Medienmitteilung
BFS: Leerwohnungszählung vom 1. Juni 2004
2004-09-24T09:15:00
(ots) - Leerwohnungszählung vom 1. Juni 2004 Leerwohnungsbestand verharrt auf tiefem Niveau Nachdem der Leerwohnungsbestand seit 1998 beständig gesunken ist,
hat er sich nun im Jahr 2004 stabilisiert. Mit 33'600 leer stehenden
Wohnungen am 1. Juni 2004 verharrt die Leerwohnungsziffer auf dem
Vorjahresniveau von 0,91 Prozent. Dies zeigen die Ergebnisse der
Leerwohnungszählung des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Konsolidierung beim Leerwohnungsbestand Gemessen am approximativen
Gesamtwohnungsbestand der Schweiz per Ende 2003 hielt sich die
Leerwohnungsziffer per 1. Juni 2004 auf dem tiefen Stand von 0,91
Prozent. Sie ist seit 1998 von 1,85 Prozent auf den aktuellen Stand
gesunken. Die absolute Anzahl der leer stehenden Wohnungen am 1.
Juni 2004 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 541 Einheiten oder
um 1,6 Prozent auf 33'600 Einheiten. Die Wohnungsproduktion nimmt
zwar wieder zu, kann aber nur mit einiger Verzögerung auf die
dynamische Nachfrageseite reagieren. Insgesamt meldeten am Stichtag
zwölf Kantone eine entschärfte und vierzehn Kantone eine
angespanntere Situation auf dem Immobilienmarkt. Am meisten hat sich
die Lage im Kanton Zürich entspannt, was in einer höheren
Leerstandsziffer ersichtlich wird (0,55% gegenüber 0,35% im Jahr
2003). Damit gehört Zürich jedoch nach wie vor zu den Kantonen,
welche mit einer prekären Wohnsituation zu kämpfen haben. Im
kantonalen Vergleich ist die Leerwohnungsziffer nur noch in den
Kantonen Schwyz (0,48%), Zug (0,41%), Basel-Landschaft (0,40%) und
Genf (0,15%) niedriger. Die höchste Ziffer verzeichnet einmal mehr
der Kanton Glarus (2,32%) gefolgt von den Kantonen Appenzell
Ausserrhoden (1,88%), Thurgau (1,84%), Appenzell Innerrhoden und
Jura (je 1,81%) sowie Solothurn (1,79%). Betrachtet man die
absoluten Veränderungen zum Vorjahr, vermochte der Kanton Zürich den
Leerwohnungsbestand mit 1279 zusätzlichen Wohneinheiten am stärksten
zu vergrössern. Die meisten Leerwohnungen verzeichnete der Kanton
Bern mit 4852 Einheiten vor St. Gallen mit 3594 und dem Kanton
Zürich mit 3393 Wohneinheiten. Den grössten absoluten Rückgang
vermeldete der Kanton Tessin mit einem Minus von 541 leer stehenden
Wohnungen. Mehr Neubauwohnungen und zu vermietende Leerwohnungen
Die Anzahl leer stehender Wohnungen in Neubauten nahm per 1. Juni
2004 markant um über einen Drittel (+756 Einheiten oder +36%)
gegenüber dem Stichtag 2003 zu. Erhöht hat sich auch die Anzahl der
unbesetzten Mietwohnungen (+1514 oder +6%).
dafür weniger leer
stehende Einfamilienhäuser und zu verkaufende Leerwohnungen Die
steigende Nachfrage nach Einfamilienhäusern liess die Anzahl leer
stehender Objekte um 324 oder 8 Prozent sinken. Wie schon im Vorjahr
verringerten sich auch die zum Verkauf gemeldeten Leerwohnungen
erneut (-973 Einheiten resp. -13%). Im Vergleich zum 1. Juni 2003
befanden sich 293 Einzimmer-, 226 Zweizimmer- und 127
Fünfzimmerwohnungen weniger auf dem Immobilienmarkt (-7%, -4% und
-4%). Anderseits erhöhte sich die Zahl der Drei- und
Vierzimmerwohnungen um 313 bzw. 796 Einheiten oder um 3 resp. 9
Prozent. Einen Anstieg um 6 Prozent verzeichneten die leer stehenden
Wohnungen mit sechs und mehr Zimmern (+78 Einheiten). Als leer stehende Wohnungen im Sinne dieser Zählung gelten alle
möblierten oder unmöblierten, bewohnbaren und am Stichtag (1. Juni)
unbesetzten Wohnungen, die zur dauernden Miete oder zum Kauf
angeboten werden. Den Wohnungen gleich gestellt sind leer stehende,
zur Vermietung oder zum Verkauf bestimmte Einfamilienhäuser.
Mitgezählt werden auch jene leer stehenden Wohnungen, die auf einen
späteren Zeitpunkt bereits vermietet oder verkauft sind.
Ferien- oder Zweitwohnungen und häuser zählen als leer stehende
Wohnungen, sofern sie das ganze Jahr bewohnbar und zur Dauermiete
(mindestens drei Monate) oder zum Verkauf ausgeschrieben sind. Da
die vorliegende Statistik nur jene leeren Wohnungen erfasst, die auf
dem Markt angeboten werden, sollte ein Vergleich mit der jeweils im
Rahmen der Volkszählung stattfindenden Wohnungszählung, die
alle nicht bewohnten Wohnungen erhebt, grundsätzlich unterlassen
werden BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft: Kamel Chaouach, BFS, Sektion Monetäre
Unternehmensstatistik, Tel.: 032 713 62 56 Neuerscheinung: BFS, Der
Leerwohnungsbestand in der Schweiz, Stichtag 1. Juni 2004, Neuchâtel
2004, Bestellnummer: 072-0400, Preis: 7 Franken, anfangs Dezember
erhältlich. Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
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