Medienmitteilung
BFS: Leerwohnungszählung vom 1. Juni 2003
Andauernde Knappheit auf dem Wohnungsmarkt
2003-09-29T09:15:00
(ots) - Leerwohnungszählung vom 1. Juni 2003 Andauernde Knappheit auf dem Wohnungsmarkt Am 1. Juni 2003 wurden in der Schweiz 31'300 leer stehende Wohnungen
gezählt, 4400 Einheiten weniger als im Vorjahr. Somit ging die
Leerwohnungsziffer gemessen am ungefähren Gesamtwohnungsbestand per
Ende 2002 innert Jahresfrist von 1,04% auf 0,91% zurück. Soweit die
wichtigsten Ergebnisse der Leerwohnungszählung des Bundesamtes für
Statistik (BFS). Zum fünften aufeinander folgenden Mal Verkleinerung
des Leerwohnungsbestandes Die Anzahl leer stehender Wohnungen sinkt
unaufhörlich, und der Abwärtstrend hat sich in den letzten Jahren
deutlich verstärkt. Am 1. Juni 2003 standen in der Schweiz 31'300
Wohnungen leer, was einem erneuten Abbau gegenüber dem Vorjahr
entspricht (-4400 Einheiten/- 12%). In diesen Zahlen ist der Kanton
Tessin nicht enthalten. Er verbuchte 2003 gegenüber 2002 einen
starken Einbruch. Dieser entspricht jedoch nicht der Realität,
sondern ist aufgrund einer Änderung in der Erhebungsmethode
entstanden. Im Jahr 2003 wurden im Tessin jene Erhebungsmodalitäten
wieder eingeführt, die bis Ende 2000 gegolten hatten und danach
wegen Ablaufens des entsprechenden kantonalen Dekrets aufgegeben
worden waren. Die Wiedereinführung ergab, dass die Daten 2001 und
2002 offensichtlich überhöht und somit unzuverlässig waren. Gemessen
am ungefähren Gesamtwohnungsbestand per Ende 2002 ging die
Leerwohnungsziffer innert Jahresfrist wiederum zurück (auf 0,91%).
Seit 1993 ist sie somit zum ersten Mal unter die kritische Grenze
von 1% gesunken. Der jüngste Rückgang erklärt sich nachfrageseitig
durch die Bevölkerungsentwicklung und angebotsseitig durch die
Drosselung der Wohnungsproduktion. Die Leerwohnungsziffer ist in den
Kantonen Glarus (2,71%), Appenzell- Ausserrhoden (2,03%) und Thurgau
(2%) am höchsten. Am unteren Ende der Rangliste finden sich die
Kantone Genf (0,17%), Zug (0,30%) und Zürich (0,35%). Als leer stehende Wohnungen im Sinne dieser Zählung gelten alle
möblierten oder unmöblierten, bewohnbaren und am Stichtag (1. Juni)
unbesetzten Wohnungen, die zur dauernden Miete oder zum Kauf
angeboten werden. Den Wohnungen gleich gestellt sind leer stehende,
zur Vermietung oder zum Verkauf bestimmte Einfamilienhäuser.
Mitgezählt werden auch jene leer stehenden Wohnungen, die auf einen
späteren Zeitpunkt bereits vermietet oder verkauft sind. Ferien-
oder Zweitwohnungen und häuser zählen als leer stehende Wohnungen,
sofern sie das ganze Jahr bewohnbar und zur Dauermiete (mindestens
drei Monate) oder zum Verkauf ausgeschrieben sind. Die vorliegende
Statistik erfasst nur jene leeren Wohnungen, die auf dem Markt
angeboten werden. Deshalb sollte ein Vergleich mit der
Wohnungszählung die alle zehn Jahre im Rahmen der Volkszählung
stattfindet grundsätzlich unterlassen werden. Die Wohnungszählung
erhebt alle nicht bewohnten Wohnungen. Eine starke Schrumpfung des Leerwohnungsbestandes meldeten die
Kantone Waadt (Abbau um einen Viertel), Aargau und Thurgau.
Demgegenüber verzeichneten die Halbkantone Basel-Stadt, Appenzell-
Ausserrhoden und Basel-Landschaft leichte Steigerungen. In
Absolutwerten fanden sich in den Kantonen Bern (insgesamt über 5100
Einheiten), St. Gallen und Aargau am meisten leer stehende
Wohnungen. Eine deutliche Verringerung um 4% ist bei den leer
stehenden Wohnungen in Neubauten festzustellen. Demgegenüber erhöhte
sich die Anzahl leer stehender Wohnungen in Einfamilienhäusern um
2%. Rückgang bei den Mietwohnungen und bei den zum Verkauf
ausgeschriebenen Wohnungen Die Zahl der zur Miete ausgeschriebenen
leer stehenden Wohnungen ging weiter zurück (-14%/-3995 Einheiten),
und auch jene der zum Verkauf ausgeschriebenen leer stehenden
Wohnungen gab nach (-5%/ -420 Einheiten). Fast alle
Wohnungskategorien verzeichneten weniger leer stehende Wohnungen.
Gemessen an den Ergebnissen vom 1. Juni 2002 lag die Zahl der leer
stehenden Wohnungen mit einem und mit zwei Zimmern am diesjährigen
Stichtag um 980 bzw. 1090 Einheiten tiefer (-21% und - 18%). Daneben
gab es eine Reduktion von 13% bei den Dreizimmerwohnungen, von 12%
bei den Vierzimmerwohnungen und von lediglich 1% bei den Wohnungen
mit 6 und mehr Zimmern. Einzig die Kategorie der leer stehenden
Fünfzimmerwohnungen verbuchte ein Plus von 4%. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Informationsdienst Auskunft:
Kamel Chaouach, BFS, Abteilung Volkswirtschaft und Preise, Tel. 032
713 62 56 Publikationsbestellungen Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
Mail: order@bfs.admin.ch Neuerscheinung: BFS, Der Leerwohnungsbestand in der Schweiz,
Stichtag 1. Juni 2003, Neuchâtel 2003, Bestellnummer: 072-0300,
Preis: 7 Franken, anfangs Dezember erhältlich. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100467313
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