Medienmitteilung
BFS: Schweizer Hotellerie im Sommerhalbjahr 2003
2003-12-09T09:15:00
(ots) - Schweizer Hotellerie im Sommerhalbjahr 2003
Dritter Logiernächterückgang in Folge Die vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführte Vollerhebung bei
den schweizerischen Hotelbetrieben ergab für das Sommerhalbjahr 2003
(Mai bis Oktober) 17,22 Millionen Übernachtungen. Dies bedeutet
einen Rückgang um 3,1% (-546 400 Logiernächte) verglichen mit
letztem Sommer. Die notierten Resultate liegen 5,3% unter dem Mittel
der letzten 10 Jahre und 6,4% unter jenem der letzten 5 Jahre. Die
schweizerischen Hotelbetriebe haben nun zum dritten Mal in Folge
tiefere Logiernächtezahlen verbucht. Ein «Jahrhundertsommer» Die
schweizerischen Hotelbetriebe haben im Sommerhalbjahr 2003 insgesamt
17,22 Millionen Logiernächte erzielt, 3,1% weniger (-546 400
Übernachtungen) als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Die den
ganzen Sommer über anhaltenden aussergewöhnlichen
Witterungsbedingungen haben somit offenbar nicht ausgereicht, um die
Hotelübernachtungen wieder ins Plus zu bringen. Der festgestellte
Rückgang geht hauptsächlich auf das Konto der Gäste aus dem Ausland
(-521 500/-5,3%). Demgegenüber haben die Gäste aus dem Inland
während des Sommerhalbjahrs ihr Nachfrageniveau vom Vorjahr gehalten
(-24 800/-0,3%). Ausländische Kundschaft: Wichtigste Herkunftsländer
im Tief In der Sommersaison haben die Besucherinnen und Besucher aus
Europa 6,69 Millionen Logiernächte in Schweizer Hotelbetrieben
gebucht, jene aus Aussereuropa 2,69 Millionen. Der Einbruch bei der
ausländischen Kundschaft geht hauptsächlich auf das Konto der
aussereuropäischen Gäste. Sie buchten 369 500 Logiernächte weniger
als im Vorjahr (-12%). Die europäische Nachfrage gab um 2,2% nach
(-152 000), dies obwohl ihnen der Frankenkurs in der Berichtsperiode
mehr entgegenkam als im Vorjahr. Die wichtigsten ausländischen
Märkte der Schweizer Hotellerie waren diesen Sommer rückläufig.
Insbesondere die Gäste aus den Vereinigten Staaten (-141 600
Logiernächte/-14%), Deutschland (-126 300/ -4,3%) und Japan (-113
900/-20%) erschienen weniger zahlreich. Die einzigen nennenswerten
Steigerungen sind für Italien (+42 100/+8,8%) und Korea
(+5200/+7,7%) zu vermelden. Insgesamt zeigt die Nachfrage aus den
Ländern Asiens positive Anzeichen, die sich auch im Oktober
bestätigt haben. Tourismuszonen und regionen: Starker
Logiernächteanstieg in Graubünden Die Bergkurorte haben ganz
offensichtlich von den günstigen Witterungsbedingungen profitiert,
denn bei der Gliederung der Ergebnisse nach Tourismuszonen ergibt
sich für sie ein Plus von 2,1% (+108 600) verglichen mit dem Sommer
2002. Die drei übrigen Zonen (Seezonen, grosse Städte und übrige
Zonen) mussten hingegen eine Schrumpfung des Logiernächtevolumens
hinnehmen. Die Steigerung in den Bergkurorten ging hauptsächlich von
den guten Ergebnissen der Hotelbetriebe im Kanton Graubünden aus. In
dieser Tourismusregion legten die Logiernächte gegenüber der
entsprechenden Vorjahresperiode um 5% zu (+113 800). Steigerungen
verbuchte auch die Region Basel-Stadt/Basel-Land (+14 800/+3,4%),
und das Wallis (+6800/+0,4%) sowie die Ostschweiz (+1700/+0,2%)
egalisierten ihre Resultate vom Vorjahr. Die übrigen acht
Tourismusregionen schrieben tiefere Zahlen. Einen deutlichen
Rückgang erlebten die Regionen, die im Sommer 2002 noch von der
Landesausstellung profitiert hatten. Die Region
Freiburg-Neuenburg-Jura zum Beispiel hatte ein Minus von 28% (-144
700 Logiernächte) zu verkraften. Belegung und Aufenthaltsdauer In
der Berichtsperiode verschlechterte sich die Auslastung der zur
Verfügung stehenden Betten im landesweiten und saisonalen
Durchschnitt von 42,3% auf 40,9%, während der entsprechende Wert bei
den zur Verfügung stehenden Zimmern von 50% auf 48,2% sank. Die
durchschnittliche Verweildauer blieb unverändert bei 2,3 Tagen. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Informationsdienst Auskunft:
Thomas Welte oder Aline Bassin, Sektion Tourismus
Tel.: 031 323 67 14 oder 031 323 65 00 Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS:
http://www.statistik.admin.ch Neuerscheinung: Der detaillierte
Bericht Hotel- und Kurbetriebe in der Schweiz; Angebot und
Nachfrage im Sommerhalbjahr 2003 erscheint im Januar 2004. 9.12.03
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100470022
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