Medienmitteilung
BFS: Beschäftigungsbarometer im 1. Quartal 2004
2004-05-27T09:15:00
(ots) - Beschäftigungsbarometer im 1. Quartal 2004 Beschäftigungsbarometer zeigt nach oben Zum ersten Mal seit 6 Quartalen zeigen beide dem vierteljährlichen
Beschäftigungsbarometer des Bundesamtes für Statistik (BFS) zugrunde
liegenden Statistiken eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt an. Die
Anzahl der Beschäftigten nahm um 0,2% zu, jene der Erwerbstätigen um
0,4%. Der Index der offenen Stellen lässt einen positiven Trend
erwarten. Auch die Resultate der zwei neuen qualitativen Fragen
weisen für das nächste Quartal auf eine positive
Beschäftigungsentwicklung hin und belegen, dass fast die Hälfte
aller Betriebe Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von hoch
qualifiziertem Personal haben. Am Ende des 1. Quartals 2004 waren
gemäss den Zahlen der Erwerbstätigenstatistik (ETS, proviso-rische
Werte) 4,177 Mio. Personen erwerbstätig. Das entspricht einer
Zunahme um 0,4% innert Jahresfrist. Der Anstieg betrifft die
schweizerischen (+0,4%) und die ausländischen (+0,5%) Erwerbstätigen
gleichermassen. Die Beschäftigungsstatistik (BESTA) weist gesamthaft
erstmals seit Herbst 2002 wieder eine Zunahme der Beschäftigten aus.
Im 2. Sektor nahm die Beschäftigung im Vorjahresvergleich noch immer
ab (-1,4%), während im 3. Sektor zum zweiten Mal in Folge eine
Zunahme registriert wurde (+0,8%). Die in die nahe Zukunft
gerichteten Indikatoren der BESTA weisen auf eine weitere
Verbesserung der Beschäftigungssituation hin. Der Index der offenen
Stellen notiert bei 110,3 Punkten (+7,1% im Vorjahres- vergleich),
und der neue Indikator der Beschäftigungs-aussichten zeigt mit 1,01
Punkten geringfügig in Richtung Erhöhung des Personalbestandes.
Unterschiedliche Entwicklung der Anzahl Erwerbstätiger nach
Geschlecht Laut den Ergebnissen der Erwerbstätigenstatistik (ETS,
provisorische Werte), zählte die Schweiz Ende des 1. Quartals 2004
insgesamt 4,177 Mio. Erwerbstätige. Der Zuwachs um 0,4% im Vergleich
zum 1. Quartal 2003 bestätigt die positive Entwicklung, die erstmals
Ende des letzten Jahres - nach drei stagnierenden oder rückläufigen
Quartalen - beobachtet werden konnte. Während die Anzahl
erwerbstätiger Frauen innert Jahresfrist um 1,7% auf 1,881 Mio.
anstieg, ging jene der erwerbstätigen Männer um 0,6% auf 2,296 Mio.
zurück. Im Vorjahresvergleich hat die Anzahl Erwerbstätiger
schweizerischer und ausländischer Nationalität im gleichen Ausmass
zugenommen (Schweizer: +0,4% auf 3,135 Mio.; Ausländer: +0,5% auf
1,042 Mio.). Noch wächst erst der 3. Sektor Im 1. Quartal 2004 waren
gemäss Beschäftigungsstatistik (BESTA) im sekundären und tertiären
Sektor 3,625 Mio. Stellen besetzt. Das sind rund 7100 Stellen
(+0,2%) mehr als ein Jahr zuvor. Die positive
Beschäftigungsentwicklung resultiert aus einer Zunahme um 0,8%
(+21'200 Stellen) im 3. Sektor. Der 2. Sektor weist noch immer einen
- jedoch verlangsamten - Beschäftigungsrückgang aus (-1,4%; - 14'100
Stellen). Umgerechnet in Vollzeitäquivalente zeigt sich weiterhin
eine negative Vorjahresveränderung (-0,5%; -14'700), denn der Trend
zur Schaffung von Teilzeitstellen (+3,7%; +38'900) und zum Abbau von
Vollzeitstellen (-1,2%; -31'800) hielt in beiden Sektoren weiter an.
