Medienmitteilung
BFS: Schweizer Hotellerie im Sommerhalbjahr 2003
2003-10-17T09:15:00
(ots) - Schweizer Hotellerie im Sommerhalbjahr 2003
Dritter Logiernächterückgang in Folge Die vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführte Vollerhebung bei
den schweizerischen Hotelbetrieben ergab für das Sommerquartal 2003
(Juni bis August) 9,9 Millionen Übernachtungen. Dies sind 337 700
Einheiten bzw. 3,3% weniger als vor Jahresfrist. Dieses Ergebnis
liegt 5,4% unter dem Mittel der letzten zehn Jahre und 6,3% unter
jenem der letzten fünf Jahre. Die Schweizer Hotellerie hat damit zum
dritten aufeinander folgenden Mal im Sommerquartal eine
Nachfrageabschwächung verzeichnet. Logiernächterückgang trotz
«Jahrhundertsommer» Trotz ausgezeichneten Witterungsbedingungen in
den Monaten Juni bis August ist die Nachfrage in den schweizerischen
Hotelbetrieben nicht auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Im
Gegenteil: Die insgesamt 9,9 Millionen im Sommerquartal erzielten
Logiernächte bedeuten eine Abschwächung um 3,3% (-337 700
Übernachtungen) gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. Was
seit längerem zu beobachten ist, gilt auch für die Frequenzeinbusse
im diesjährigen Sommerquartal: Sie geht hauptsächlich auf das Konto
der Gäste aus dem Ausland, die 5,64 Millionen Logiernächte buchten.
Dies sind 5,4% (-320 400 Logiernächte) weniger als 2002.
Demgegenüber hat sich die inländische Nachfrage mit einem Total von
4,27 Millionen Logiernächten auf dem Vorjahresstand gehalten (-17
300/-0,4%). Wichtigste ausländische Märkte nach wie vor rückläufig
Die Frequenzabschwächung der ausländischen Kundschaft ist bei den
Gästen aus Übersee besonders ausgeprägt (-233 900/-12,7%). Aber auch
die Besucherinnen und Besucher aus Europa erschienen im
Sommerquartal 2003 weniger zahlreich als im Vorjahr (-86 500/-2,1%).
Praktisch alle ausländischen Märkte der Schweizer Hotellerie sind
rückläufig, ausgenommen Italien (+38 600/+12,3%) und Indien
(+6500/+8%). Besonders starke Einbussen wurden für folgende Länder
registriert: Japan (-95 100/-24,5%), Vereinigte Staaten (-67
600/-11,4%), Deutschland (-66 100/-3,9%), Vereinigtes Königreich
(-41 200/-6,7%) und Golfstaaten (-37 300/- 19%). Leichte
Verbesserung im August Die Nachfrageabschwächung hielt während allen
drei Monaten im Berichtsquartal an. Eine Verbesserung ergab sich im
August 2003, als das Logiernächtevolumen verglichen mit dem August
2002 lediglich um 1,3% (-48 100) schrumpfte. Die Monate Juni und
Juli brachten hingegen im Vorjahresvergleich grössere Verluste mit
sich (Juni: - 137 100/-4,8%; Juli: -152 500/-4,2%).
Frequenzsteigerung in Graubünden Die Detailergebnisse nach
touristischen Zonen und Regionen fallen unterschiedlich aus. Die
Hotels in den Bergkurorten schlossen das Sommerquartal 2003 mit
einem Logiernächteplus (+95 100/+2,7%) gegenüber dem Vorjahr ab. Die
drei übrigen Tourismuszonen (Städte, Seezonen, übrige Zonen)
verzeichneten hingegen tiefere Werte. Die Nachfragesteigerung in den
Bergkurorten ist hauptsächlich auf die Region Graubünden
zurückzuführen, die 95 500 Logiernächte mehr (+6,3%) verbuchte als
2002. Drei Tourismusregionen konnten das Logiernächtevolumen des
Vorjahres halten oder steigern, während die verbleibenden acht
Regionen Einbussen zu gewärtigen hatten. Besonders starke Rückgänge
verzeichneten die Regionen Mittelland (-101 000/-16,6%),
Freiburg-Neuenburg-Jura (-77 400/-27,5%) und Waadt (-70 800/-8,5%).
Diese drei Regionen hatten im Vorjahr von der Landesausstellung
profitiert. Aufenthaltsdauer und Auslastung Auch die Auslastung der
verfügbaren Betten und Zimmer ist in den drei Berichtsmonaten
gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode zurückgegangen. Bei
den Betten verringerte sie sich von 46,2% auf 44,5%, bei den Zimmern
von 52,8% auf 50,5%. Die mittlere Aufenthaltsdauer in einem Hotel
verlängerte sich hingegen von 2,3 auf 2,4 Logiernächte. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Informationsdienst Auskunft:
Thomas Welte oder Aline Bassin, Sektion Tourismus
Tel.: 031/323 67 14 oder 323 65 00 Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch 17.10.03
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100467910
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