Medienmitteilung
BFS: Hotellogiernächte im zweiten Quartal 2004
2004-09-16T09:15:00
(ots) - Hotellogiernächte im zweiten Quartal 2004 Nachfrage der ausländischen Gäste gestiegen Die ausländischen Gäste haben im zweiten Quartal 2004 6,7% mehr
Logiernächte in den Schweizer Hotelbetrieben gebucht als vor
Jahresfrist. Diese erfreuliche Steigerung geht aus der
Stichprobenerhebung hervor, die das Bundesamt für Statistik (BFS)
anstelle der Ende 2003 aus Budgetgründen aufgehobenen Vollerhebung
zum Thema durchführt. Die Vollerhebung wird nächstes Jahr auf der
Basis einer finanziellen Partnerschaft mit Kantonen, Regionen und
Branchenverbänden wieder eingeführt. Im zweiten Quartal 2004 stechen
zwei Entwicklungen hervor: Einerseits hat die Kundschaft aus dem
Ausland vor allem im Mai (+8,4%) und im Juni (+8,5%) deutlich mehr
Logiernächte gebucht, und andererseits verhielt sich die inländische
Nachfrage gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode stabil.
Damit verzeichnete die Logiernächteentwicklung insgesamt ein
erfreuliches Plus von 4%. Dieses kam hauptsächlich dank den Monaten
Mai und Juni zustande, während der April eine bescheidenere Zunahme
mit sich brachte (+1,8%). Alles in allem verlief die Entwicklung im
ersten Halbjahr 2004 dank dem guten zweiten Quartal positiv (+0,8%).
Während die ausländische Kundschaft in der Periode von Januar bis
Juni zulegte (+3,0%), gab die schweizerische nach (-2,0%). Die
laufende Übergangserhebung erfasst keine Daten nach
Gästeherkunftsländern und Regionen. Deshalb lassen sich die näheren
Umstände dieser günstigen Entwicklung kaum eruieren. So oder so
bestätigt sie jedoch die im vergangenen Quartal beobachtete
Tendenzumkehr. Die Trends in der Logiernächtenachfrage dürften
grundsätzlich von der nationalen und internationalen Konjunktur, von
der Entwicklung der Preise und der Wechselkurse sowie von der
Qualität des Angebots und den Marketingmassnahmen abhängen.
Monatliche Schwankungen werden aber auch stark vom Datum der
Feiertage und der Schulferien, vom Wetter oder von speziellen
Grossanlässen beeinflusst. Die hier vorgestellten Ergebnisse stammen aus einer Erhebung bei
einer Stichprobe von 500 Hotelbetrieben. Die Erhebung wurde im
Januar 2004 vom BFS neu eingeführt und soll nach der Aufhebung der
Beherbergungsstatistik Ende 2003 makroökonomische Basisinformationen
über die Entwicklung des Hotelsektors liefern. Das BFS hatte den
Entscheid zur Aufhebung im Mai 2003 aufgrund von Budgetrestriktionen
fällen müssen. Die jetzige Erhebung ist mit einem gewissen
Fehlerpotenzial behaftet, da sie lediglich auf einer Stichprobe
beruht. Sie gibt keine Auskunft über das Herkunftsland der Gäste und
lässt keine Regionalisierung der Ergebnisse zu. Sie stellt lediglich
eine Übergangslösung dar, denn die Tourismusverantwortlichen (der
Kantone, der Regionen, des Bundes und privater Kreise) haben sich
mobilisiert und die Wiedereinführung der Beherbergungsstatistik auf
der Basis einer finanziellen Partnerschaft erreicht. Ein unter der
Schirmherrschaft des Schweizer Tourismus-Verbandes ausgearbeitetes
Abkommen sieht vor, die ganze Hotelstatistik und einen Teil der
Parahotelleriestatistik bereits ab Januar 2005 wieder einzuführen. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft:
Thomas Welte, BFS, Sektion Monetäre Unternehmensstatistik, Tel.: 032
713 67 14 Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
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