Medienmitteilung
BFS: Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären Sektor im 2. Quartal 2004
2004-09-21T09:15:00
(ots) - Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären
Sektor im 2. Quartal 2004 Schweizer Industrie mit gutem Geschäftsgang Die positive Entwicklung in der Schweizer Industrie hält an. Die
Indikatoren wiesen im 2. Quartal 2004 deutliche Wachstumsraten auf.
Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal vergrösserten sich
die Produktion um 4,3 Prozent und die Umsätze um 7,6 Prozent.
Während die Auftragseingänge anstiegen (+10%), blieben die
Auftragsbestände stabil. Die Fertigwarenlager wurden von den
Unternehmen weiterhin um 1,5 Prozent abgebaut. Dies sind die
wichtigsten Ergebnisse der quartalsweise durchgeführten Erhebung des
Bundesamtes für Statistik (BFS) über den Geschäftsgang in der
Schweizer Industrie. Erhöhte Produktion Das Wachstum in der
Produktion (ohne Baugewerbe) hielt im zweiten Quartal 2004 an. Die
Schweizer Industrie wuchs innert Jahresfrist um 4,3 Prozent.
Entscheidend für diese Entwicklung war das gute Abschneiden der
Gebrauchs- und Investitionsgüterproduktion. Der Arbeitsmarkt im
sekundären Sektor scheint jedoch weiterhin nicht von der positiven
Konjunkturlage zu profitieren. Das vom Bundesamt für Statistik
publizierte Beschäftigungsbarometer bescheinigt den meisten Branchen
einen Beschäftigungsrückgang; die offenen Stellen nahmen jedoch
weiterhin zu. Die weitaus höchsten Produktionsanstiege verzeichnete
die Branche Kokerei, Mineralölverarbeitung, nukleare Brennstoffe.
Ihr folgten der Bereich Herstellung sonstiger nichtmetallischer
Produkte, die Lederwaren- und Schuhindustrie, die
Maschinenindustrie und die chemische Industrie. Mit Einbussen
konfrontiert waren die Branchen Herstellung von elektrischen
Geräten, Feinmechanik und Optik, das Papier-, Karton-, Verlags- und
Druckgewerbe, die Energie- und Wasserversorgung, die
Nahrungsmittel-, Getränke- und Tabakindustrie, sowie die Metallbe-
und verarbeitung. Umsatzanstieg Die Unternehmen konnten sich
mit einem Plus von 7,6 Prozent wiederum an einem zunehmenden Umsatz
(ohne Baugewerbe) erfreuen. Zum ersten Mal veröffentlicht das
Bundesamt für Statistik nun auch zusätzlich Umsatzzahlen für das
Baugewerbe. Der Umsatz mit dem Baugewerbe stieg um 6,9 Prozent. Den
grössten Beitrag leisteten dabei die Gebrauchsgüter. Die besten
Zahlen präsentierten die Branche Kokerei, Mineralölverarbeitung,
nukleare Brennstoffe, die Branche Herstellung sonstiger
nichtmetallischer Produkte, die Lederwaren- und Schuhindustrie, die
chemische Industrie und das sonstige verarbeitende Gewerbe. Beim
Wirtschaftszweig Kokerei, Mineralölverarbeitung, nukleare
Brennstoffe und vor allem beim sonstigen verarbeitenden Gewerbe
waren Preissteigerungen für diese Entwicklungen mitverantwortlich.
