Medienmitteilung
BFS: Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären Sektor im 3. Quartal 2003
2003-12-22T09:15:00
(ots) - Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären
Sektor im 3. Quartal 2003
Schweizer Industrie mit leichtem Anstieg Die Schweizer Industrie zeigt sich im 3. Quartal 2003 in einem
positiven Bild. Nicht nur die Produktion (+0,5%) und der Umsatz
(+0,3%) konnten leicht zulegen, sondern auch die Auftragseingänge
warteten mit einem guten Resultat auf (+1,6%). Die Auftragsbestände
verminderten sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal
um 2,9%, und die Fertigwarenlager wurden von den Unternehmen erneut
um 1,5% abgebaut. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der
quartalsweise durchgeführten Erhebung des Bundesamtes für Statistik
(BFS) über den Geschäftsgang in der Schweizer Industrie. Die Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären
Sektor basieren auf der Allgemeinen Systematik der
Wirtschaftszweige (NOGA) aus dem Jahr 1995, die internationalen
Normen entspricht. Basis der Indizes (Index = 100) ist das
Jahresmittel 1995. Die Berechnung der Indizes erfolgt auf der
Grundlage einer repräsentativen Stichprobe, die Unternehmen mit
mindestens fünf Vollzeitbeschäftigten umfasst. Veröffentlicht werden
sie im Quartalsrhythmus, und zwar jeweils auf einer
Aggregationsstufe, auf der die Aussagekraft der Indizes ausreichend
ist und die gleichzeitig dem Datenschutz angemessen Rechnung trägt.
Die Zeitreihen basieren auf dem Gewichtungsschema von 1993 und
lehnen sich an die alten Reihen an; letztere sind anders aufgebaut,
weniger zahlreich und nur stärker aggregiert vorhanden. Damit
saisonal bedingte Schwankungen weitgehend aus der Datenanalyse
ausgeschlossen werden können, wird die Untersuchung auf der
Grundlage des entsprechenden Vorjahresquartals angestellt. Es ist
allerdings zu berücksichtigen, dass für das erste Jahr (1996) nicht
für alle Branchen entsprechende Werte vorliegen. Geringer Produktionsanstieg Mit einer Zunahme von 0,5% gegenüber
dem entsprechenden Vorjahresquartal konnte sich die Produktion (ohne
Baugewerbe) etwas verbessern. Diese Entwicklung ist hauptsächlich
den Verbrauchsgütern zuzuschreiben. Die höchsten Wachstumsraten
waren im Bereich Kokerei, Mineralölverarbeitung, nukleare
Brennstoffe auszumachen. Ihm folgten die Branchen Herstellung
sonstiger nichtmetallischer Produkte, die chemische Industrie, die
Gewinnung von Steinen und Erden, sowie die Nahrungsmittel-,
Getränke- und Tabakindustrie. Am schlechtesten schnitten der
Maschinenbau, der Fahrzeugbau, die Metallbe- und
verarbeitung, das Papier-, Karton-, Verlags- und
Druckgewerbe sowie die Lederwaren- und Schuhindustrie ab. Stabiler
Umsatz Auch beim Umsatz konnten die Unternehmen positive Zahlen
melden. Der Anstieg ist mit 0,3% jedoch klein ausgefallen. Wiederum
waren vorwiegend die Verbrauchsgüter betroffen. Die grössten
Zunahmen präsentierte der Bereich Kokerei, Mineralölverarbeitung,
nukleare Brennstoffe, die Branche Herstellung sonstiger
nichtmetallischer Produkte, die Gewinnung von Steinen und Erden,
die Nahrungsmittel-, Getränke- und Tabakindustrie, die chemische
Industrie und der Bereich Gummi- und Kunststoffwaren. Mit den
höchsten Einbussen waren der Fahrzeugbau, die Maschinenindustrie,
das Papier-, Karton-, Verlags- und Druckgewerbe, die Metallbe- und
verarbeitung sowie die Textil- und Bekleidungsindustrie
konfrontiert. Anstieg der Auftragseingänge Im Vergleich zum
entsprechenden Vorjahresquartal erfuhren die Auftragseingänge einen
Zuwachs von 1,6% (0,0% mit dem Baugewerbe). Zunahmen sind bei den
Vorleistungsgütern sowie bei den Verbrauchsgütern auszumachen. Die
besten Resultate wurden durch die Branchen Herstellung sonstiger
nichtmetallischer Produkte, die Lederwaren- und Schuhindustrie, die
Gewinnung von Steinen und Erden, die Branche Herstellung von
elektrischen Geräten, Feinmechanik und Optik und die
Nahrungsmittel-, Getränke- und Tabakindustrie bekannt gegeben. Die
grössten Rückgänge mussten der Fahrzeugbau, die Textil- und
Bekleidungsindustrie, das sonstige verarbeitende Gewerbe, das
Baugewerbe sowie die Metallbe- und verarbeitung hinnehmen.
Veringerung der Arbeitsreserven Die Auftragsbestände verkleinerten
sich (-2,9% ohne, -3,6% mit dem Baugewerbe). Der seit dem 4. Quartal
2001 eingesetzte Abbau setzt sich somit fort. Abnehmende Bestände
notierten vorwiegend die Branche Herstellung sonstiger
nichtmetallischer Produkte, die Textil- und Bekleidungsindustrie,
die Maschinenindustrie, die Gewinnung von Steinen und Erden und der
Fahrzeugbau. Einzig in der Be- und Verarbeitung von Holz (ohne
Möbel) und in der Lederwaren- und Schuhindustrie erhöhten sich die
Arbeitsreserven gegenüber dem Vorjahresquartal. Abbau der
Lagerbestände setzt sich fort Die Unternehmen reduzierten ihre
Fertigwarenlager um 1,5%. Damit hält der Trend des Lagerabbaus, der
im 1. Quartal 2002 seinen Anfang nahm, an. Überdurchschnittliche
Verminderungen gab es bei der Be- und Verarbeitung von Holz (ohne
Möbel), beim Fahrzeugbau, bei der Branche Herstellung sonstiger
nichtmetallischer Produkte, bei der Maschinenindustrie und bei der
Metallbe- und verarbeitung. Die grössten Aufstockungen
registrierten die Gewinnung von Steinen und Erden, das Papier-,
Karton-, Verlags- und Druckgewerbe sowie die Textil- und
Bekleidungsindustrie. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Informationsdienst Auskunft: Markus Beckstein, BFS, Sektion Produktion und Umsatz,
Tel.: 032 713 64 34 Luu Nguyen, BFS, Sektion Produktion und Umsatz,
Tel.: 032 713 61 47 Publikationsbestellungen unter: 032 713 60 60,
Fax: 032 713 60 61, E- Mail: order@bfs.admin.ch Neuerscheinung:
Bundesamt für Statistik: Der Geschäftsgang im sekundären Sektor. Die
Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im 3. Quartal
2003, Neuchâtel 2003. Bestellnummer: 039-0303. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch 22.12.03
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