Medienmitteilung
BFS: Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären Sektor im 2. Quartal 2003
2003-09-23T09:15:00
(ots) - Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären
Sektor im 2. Quartal 2003
Indikatoren der Schweizer Industrie im Minus Der Geschäftsgang der Schweizer Industrie ist im 2. Quartal 2003
negativ ausgefallen. Im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahresquartal nahm die Produktion um 2,8% ab, und auch der Umsatz
ging deutlich zurück (-4,4%). Sowohl die Auftragseingänge (-4,9%)
als auch die Auftragsbestände (-3,6%) verminderten sich. Die
Fertigwarenlager wurden von den Unternehmen um 0,8% reduziert. Dies
sind die wichtigsten Ergebnisse der quartalsweise durchgeführten
Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) über den Geschäftsgang
in der Schweizer Industrie. Die Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären
Sektor basieren auf der Allgemeinen Systematik der
Wirtschaftszweige (NOGA) aus dem Jahr 1995, die internationalen
Normen entspricht. Basis der Indizes (Index = 100) ist das
Jahresmittel 1995. Die Berechnung der Indizes erfolgt auf der
Grundlage einer repräsentativen Stichprobe, die Unternehmen mit
mindestens fünf Vollzeitbeschäftigten umfasst. Veröffentlicht werden
sie im Quartalsrhythmus, und zwar jeweils auf einer
Aggregationsstufe, auf der die Aussagekraft der Indizes ausreichend
ist und die gleichzeitig dem Datenschutz angemessen Rechnung trägt.
Die Zeitreihen basieren auf dem Gewichtungsschema von 1993 und
lehnen sich an die alten Reihen an; letztere sind anders aufgebaut,
weniger zahlreich und nur stärker aggregiert vorhanden. Damit
saisonal bedingte Schwankungen weitgehend aus der Datenanalyse
ausgeschlossen werden können, wird die Untersuchung auf der
Grundlage des entsprechenden Vorjahresquartals angestellt. Es ist
allerdings zu berücksichtigen, dass für das erste Jahr (1996) nicht
für alle Branchen entsprechende Werte vorliegen. Weniger Industrieproduktion Die Produktion (ohne Baugewerbe) ist im
2. Quartal 2003 gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,8%
zurückgegangen. Damit gibt es im Berichtsquartal noch keine
Anzeichen der Konjunkturerholung. Die negative Entwicklung wurde
überwiegend durch die Gebrauchsgüter hervorgerufen. Die höchsten
Einbussen notierte die Branche Kokerei, Mineralölverarbeitung,
nukleare Brennstoffe. Ihr folgten der Fahrzeugbau, das sonstige
verarbeitende Gewerbe, die Maschinenindustrie und das Papier-,
Karton-, Verlags- und Druckgewerbe. Die besten Ergebnisse erzielten
die Branche Herstellung sonstiger nichtmetallischer Produkte, die
Be- und Verarbeitung von Holz (ohne Möbel), sowie der Bereich
Gummi- und Kunststoffwaren. Fallende Umsatzzahlen Die Abnahme beim
Umsatz (ohne Baugewerbe) ist mit -4,4% ausgeprägter ausgefallen als
in den vorangegangenen Quartalen. Auch hier wurde der Rückgang
vorwiegend durch die Gebrauchsgüter verursacht. Unternehmen mit den
geringsten Umsätzen waren im Bereich Kokerei,
Mineralölverarbeitung, nukleare Brennstoffe, beim Fahrzeugbau, beim
sonstigen verarbeitenden Gewerbe, bei der Branche Herstellung von
elektrischen Geräten, Feinmechanik und Optik und in der
Maschinenindustrie auszumachen. Nur die Branche Herstellung
sonstiger nichtmetallischer Produkte, die Be- und Verarbeitung von
Holz (ohne Möbel) und der Bereich Gummi- und Kunststoffwaren
konnten mit positiven Werten aufwarten. Verminderung der
Auftragseingänge Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal
gingen die Auftragseingänge erneut zurück (-4,9% ohne, -6,7% mit dem
Baugewerbe). Entscheidend für diese Entwicklung waren sowohl die
Gebrauchsgüter, als auch die Investitionsgüter. Starke Einbrüche
meldeten der Fahrzeugbau und die Lederwaren- und Schuhindustrie. Mit
Einbussen von über zehn Prozentpunkten geraten auch das Baugewerbe,
das sonstige verarbeitende Gewerbe und die Maschinenindustrie
unter Druck. Positive Auftragseingänge verzeichneten nur die Be- und
Verarbeitung von Holz (ohne Möbel), die Branche Herstellung
sonstiger nichtmetallischer Produkte und der Bereich Gummi- und
Kunststoffwaren. Arbeitsreserven weiterhin rückläufig Die
Auftragsbestände der Unternehmen haben sich erneut zurückgebildet
(-3,6% ohne, -4,1% mit dem Baugewerbe). Der im 4. Quartal 2001
eingesetzte Abbau setzt sich somit fort. Mit Minusraten von mehr als
zehn Prozentpunkten waren die Branche Herstellung sonstiger
nichtmetallischer Produkte, die Lederwaren- und Schuhindustrie und
die Maschinenindustrie konfrontiert. Einzig die Be- und Verarbeitung
von Holz (ohne Möbel), der Bereich Gummi- und Kunststoffwaren und
das sonstige verarbeitende Gewerbe registrierten Zunahmen.
Anhaltender Abbau der Lagerbestände Die Fertigwarenlager
verkleinerten sich zum sechsten Mal in Folge. Gegenüber dem
entsprechenden Vorjahresquartal ist die Abnahme mit - 0,8% jedoch
gering ausgefallen. Die höchsten Reduktionen nahmen die
Maschinenindustrie , die Branche Herstellung von elektrischen
Geräten, Feinmechanik und Optik, das Papier-, Karton-, Verlags- und
Druckgewerbe, die Metallbe- und -verarbeitung, sowie das sonstige
verarbeitende Gewerbe vor. Die Gewinnung von Steinen und Erden, die
Nahrungsmittel-, die Lederwaren- und Schuhindustrie, die Getränke-
und Tabakindustrie und die Be- und Verarbeitung von Holz (ohne
Möbel) konnten ihre Lager aufstocken. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Informationsdienst Auskunft:
Markus Beckstein, BFS, Sektion Produktion und Umsatz, Tel.: 032 713
64 34
Luu Nguyen, BFS, Sektion Produktion und Umsatz, Tel.: 032 713 61 47
Publikationsbestellungen, Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
Mail: order@bfs.admin.ch Neuerscheinung: Bundesamt für Statistik: Der Geschäftsgang im
sekundären Sektor. Die Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und
Lagerindizes im 2. Quartal 2003, Neuchâtel 2003. Bestellnummer:
039-0302. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch 23.9.03
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100467068
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