punkte (Basis Mai 2003 = 100). Gegenüber
dem Vorjahr lag das Preisniveau um 1,7 Prozent höher. Der Index
zeigt die Entwicklung der Ab-Werk-Preise für die im Inland
hergestellten Produkte. Dienstleistungen sind darin nicht
berücksichtigt.
Preiserhöhungen gegenüber dem Vormonat registrierte man für
Rohmilch, Grossvieh, Rindfleisch, Holzplatten, Mineralölprodukte,
Armierungsstahl, Produkte aus Nichteisen-Metallen, Metallprodukte
und Schrott. Dasselbe gilt für Maschinen für allgemeine Verwendung,
Maschinen für einzelne Wirtschaftszweige, Elektromotoren,
Generatoren und Transformatoren, elektrische Ausrüstungen, Fahrzeuge, Fahrzeugteile und Gas. Tiefere Preise
verzeichneten dagegen insbesondere Gemüse, Schlachtschweine,
Schweinefleisch, Futtermittel sowie elektrische Lampen und Leuchten.
und der Importpreise Der vom Bundesamt für Statistik berechnete
Importpreisindex zeigte im Oktober 2004 einen Anstieg um 0,8 Prozent
gegenüber dem Vormonat. Sein Stand liegt bei 102,1 Punkten (Basis
Mai 2003 = 100). Im Vergleich zum Vorjahr lag das Preisniveau um 2,6
Prozent höher. Der Importpreisindex zeigt die Entwicklung der
Ab-Zoll-Preise für importierte Produkte. Steigende Preise gegenüber
dem Vormonat beobachtete man bei Gemüse, Früchten, Fisch und
Fischprodukten, Erdöl (roh), Treibstoffen, Heizöl, Stahlprodukten,
verarbeitetem Stahl sowie Nichteisen- Metallen und Produkten daraus.
Teurer wurden auch Werkzeuge, Maschinen für die Erzeugung und
Nutzung mechanischer Energie, Hebezeuge und Fördermittel,
Werkzeugmaschinen, Maschinen für einzelne Wirtschaftszweige,
Personenwagen und Nutzfahrzeuge. Preisrückgänge zeigten demgegenüber
vor allem sonstige Maschinen für allgemeine Verwendung, Geräte zur
Elektrizitätserzeugung und verteilung, Geräte der Radio-, Fernseh-
und Nachrichtentechnik, medizinische Geräte sowie optische und
fotografische Geräte. Kernteuerung praktisch null Die Kernteuerung im Bereich der
Produzenten- und Importpreise stieg im Oktober 2004 gegenüber dem
Vormonat um 0,1 Prozent. Die Jahresrate der Kernteuerung beträgt
ebenfalls lediglich 0,1 Prozent. Bei der Berechnung der Kernteuerung
werden rohstoffnahe, schwankungsintensive oder stark von
Produktsteuern beeinflusste Produktgruppen ausgeschlossen. Es sind
dies insbesondere land- und forstwirtschaftliche Produkte, Fleisch,
Tabakwaren, Erdöl, Erdölprodukte, Metalle, Metallhalbzeug, Schrott
und Gas (insgesamt 12% des Warenkorbs). Damit werden die in den
vergangenen Monaten erfolgten starken Preiserhöhungen für Metall-
und Erdölprodukte, welche die wesentlichen Impulse zum Anstieg der
Gesamtteuerung gaben, bei der Berechnung der Kernteuerung zum
überwiegenden Teil nicht wirksam. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
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