Medienmitteilung
Internationale Fachtagung der ITE in Altdorf: "Alpen-Initiative muss
eine globale Bewegung werden"
2004-02-21T17:07:42
Altdorf (ots) - Wie steht es - zehn Jahre nach Annahme der
Alpen-Initiative - um die Verlage-rung des Schwerverkehrs von der
Strasse auf die Schiene? Diesem Thema widmete sich die 11.
Internationale Tagung der Europäischen Verkehrsinitiative (ITE),
welche am vergangenen Wochenende auf Einladung der Alpen-Initiative
im Urner Hauptort Altdorf über die Bühne ging. Selbst 10 Jahre nach der Annahme der Alpen-Initiative greift die
Verlagerungspolitik in der Schweiz nicht richtig. Und noch schlimmer
sieht es in unseren Nachbarländern aus, wo die Strasse gegenüber der
Schiene nach wie vor stark priorisiert wird. In einem Punkt waren
sich praktisch alle Tagungsteilneh-merinnen und -teilnehmer einig:
Es braucht noch viel Überzeu-gungsarbeit, um einer konsequenten
Verlagerungspolitik in Eu-ropa zum Durchbruch zu verhelfen. Oder wie
es der Trierer Uniprofessor Heiner Monheim - einer der
Tagungsreferenten - auf den Punkt brachte: "Die Alpen-Initiative
muss zu einer glo-balen Bewegung werden." Die zweitägige Fachtagung
im Urner Hauptort durfte verschiedene kompetente Redner aus der
Schweiz und dem benachbarten Ausland begrüssen, so BAV-Direktor Max
Friedli, T&E-Präsidentin Sonja Klingberg, Helmut Moroder,
Vizepräsident der CIPRA International, oder Marie-Line Meaux,
Generalsekretärin der Alpenmission im französi-schen
Verkehrsministerium. Den Abschluss der Tagung bildete ein spannendes
und gutbesuchtes öffentliches Podium zur Ver-kehrsverlagerung mit
UVEK-Generalsekretär Hans Werder, SBB-Chef Benedikt Weibel,
Nationalrat Andrea Hämmerle, BLS-Chargo-Chef Dirk Stahl und ITE-
Copräsidentin Heike Agh-te. Auch hier war der Grundtenor klar: Es
brauch noch enorme Anstrengungen, um der Verlagerungspolitik zum
Durchbruch zu verhelfen. Die von der Alpen-Initiative organisierte
Tagung stiess auf grosses Interesse. "Die Tagung hat gezeigt, dass
die Verlagerung in allen Ländern primär an der fehlenden Kosten-
wahrheit scheitert, aber auchg an einer verfehlten Infrastruktur-
politik der Regierungen", so Alf Arnold, Geschäftsführer der Al-pen-
Initiative. "Viele Regierungen und Bahnunternehmungen bemühen sich
ehrlich um Besserung, werden dabei aber zu oft durch die von der EU
gesetzten engen Rahmenbedingungen behindert", so Arnold weiter.
Tagungschef Toni Aschwanden zeigte sich nach Abschluss des Anlasses
sehr zufrieden: "Wir konnten der Verlagerungsdiskussion neue Impulse
verleihen, Schwachstellen der gegenwärtigen Verkehrspolitik
aufzeigen und das Netzwerk von überzeugten Vertretern einer
nachhalti-gen Mobilität ausweiten. Jetzt hoffe ich, dass die vielen
ange-regten Diskussionen auch Früchte tragen werden und wir unse-rem
Ziel einen Schritt näher kommen." Alpen-Initiative
Alf Arnold: Tel. +41/79 711 57 13
Toni Aschwanden: Tel. +41/78 605 53 93
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002430/100472121
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