Medienmitteilung
BFS: Öffentliche Bildungsausgaben in der Schweiz 2001
Die Bildungsausgaben steigen, der Stipendienbetrag nimmt ab
2004-03-15T09:15:00
(ots) - Öffentliche Bildungsausgaben in der Schweiz 2001 Die Bildungsausgaben steigen, der Stipendienbetrag nimmt ab Im Jahr
2001 haben Bund, Kantone und Gemeinden 23,3 Milliarden Franken in
die Bildung investiert. In realen Werten sind die Bildungsausgaben
gegenüber dem Vorjahr um 4,7% gewachsen, ein Anstieg zum vierten Mal
in Folge. Sie machen gemessen am Bruttoinlandprodukt 5,5% aus und
erreichen 2001 damit wieder den Wert von 1993. Dies zeigen die
neusten Auswertungen des Bundesamtes für Statistik (BFS). In der
Schweiz finanzieren die Kantone die Hälfte (52%) der öffentlichen
Bildungsausgaben, die Gemeinden einen Drittel (35%) und der Bund den
Rest (13%). Von den Bildungsausgaben fliesst mit 10,4 Milliarden
Franken der grösste Anteil in die obligatorische Schule. Der Berufs-
und Allgemeinbildung auf Sekundarstufe II kommen 5 Milliarden
Franken zu, der Tertiärstufe 5,6 Milliarden. Die Bildung gehört mit
der Sozialen Wohlfahrt zu den wichtigsten Posten im Budget der
öffentlichen Hand. Bund, Kantone und Gemeinden haben im Jahr 2001
18% der Gesamtausgaben für Bildungszwecke aufgewendet. Erstmals seit
Beginn der Budgetrestriktionen im Jahr 1993 sind die öffentlichen
Bildungsausgaben gemessen in Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP)
wieder gestiegen. Sie erreichen 2001 mit 5,5% den Wert von 1993. Mit
der Schulstufe steigen die Ausgaben Für die gesamte obligatorische
Schulzeit betragen die geschätzten Ausgaben für die Ausbildung
110000 Franken pro Schülerin respektive Schüler. Im kantonalen
Vergleich reicht die Skala der Gesamtausgaben für die obligatorische
Schule von 90000 Franken bis zu 150000 Franken. Pro Schülerin
respektive Schüler und Jahr betragen die Bildungsausgaben im
schweizerischen Durchschnitt 11000 Franken auf der Primarstufe und
15000 Franken auf der Sekundarstufe I. Auf der Sekundarstufe II
wählt ein Fünftel der Jugendlichen den Weg zur gymnasialen
Maturität. Die Ausgaben pro Jahr belaufen sich für eine Schülerin
respektive einen Schüler im schweizerischen Durchschnitt auf 19500
Franken. In der Mehrheit der Kantone beträgt der Aufwand für die
drei- bis vierjährige Ausbildung an einem öffentlichen Gymnasium
zwischen 50000 Franken und 70000 Franken pro Schülerin respektive
Schülerin. Entsprechende Berechnungen für die Berufsbildung auf der
Sekundarstufe II und für die Tertiärstufe sind zur Zeit nicht
möglich. Schwindende Stipendien Rund 49800 Studierende haben 2001
im nachobligatorischen Bereich ein Stipendium oder Darlehen von den
Kantonen erhalten. Dies sind 10,6% aller Studierenden. Auf der
Sekundarstufe II kommt 29100 Lernenden (9,5%) ein Stipendium zu,
das durchschnittlich 4300 Franken beträgt. Von den Studierenden auf
der universitären Tertiärstufe werden 12100 oder 13% mit einem
durchschnittlichen Stipendienbetrag von 7400 Franken unterstützt.
An den Fachhochschulen und in der höheren Berufsbildung erhalten
8600 Studierenden (13%) einen Stipendienbetrag von durchschnittlich
7000 Franken. Insgesamt beträgt die ausbezahlte Summe 277 Millionen
Franken für Stipendien und 26 Millionen Franken für Darlehen. Der
Bund subventioniert diese Ausgaben mit 86 Millionen Franken.
Zwischen 1997 und 2001 ist der durchschnittliche Stipendienbetrag
pro Person (reale Werte, Referenzjahr 2001) von 6400 Franken auf
5500 Franken und der Gesamtbetrag um 20 Millionen Franken gesunken. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
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Öffentliche Bildungsausgaben Finanzindikatoren 2001, Neuchâtel:
BFS, 2003 Bestellnummer: 319-0100, Preis: 12.- Fr.
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BFS: http://www.statistik.admin.ch
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