Medienmitteilung
BFS: BFS: Volkszählung 2000
2003-09-11T09:15:00
(ots) - Volkszählung 2000
Markanter Anstieg des privaten Wohneigentums Im Jahr 2000 wurden in der Schweiz erstmals über eine Million
Erstwohnungen im Eigentum gezählt. Die Wohneigentumsquote hat sich
damit seit 1990 von 31,3 Prozent auf 34,6 Prozent erhöht. Dies ist
eines der auffallendsten Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung
2000. Insgesamt sind im Jahr 2000 3,03 Mio. Erstwohnungen gezählt
worden. Gegenüber 1990 hat die Zahl der Erstwoh-nungen um 8 Prozent
zugenommen, während die Wohnbevölkerung einen Zuwachs von 6 Prozent
aufweist. Die Wohnungsbelegung sinkt damit weiterhin. Geringe
Zunahme der Mieterwohnungen Rückgang der Mieter In der Schweiz
herrschen weiterhin Mieter- und Genossenschafterwohnungen vor. Ihre
Zahl stieg zwischen 1990 und 2000 um 4 Prozent von 1,86 Mio. auf
1,93 Mio., während ihr Anteil an allen Erstwohnungen von 66 Prozent
auf 64 Prozent zurückging. Statt 61 Prozent leben nur noch 58
Prozent oder 3,96 Mio. aller Bewohnerinnen und Bewohner in Mieter-
und Genossenschafterwohnungen - dies sind 50'000 weniger als noch
1990. Die Kantone Basel-Stadt (87%), Genf (83%) und Zürich (74%)
haben weiterhin die höchsten Mieteranteile. Ein Fünftel mehr
Eigentümerwohnungen, Verdoppelung des Stockwerkeigentums Die Zahl
der Eigentümerwohnungen erhöhte sich seit 1990 um 19 Prozent von
878'000 auf 1'047'000. Entsprechend nahm die Zahl der Bewohner in
Eigentümerwohnungen um über 300'000 auf 2,75 Mio. zu. Dieser
markante Anstieg der Eigentümerwohnungen auf über eine Million rührt
vor allem daher, dass die Anzahl Wohnungen im Stockwerkeigentum
zugenommen hat. Deren Zahl ist zwischen 1990 und 2000 von 122'000
auf 238'000 angestiegen und hat sich somit nahezu verdoppelt. Gesamthaft erhöhte sich die Wohneigentumsquote von 31,3 Prozent auf
34,6 Prozent, am stärksten in Kantonen des östlichen Mittellandes
und der Nordwestschweiz. In den Kantonen Schaffhausen, Thurgau,
Basel-Landschaft, St.Gallen, Solothurn und Aargau nahm sie jeweils
um über 4 Prozent zu, meist mindestens zur Hälfte über
Stockwerkeigentum. Die mit Abstand höchsten Wohneigentumsquoten
finden sich weiterhin in den Kantonen Wallis (61%), Appenzell I.Rh.
(58%) und Jura (51%). Vordringen privater Vermieter Rückzug der
Bau- und Immobiliengesellschaften Am häufigsten werden
Eigentümerwohnungen von den Hauseigentümern (Mit- und
Alleineigentümern) selbst bewohnt; dies ist im Jahr 2000 bei 810'000
oder 77 Prozent aller Eigentümerwohnungen der Fall, was einer
Zunahme von 7 Prozent seit 1990 entspricht. Aber nicht nur beim
selbst genutzten Wohneigentum, sondern auch als Eigentümer von
Mieterwohnungen haben Privatpersonen zwischen 1990 und 2000 zugelegt
und ihren Mietwohnungsbestand von 959'000 auf 1108000 (+15%)
ausgebaut. Ähnliche Zuwachsraten hatten nur noch die
Genossenschaften (+9%) und die Immobilienfonds (+21%), jedoch auf
viel tieferem Niveau. Mehrheitlich bauten die anderen Eigentümer-
gruppen in den 90er Jahren ihre Mietwohnungsbestände ab, am
stärksten die Bau- und Immobiliengesell-schaften, die sich zunehmend
aus dem Mietwohnungsmarkt zurückziehen. Trend zu grossen Wohnflächen
hält an Mieter- und Eigentümerwohnungen unterscheiden sich
grundsätzlich in ihrer Grössenstruktur. Zwei Drittel der
Mieterwohnungen sind, wie schon 1990, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen. Den
grössten Zuwachs ver- zeichnen die grösseren Mieterwohnungen (5 und
mehr Zimmer) mit 26 Prozent, während die vermieteten 1- und
2-Zimmer-Wohnungen an Wichtigkeit verloren haben (-7%). Über die
Hälfte der Eigentümerwohnungen (54%) haben dagegen mindestens fünf
Zimmer. Wohl aufgrund des zunehmenden Stockwerkeigentums hat sich
die Zahl der Eigentümerwohnungen mit 34 Zimmern um 24 Prozent von
354'000 auf 437'000 stark erhöht. Die verhältnismässig kleine Zahl
der Eigentümer-wohnungen mit 12 Zimmern stieg um 46 Prozent, von
33'000 auf 48'000. Der Trend zu grösseren Wohnflächen zeigt sich einerseits durch den
deutlichen Rückgang der Zahl der Wohnungen mit weniger als 60
Quadratmetern, sowohl bei den Mieter- wie auch bei den Eigentümer-
wohnungen. Andererseits hat die Zahl der Grosswohnungen mit über 120
Quadratmetern zugenommen - bei Mieterwohnungen um 13 Prozent und bei
Eigentümerwohnungen sogar um 24 Prozent. Aufgrund dieser
Entwicklungen haben sich zwischen 1990 und 2000 die
durchschnittlichen Wohnflächen pro Person weiter erhöht: insgesamt
von 39 auf 44 Quadratmeter, etwas weniger bei Mieterwohnungen (von
36m2 auf 39m2) als bei Eigentümerwohnungen (von 45m2 auf 50m2). Je
nach Haushaltsgrösse hat die durchschnittliche Wohnfläche pro Person
seit 1990 unterschiedlich stark zugenommen. Privathaushalte mit 5
und mehr Personen weisen einen geringen Zuwachs (von 24m2 auf 25m2)
auf. Am deutlichsten ist der Zuwachs der Wohnfläche pro Person bei
den Einpersonenhaushalten feststellbar (von 68m2 auf 75m2). Der
Trend zum grösseren Flächenkonsum wird durch den immer grösser
werdenden Anteil der Einpersonenhaushalte noch verstärkt (1990: 32%
und 2000: 36%). BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Informationsdienst Auskünfte zur Pressemitteilung:
Claude Grandjean, BFS, Tel: 032 713 66 87 Andere Auskünfte zu den Daten der Volkszählung:
Auskunftszentrale für die Volkszählung
Bundesamt für Statistik
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2010 Neuchâtel
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Fax : 032 713 67 52
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