Beschäftigungsabbau im Maschinenbau und im Kreditgewerbe 18 von 25
Branchen des sekundären Sektors wiesen erneut einen
Beschäftigungsrückgang aus. Am meisten Stellen gingen im
Maschinenbau (-5,8%; -6000) und im Verlags- und Druckgewerbe (-3,1%;
-1600) verloren. Mit jeweils rund 800 zusätzlich Beschäftigten
wurden bei der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (+3,3%)
und in der Herstellung von medizinischen Geräten,
Präzisionsinstrumenten und Uhren (+1,0%) am meisten neue Stellen
geschaffen. Im tertiären Sektor zeigten bereits drei Viertel aller
Branchen einen Stellenzuwachs im Vorjahresvergleich. Den grössten
Beitrag zum Beschäftigungswachstum leisteten das Gesundheits- und
Sozialwesen (+1,7%; +7100), die öffentliche Verwaltung,
Landesverteidigung, Sozialversicherung (+3,7%; +5600) sowie der
Detailhandel (+1,7%; +5500). Die Nachrichtenübermittlung (+1,9%;
+1600), das Versicherungsgewerbe (+1,5%; +800) und die persönlichen
Dienstleistungen (+1,6%; +600) sind Branchen, die nach einer langen
Periode des Personalabbaus erstmals wieder einen kräftigen
Beschäftigungszuwachs verzeichnen konnten. Noch kein Ende der
Negativentwicklung haben dagegen das Kreditgewerbe (-3,6%; -4600)
und die Informatikdienste (-6,7%; -4300) gefunden. Nur noch in der
Nordwestschweiz starker Stellenabbau Ausser in der Nordwestschweiz
entspannte sich die Beschäftigungslage in allen Grossregionen der
Schweiz. An der Spitze lag die Region Mittelland mit einem Zuwachs
von 6200 Stellen (+0,8%), gefolgt von Zürich mit 4300 (+0,6%), der
Ostschweiz mit 3700 (+0,8%) und der Zentralschweiz mit 2000 (+0,6%)
zusätzlichen Stellen. Die Genferseeregion (-0,3%; -1800) und das
Tessin (-0,2%; -300) konnten zumindest den Abwärtstrend
verlangsamen. Der Beschäftigungsrückgang in der Nordwestschweiz
(-1,4%) kam fast ausschliesslich aufgrund von Einbussen im 2. Sektor
zustande, wo 6700 der 7100 in der Region abgebauten Stellen
registriert wurden (2. Sektor: -4,1%, 3. Sektor: -0,1%).
Verbesserung der Arbeitsmarktsituation auch im nächsten Quartal zu
erwarten Die in die nahe Zukunft gerichteten, teilweise neuen
Indikatoren des Beschäftigungsbarometers weisen leicht verhalten auf
eine weitere Verbesserung der Arbeitsmarktsituation hin. Der Index
der offenen Stellen liegt, nachdem er in den vergangenen 2 Quartalen
mit 80 Punkten auf sehr tiefem Niveau notierte, mit 110,3 Punkten
(+7,1% im Vorjahresvergleich) wieder höher. Bezüglich der neuen, die
voraussichtliche Beschäftigungsentwicklung betreffende Frage,
meldeten 83% der Betriebe (gewichtet nach Beschäftigten) eine
Beibehaltung des aktuellen Personalbestandes, während 7,4% eine
Reduktion und 9,5% eine Erhöhung auswiesen. Der auf diesen Angaben
basierende Indikator der Beschäftigungaussichten notiert im 1.
Quartal 2004 bei 1,01 Punkten, was darauf hindeutet, dass für das
folgende Quartal ein leichtes Beschäftigungswachstum zu erwarten
ist. Im Gegensatz zur alten Frage nach dem Mangel an Arbeitskräften
zeigt die neue Frage zu den Schwierigkeiten bei der
Personalrekrutierung ein differenzierteres Bild: nur mit
Schwierigkeiten oder gar nicht gefunden wurde Personal mit
Hochschulabschluss oder äquivalenter Ausbildung von 45,4% der
Betriebe (gewichtet nach Beschäftigten), Personal mit höherer
Berufsbildung von 47,4%, Personal mit Berufslehre von 31,7% und
Personal ohne nachobligatorische Bildung von 12,3% der Betrieben. Neuer Fragebogen ab dem 1. Quartal 2004 Im 1. Quartal 2004 wurde der
BESTA-Fragebogen revidiert. Neu ist eine Frage zur Anzahl
Grenzgänger, und die zwei bisherigen qualitativen Fragen
(Mangel/Genügend/Überfluss an Arbeitskräften und
Beschäftigungsaussichten) wurden durch zwei neue ersetzt, wobei
die eine die Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung nach
Ausbildungsniveau und die andere die Voraussichtliche
Beschäftigungsentwicklung in den Betrieben und Unternehmen
behandelt. Die alten Serien sind somit definitiv unterbrochen. Die
ehemalige Aussichtsbeurteilungziffer wird durch den neuen
Indikator der Beschäftigungsaussichten, der auf einer von 0,50
(Reduktion) über 1,00 (Beibehaltung) bis 1,50 (Erhöhung) reichenden
Skala liegt, ersetzt. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle Auskunft zur BESTA:
Nathalie Portmann, BFS, Sektion Unternehmensstruktur und
Beschäftigung, Tel.: 032 713 67 88 Auskunft zur ETS:
Thierry Murier, BFS, Sektion Arbeit, Erwerbsleben und thematische
Surveys, Tel.: 032 713 63 63 Pressestelle BFS, Tel.:032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46 Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
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