Medienmitteilung
BFS: Hotelaufenthalte in der Schweiz im Juli 2003
2003-08-28T09:15:00
(ots) - Hotelaufenthalte in der Schweiz im Juli 2003
Erste provisorische Ergebnisse Nach ersten Hochrechnungen des Bundesamtes für Statistik (BFS)
verzeichneten die Schweizer Hotelbetriebe im Juli 2003 mit 3,46 Mio.
Logiernächten gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode einen
Rückgang um 141 000 Einheiten oder 3,9 %. Dieses Ergebnis liegt 6,6%
unter dem Mittel der letzten zehn Jahre. Hitzewelle im Juli keine
grosse Stütze für die Schweizer Hotellerie Die schweizerischen
Hotelbetriebe erzielten im Berichtsmonat 3,46 Millionen
Logiernächte, 3,9% (-141 000 Einheiten) weniger als in der
entsprechenden Vorjahresperiode. Die ausserordentlichen
Witterungsbedingungen im Juli haben somit offenbar nicht
ausgereicht, um den Abwärtstrend in der Schweizer Hotellerie
umzukehren. Die heisse Schönwetterperiode dürfte im Tagestourismus
deutlichere Spuren hinterlassen haben. Dieser wird jedoch in den
hier publizierten Daten nicht berücksichtigt. Frequenzeinbussen sind
nach wie vor bei den Gästen aus dem Ausland zu verzeichnen. Im Juli
2003 buchte diese Gruppe lediglich 1,92 Millionen Logiernächte, 141
000 Einheiten (-6,8%) weniger als im Vorjahr. Die Inlandnachfrage
hat sich hingegen mit 1,53 Millionen Logiernächten auf dem Stand vom
Juli 2002 gehalten. Unterschiedliche Entwicklungen für die Gäste aus
Europa
70% der ausländischen Nachfrage gingen auf das Konto der
europäischen Kundschaft. Sie buchte insgesamt 1,34 Millionen
Logiernächte, 2,9% weniger als im Juli 2002 (-40 300 Einheiten). Die
Nachfrageabschwächung geht insbesondere auf das Konto der
Besucherinnen und Besucher aus Deutschland (-52 100/-9,5%) und
Grossbritannien (-7000/-3,4%). Die Destination «Schweiz» lag
hingegen bei den Gästen aus Italien hoch im Kurs: Sie buchten im
Juli 17% Logiernächte mehr (+15 300) als in der entsprechenden
Vorjahresperiode. Relativ gut gehalten hat sich auch die Nachfrage
aus den Niederlanden (+2000/+1,8%) und Belgien (+1900/+1,9%), und
auch für Frankreich wurde ein bescheidenes Plus registriert
(+600/+0,5%).
aber alle Überseemärkte nach wie vor im Tief Die
ersten Ergebnisse der Hotellerie im Juli 2003 lassen noch keine
Erholung der Überseenachfrage erkennen. Offenbar haben das Abflauen
der SARS-Epidemie und das Ende des Irakkrieges diese Märkte noch
nicht wiederzubeleben vermocht. Die Schweizer Hotelbetriebe
verbuchten 579 000 Logiernächte von Gästen aus Aussereuropa. Dies
sind 15% weniger (-100 800 Einheiten) als in der entsprechenden
Vorjahresperiode. Besonders deutlich eingebrochen ist die Nachfrage
aus Japan, die gegenüber dem Juli 2002 um 44 000 Logiernächte
zurückging (-27%). Auch alle anderen wichtigen aussereuropäischen
Märkte waren rückläufig; zu nennen sind die Golfstaaten (-30 500/-
39%) und die Vereinigten Staaten (-13 900/-6,7%). Januar Juli
2003: Anhaltender Rückgang der ausländischen Kundschaft Nach Angaben
des BFS hat die Schweizer Hotellerie von Januar bis Juli 2003
insgesamt 18,76 Millionen Logiernächte registriert (-618 000/-3,2%).
Während die Nachfrage aus dem Ausland um 6,4% (-702 000
Logiernächte) auf 10,29 Millionen Logiernächte gesunken ist, hat
jene aus dem Inland leicht (+1%/+84 200) auf 8,48 Millionen
zugelegt. Die Schweizer Jugendherbergen (SJH) verbuchten von Januar
bis Juli 2003 insgesamt 503 439 Logiernächte, 4,2% weniger als in
der entsprechenden Vorjahresperiode. Sowohl die inländische (-2,3%)
als auch die ausländische Kundschaft (-7%) trugen zu dieser Baisse
bei. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Informationsdienst Auskunft:
Ursula Jaberg oder Aline Bassin, Sektion Tourismus
Tel.: 031/323 68 17 oder 323 65 00 Pressemitteilungen des BFS sind auf dem Internet unter der Adresse
http://www.statistik.admin.ch zu finden. Detailliertere Übersichten (regionalisierte Daten sowie weitere
Länder) sind in ca. 10 Tagen verfügbar. Die Monatsberichte des BFS
über den Tourismus in der Schweiz sind jeweils zwei Monate nach
Abschluss des Berichtsmonats erhältlich. 28.8.03
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