Medienmitteilung
Stellungnahme zum Abstimmungsergebnis: Danke für das Nein!
2004-02-08T14:43:27
Altdorf (ots) - Die Alpen-Initiative dankt dem Schweizer Volk
für
sein Nein zum Avanti-Gegenvorschlag. Der einmal mehr bestätigte
Volksauftrag für eine Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs
auf die Schiene ist nun endlich umzusetzen. Die parlamentarische
Initiative Giezendanner ist schnellstens abzuschreiben und das
Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention zu ratifizieren. Für die
Finanzierung des Agglomerationsverkehr sind andere Lösungen zu
beschliessen. Mit seinem Nein zum Avanti-Gegenvorschlag hat das Volk den
Alpenschutzartikel von 1994 bestätigt. Es hat damit bekräftigt, dass
es keinen Ausbau der alpenquerenden Transitstrassen will, dafür aber
eine konsequente Verlagerung des Schwerverkehr auf die Schiene. Der
Souverän hat der Strassenlobby nach Alpen-Initiative, LSVA-Artikel
und -Gesetz sowie FinöV zum fünften Mal eine Abfuhr erteilt. Nun
muss der Bundesrat die Kompetenzen, die ihm das Volk mit dem Ja zur
Alpen-Initiative vor zehn Jahren übertragenen hat, endlich nutzen,
um den Güterverkehr mit einer Alpentransitbörse auf die Schiene zu
verlagern. Als flankierende Massnahmen ist die NEAT konsequent und ohne
Sparmassnahmen weiter zu bauen. Der Bund soll die LKW-Kontrollen
zügig ausbauen und zur Verbesserung der Sicherheit den Gotthard-
Strassentunnel für den Schwerverkehr sperren. Für die Lastwagen ist
als Alternative eine Rola durch den Eisenbahnscheiteltunnel zu
schaffen. Für die schmutzigsten Lastwagen der Abgasklasse EURO-0
fordert die Alpen-Initiative nach österreichischem Vorbild ab sofort
ein Durchfahrtsverbot durch die Schweiz. Die Alpen-Initiative fordert das Parlament auf, dem Volkswillen
Rechnung zu tragen und die parlamentarische Initiative Giezendanner
schnellstmöglich abzuschreiben und das Verkehrsprotokoll der
Alpenkonvention zu ratifizieren. Zur Lösung der Verkehrsprobleme in den Agglomerationen ist sofort
die Verkehrstrennungsverordnung wieder in Kraft zu setzen und
finanziell aufzustocken. Kurzfristig sind die Möglichkeiten von
Artikel 56 des Eisenbahngesetzes und des Leistungsauftrags an die
SBB zu nutzen und daher von Sparmassnahmen zu verschonen.
Mittelfristig sind durch eine Ausweitung der Zweckbindung der
Mineralölsteuer die nötigen Mittel für den öffentlichen und den
Langsamverkehr in den Agglomerationen bereitzustellen. Alpen-Initiative
Für Rückfragen:
- Fabio Pedrina, Präsident, 079 - 249 29 42
- Alf Arnold, Geschäftsführer, 079 - 711 57 13
Permalink:

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