Medienmitteilung
BFS: Hotellogiernächte im ersten Quartal 2004
Nachfrage der ausländischen Gäste stabil
2004-06-14T09:15:00
(ots) - Hotellogiernächte im ersten Quartal 2004 Nachfrage der ausländischen Gäste stabil Die ausländischen Gäste haben im ersten Quartal 2004 0,1% weniger
Logiernächte in den Schweizer Hotelbetrieben gebucht als vor
Jahresfrist. Dieser geringe Rückgang hat sich aus der neuen
Stichprobenerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) zum Thema
ergeben. Diese neue Erhebung ersetzt die Beherbergungsstatistik, die
Ende 2003 aus Budgetgründen aufgehoben werden musste. In den ersten
drei Monaten der Jahres stechen zwei Entwicklungen hervor:
Einerseits ist die Kundschaft aus dem Inland stärker zurückgegangen
als jene aus dem Ausland, und andererseits ist die Entwicklung im
Zeitverlauf nicht homogen verlaufen. Während die Monate Januar
(insgesamt -4,1% verglichen mit Januar 2003) und März (-4,6%) von
deutlichen Verlusten gekennzeichnet waren, fiel der Monat Februar
äusserst erfreulich aus (+3,1%). Während der gesamten
Beobachtungsperiode verlief die Logiernächteentwicklung der
ausländischen Gäste (-0,1%) positiver als jene der Kundschaft aus
dem Inland (-3,9%). Die Ergebnisse dieses ersten Quartals lassen
sich jedoch nur schwer genauer analysieren. Zum einen beeinflussten
Ostern und die Fasnacht die Verteilung der Schulferien auf die
Monate Februar, März und April. Andererseits zählte der Monat
Februar dieses Jahr 29 Tage. Schliesslich könnte die eher
enttäuschende Nachfrage aus dem Inland durch die Wettervorhersagen
für die Wochenenden beeinflusst worden sein. All diese Faktoren
waren für die Ergebnisse bestimmend. So oder so ist aber die
Stabilisierung der Anzahl ausländischer Besucherinnen und Besucher
als bedeutend einzustufen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob
diese günstige Entwicklung Ausdruck einer Trendumkehr aufgrund der
verbesserten weltweiten Konjunkturlage ist oder nicht. Die hier vorgestellten Ergebnisse stammen aus einer Erhebung bei
einer Stichprobe von 500 Hotelbetrieben. Die Erhebung wurde im
Januar 2004 vom BFS neu eingeführt und soll nach der Aufhebung der
Beherbergungsstatistik Ende 2003 makroökonomische Basisinformationen
über die Entwicklung des Hotelsektors liefern. Das BFS hatte den
Entscheid zur Aufhebung im Mai 2003 aufgrund von Budgetrestriktionen
fällen müssen. Die jetzige Erhebung ist mit einem gewissen
Fehlerpotenzial behaftet, da sie lediglich auf einer Stichprobe
beruht. Sie gibt keine Auskunft über das Herkunftsland der Gäste und
lässt keine Regionalisierung der Ergebnisse zu. Sie stellt lediglich
eine Übergangslösung dar, denn die Tourismusverantwortlichen (der
Kantone, der Regionen, des Bundes und privater Kreise) haben sich
mobilisiert und die Wiedereinführung der Beherbergungsstatistik auf
der Basis einer finanziellen Partnerschaft erreicht. Ein unter der
Schirmherrschaft des Schweizer Tourismus-Verbandes ausgearbeitetes
Abkommen ist im Grundsatz bereits akzeptiert worden und muss noch
von allen Partnern unterschrieben werden. Danach werden die
Hotelstatistik und ein Teil der Parahotelleriestatistik bereits ab
Januar 2005 wieder eingeführt. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft:
Pierre Caille, BFS, Sektion Monetäre Unternehmensstatistik, Tel.:
032 713 68 42 Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen : Tel.: 032 713 60 60, fax: 032 713 60 61,
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