Rückgänge mussten einzig die die Energie- und Wasserversorgung sowie
das Papier-, Karton-, Verlags- und Druckgewerbe hinnehmen. Erneut
hohe Auftragseingänge Im Vergleich zum Vorjahresergebnis erhöhten
sich die Auftragseingänge um 10,2 Prozent (+11,2 % mit dem
Baugewerbe) wiederum deutlich. Hohe Bestelleingänge sind bei den
Gebrauchsgütern zu verzeichnen, insbesondere aus dem Ausland. Die
mit Abstand höchsten Bestellungen meldete die Lederwaren- und
Schuhindustrie. Zunahmen mit mehr als zehn Prozentpunkten
registrierten die Branche Herstellung sonstiger nichtmetallischer
Produkte, die Metallbe- und verarbeitung, die Herstellung
von elektrischen Geräten, Feinmechanik und Optik, sowie das
Baugewerbe. Abschwächungen erlitten nur der Fahrzeugbau, die Textil-
und Bekleidungsindustrie, sowie das Papier-, Karton-, Verlags- und
Druckgewerbe. Stabile Arbeitsreserven Die Auftragsbestände sind mit
-0,3 Prozent (+0,3 % mit dem Baugewerbe) leicht zurückgegangen. Die
grössten Aufstockungen gaben die Lederwaren- und Schuhindustrie, die
Branche Be- und Verarbeitung von Holz (ohne Möbel), sowie die
Textil- und Bekleidungsindustrie bekannt. Rückgänge beobachteten die
Branche Gewinnung von Steinen und Erden, der Fahrzeugbau und das
sonstige verarbeitende Gewerbe. Leichter Lagerabbau Gegenüber dem
entsprechenden Vorjahresquartal nahmen die Fertigwarenlager um 1,5
Prozent ab. Der seit dem ersten Quartal 2002 eingesetzte Lagerabbau
hielt somit an. Minusraten von mehr als zehn Prozent verzeichneten
die Lederwaren- und Schuhindustrie, sowie die Branche Herstellung
sonstiger nichtmetallischer Produkte. Das sonstige verarbeitende
Gewerbe, der Bereich Gummi- und Kunststoffwaren, die Gewinnung
von Steinen und Erden und die Branche Herstellung von elektrischen
Geräten, Feinmechanik und Optik stockten ihre Lager auf. Die Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären
Sektor basieren auf der Allgemeinen Systematik der
Wirtschaftszweige (NOGA) aus dem Jahr 1995, die internationalen
Normen entspricht. Basis der Indizes (Index = 100) ist das
Jahresmittel 1995. Die Berechnung der Indizes erfolgt auf der
Grundlage einer repräsentativen Stichprobe, die Unternehmen mit
mindestens fünf Vollzeitbeschäftigten umfasst. Veröffentlicht werden
sie im Quartalsrhythmus, und zwar jeweils auf einer
Aggregationsstufe, auf der die Aussagekraft der Indizes ausreichend
ist und die gleichzeitig dem Datenschutz angemessen Rechnung trägt.
Die Zeitreihen basieren auf dem Gewichtungsschema von 1993 und
lehnen sich an die alten Reihen an; letztere sind anders aufgebaut,
weniger zahlreich und nur stärker aggregiert vorhanden. Damit
saisonal bedingte Schwankungen weitgehend aus der Datenanalyse
ausgeschlossen werden können, wird die Untersuchung auf der
Grundlage des entsprechenden Vorjahresquartals angestellt. Es ist
allerdings zu berücksichtigen, dass für das erste Jahr (1996) nicht
für alle Branchen entsprechende Werte vorliegen. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft:
Markus Beckstein, BFS, Sektion Unternehmensstruktur und
Beschäftigung, Tel.: 032 713 64 34
Luu Nguyen, BFS, Sektion Unternehmensstruktur und Beschäftigung,
Tel.: 032 713 61 47 Neuerscheinung: Bundesamt für Statistik: Der Geschäftsgang im
sekundären Sektor. Die Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und
Lagerindizes im 2. Quartal 2004, Neuchâtel 2004., Bestellnummer:
039-0402. Preis: Fr. 6.-- Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
Mail: order@bfs.admin.ch Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch Die Medienmitteilungen des BFS können als elektronische Newsletter
abonniert werden.
Anmeldung unter http://www.news-stat.admin.ch
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100479716
|
|