Medienmitteilung
BFS: Landesindex der Konsumentenpreise im Juli 2004
2004-08-03T07:45:00
(ots) - Landesindex der Konsumentenpreise im Juli 2004 Rückgang des Preisniveaus infolge des Ausverkaufs Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Landesindex der
Konsumentenpreise verzeichnete im Juli 2004 einen Rückgang um 1,0
Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 102,9
Punkten (Mai 2000 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0,9
Prozent, verglichen mit Jahresteuerungsraten von 1,1 Prozent im Juni
2004 und von 0,3 Prozent im Juli 2003. Starker Einfluss der
Ausverkaufspreise für Sommerbekleidung Der Rückgang des
Landesindexes um 1,0 Prozent im Juli 2004 ist hauptsächlich auf die
tiefere Indexziffer für Bekleidung und Schuhe (-14,7%) infolge des
Ausverkaufs für Sommerbekleidung zurückzuführen. Unter dem Stand der
Vorerhebung lagen auch die Indexziffern für Nachrichtenübermittlung
(-2,6%), für Verkehr (- 1,5%), für Nahrungsmittel und alkoholfreie
Getränke (-0,9%) und für Restaurants und Hotels (-0,3%). Angestiegen
ist hingegen der Index für Gesundheitspflege (+0,1%), während jener
für Wohnen und Energie stabil blieb. In den übrigen fünf
Bedarfsgruppen fanden im Berichtsmonat keine Preiserhebungen statt.
Tiefere Preise für Importgüter Wie das Bundesamt für Statistik
weiter mitteilt, ermässigte sich im Vergleich zum Vormonat das
Preisniveau bei den Inlandgütern um 0,3 Prozent und bei den
Importgütern, insbesondere infolge der rückläufigen Preise für
Bekleidung und Treibstoffe, um 3,2 Prozent. Innert Jahresfrist
verzeichneten die Inlandgüter eine durchschnittliche Preissteigerung
um 0,8 Prozent, die Importprodukte eine solche um 0,9 Prozent. Details der Preisentwicklung im Juli 2004 Der Index für Bekleidung
und Schuhe sank wie erwähnt wegen Ausverkaufspreisen für
Sommerbekleidung und Schuhe um 14,7 Prozent. Die Abnahme der
Indexziffer der Gruppe Nachrichtenübermittlung ist auf die
Sommeraktion eines Anbieters (kostenlose Abendgespräche zwischen 20
24 Uhr) zurückzuführen. Der Rückgang des Indexes für Verkehr ist
hauptsächlich die Folge von tieferen Preisen für
Occasions-Automobile und Benzin. Die Benzinpreise ermässigten sich
gegenüber dem Vormonat um 4,6 Prozent (Stichtag 1. Juli). Sie lagen
damit immer noch 9,5 Prozent höher als vor Jahresfrist. Teurer
wurden hingegen die Tarife für Linienflüge. Für das sinkende
Preisniveau im Bereich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke
waren saisonale Preisreduktionen für Gemüse und Früchte
ausschlaggebend. Ins Gewicht fielen aber auch tiefere Preise für
Kalbfleisch und Bohnenkaffee. Teurer wurden hingegen vor allem
Rindfleisch und Bananen. Die Abnahme des Gruppenindexes für
Restaurants und Hotels ist das Ergebnis von gesunkenen Preisen für
Hotelübernachtungen in den Bergkurorten. Leichte Preiserhöhungen
wurden dagegen für in Gaststätten konsumierte Mahlzeiten und
Getränke festgestellt. Tarifanpassungen bei den Spitaltaxen in
verschiedenen Kantonen und leichte Preiserhöhungen für
SpitexLeistungen bewirkten einen Anstieg der Indexziffer für
Gesundheitspflege. Im Bereich Wohnen und Energie verbilligten sich
die Heizölpreise um 0,5 Prozent (Stichtag 1. Juli) gegenüber Juni
2004. Sie lagen aber immer noch um 18,2 Prozent über dem Stand des
Vorjahres. Ärztliche Leistungen im Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) Im
LIK-Warenkorb sind auch die ärztlichen Leistungen enthalten. Bis
Dezember 2003 wurde die Tarifentwicklung der bedeutendsten
kantonalen Tarifpositionen im Zeitablauf erfasst. Mit der Einführung
der neuen medizinischen Tarifverträge (Tarmed) in der
Krankenversicherung per 2004 hat sich die Tarifstruktur stark
verändert, wodurch ein direkter Vergleich der einzelnen
Tarifpositionen mit der Vorperiode nicht mehr möglich ist (z.B.
beinhaltete die vormalige kantonale Tarifposition Konsultation
mehrere Elemente gemäss der heutigen nationalen Tarmed-Struktur).
Das BFS sucht zurzeit in Zusammenarbeit mit Branchenfachleuten nach
einer geeigneten Erhebungsmethode, welche dem Wechsel der
Tarifsysteme Rechnung trägt. Die Tarifentwicklung soll künftig
gemäss Tarmed im LIK erfasst werden. Bis zur Einführung der neuen
Lösung werden keine Erhebungen durchgeführt. Neben den ärztlichen
Leistungen erfasst der Landesindex im Gesundheitsbereich die
Preisentwicklung für Medikamente, Brillen, Kontaktlinsen,
medizinische Apparate (Hörgeräte, Krücken, Blutdruckmesser, usw.),
Zahnarzt- und Spitalleistungen, Physiotherapie, Laboruntersuchungen
und Spitex. Verkettung mit früheren Indexreihen Die früheren, rechnerisch mit
der aktuellen Indexziffer verknüpften Reihen ergeben für den Juli
2004 Indizes von 109,2 Punkten auf der Basis Mai 1993=100, von 151,2
Punkten auf der Basis Dezember 1982=100, von 188,5 Punkten auf der
Basis September 1977=100 und von 317,8 Punkten auf der Basis
September 1966=100. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
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