Medienmitteilung
BFS: Holzverarbeitung 2002
2003-07-24T09:15:00
(ots) - Holzverarbeitung 2002
Strukturumbau und Leistungssteigerung in der Holzverarbeitung Sechs Jahre nach der letzten Umfrage zeigt die Erhebung in den
Sägereien 2002, dass trotz abnehmender Zahl der Sägewerke die
Gesamtproduktion um 15 % zugenommen hat: Die grösseren Sägewerke
kompensieren den Produktionsrückgang, der durch Betriebsaufgaben bei
den mittleren und kleineren Werken entstand, und steigern damit
ihren Anteil an der Gesamtproduktion. Über alle Grössenklassen ist
eine deutliche Leistungssteigerung zu verzeichnen. Dies zeigt die
vom Bundesamt für Statistik (BFS ) in Zusammenarbeit mit der
Eidgenössischen Forstdirektion (BUWAL) und dem Verband Holzindustrie
Schweiz (HIS) durchgeführte Holzverarbeitungserhebung in den
Sägereien 2002. Rohstoff aus dem Schweizer Wald Die Schweizer Sägewerke sind die
wichtigsten Kunden der einheimischen Forstwirtschaft, da sie zwei
Drittel der sägefähigen Rundholzmenge kaufen und diese zu
Schnittholz (Balken, Bretter, etc.) verarbeiten. Seit der letzten
Eidg. Holzverarbeitungserhebung 1996 hat jedes zehnte Sägewerk
seinen Betrieb eingestellt, was einen Rückgang von 538 auf 484
Betriebe bedeutet. Die verarbeitete Rundholzmenge ist aber mit 2,274
Millionen Kubikmetern um 15 % höher als 1996. Bei rund der Hälfte
der Schweizer Sägewerke handelt es sich um Kleinunternehmen, die
zwischen 400 und 2000 Kubikmeter Rundholz pro Jahr verarbeiten;
diese insgesamt 244 kleinen Sägewerke schneiden 11% des gesamten
Rundholzes ein, während es 1996 noch 16% waren. Die 208 mittleren
Sägewerke mit zwischen 2000 und 10'000 Kubikmeter Einschnitt bilden
das Mittelfeld der Schweizer Sägeindustrie; deren Anteil an der
gesamten Verarbeitung ist jedoch von 51% im Jahr 1996 auf 42% im
Jahr 2002 gesunken. Die 32 grossen Sägewerke mit mehr als 10'000
Kubikmetern Einschnitt dagegen haben ihren Anteil an der
Verarbeitungsmenge innert 6 Jahren von 32% auf 47% gesteigert. Nicht
berücksichtigt wurden in diesem Vergleich die 148 kleinsten
Sägereien mit einem Jahreseinschnitt von lediglich maximal 400
Kubikmetern, ihr Anteil am Gesamtvolumen der Schweiz beträgt 1%. Deutliche Leistungssteigerung Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat
für das Jahr 2002 in Betrieben mit Sägerei insgesamt 4'207
Beschäftigte (1996: 5'763) erfasst, von denen 1'875 (1996: 2'561)
ausschliesslich im engeren Sägereibereich tätig sind. Der
Personalrückgang um 26% bei gesteigerter Verarbeitungsmenge (+15%)
spricht für deutliche Produktivitätsfortschritte über alle
Sägewerke. Die pro Mitarbeiter verarbeitete Rundholzmenge stieg
innert 6 Jahren sehr deutlich an. Selbst in den kleineren
Sägewerken, die primär für Nischen produzieren, sind
Leistungssteigerungen um 25% erfolgt. Bei den grössten Betrieben
beträgt die Zunahme über 80%. Grösste Verarbeitung in den Voralpen Nach Forstzonen betrachtet
liegt die grösste Verarbeitungsmenge mit 41 % in den Voralpen, vor
dem Mittelland mit 38 %, Jura und Alpen mit je 10% und der
Alpensüdseite mit 1%. Insgesamt wurden letztes Jahr 2'274'000
Kubikmeter Rundholz verarbeitet; das war - bis auf 10 % Lohnschnitt
(Kundenholz) - eigenes Holz der Sägewerke. Gegenüber 1996 hat der
Lohnschnitt von 5 auf nun 10% zugenommen. Der überwiegende Teil des
verarbeiteten Rundholzes ist Nadelholz, nur 9 % sind Laubholz. Die
Laubholzverarbeitung ist gegenüber 1996 um 12 % zurückgegangen. Aus
dem verarbeiteten Rundholz werden, bei einer durchschnittlichen
Ausbeute von 62%, 1,4 Millionen Kubikmeter Schnittwaren produziert.
Dabei fallen eine viertel Million Kubikmeter Sägespäne (12 %) und
etwas mehr als eine halbe Million Kubikmeter Restholz (26 %:
Schwarten, Spreissel und Hackschnitzel) an. Die vor einigen Jahren aufgekommenen Mobilsägereien wurden bei der
Eidg. Holzverarbeitungserhebung nur teilweise einbezogen. Gegenüber
den herkömmlichen Betrieben, wo das Holz zur Sägerei transportiert
wird, geht die mobile Säge zum Holz - meistens ein Platz im Wald
oder in Waldesnähe. Laut einer Schätzung der Importeure von mobilen
Sägen sind in der Schweiz ungefähr 200 solcher Maschinen im Einsatz
und schneiden knapp 4 % des gesamten Rundholzes der Schweiz ein. Ihr
durchschnittlicher Jahreseinschnitt beträgt rund 470 Kubikmeter,
variiert aber von wenigen Kubikmetern bis über 2500 Kubikmeter.
BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Informationsdienst Auskunft:
Arthur Zesiger, Tel. 032 713 62 00
E-Mail: arthur.zesiger@bfs.admin.ch Publikationsbestellungen unter: Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60
61, E-Mail: order@bfs.admin.ch Neuerscheinung: BFS, Jahrbuch Wald
und Holz 2002, Neuenburg 2002, Bestellnummer: 015- 0200, Preis: 28.-
Fr. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch/
Die detaillierten Resultate der Eidg. Holzverarbeitungserhebung 2002
befinden sich unter folgender Adresse:
http://www.agr-bfs.ch/ 24.7.03
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100465260
|
|