Medienmitteilung
Korrigierte Ausgabe
: Schweizerische Fremdenverkehrsbilanz 2002
: Rückgang der Einnahmen und Ausgaben im internationalen Tourismus
2003-07-08T11:16:00
(ots) - Korrigierte Ausgabe Schweizerische Fremdenverkehrsbilanz 2002 Rückgang der Einnahmen und Ausgaben im internationalen Tourismus Gemäss ersten Schätzungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) gaben
die ausländischen Gäste 2002 in der Schweiz 12,2 Milliarden Franken
aus, 445 Millionen weniger als ein Jahr zuvor (-3,5%). Die Ausgaben
von Schweizer Reisenden im Ausland entwickelten sich mit 10,3
Milliarden Franken ebenfalls rückläufig (-251 Mio./-2,4%). Daraus
resultiert ein Aktivsaldo der Fremdenverkehrsbilanz von 1,9
Milliarden Franken, was im Vergleich zum Vorjahressaldo einem Minus
von 194 Millionen oder 9,2% entspricht. Reiseverkehr mit
Übernachtungen wiederum Haupteinnahmequelle Mit einem Anteil von
knapp 70% an den Gesamteinnahmen stellte der Reiseverkehr mit
Übernachtungen im Berichtsjahr erneut die grösste Einnahmequelle
dar. Dabei gaben die ausländischen Gäste in der Hotellerie und in
der Parahotellerie insgesamt 6,5 Milliarden Franken aus (-551
Mio./-7,8%). Der grösste Anteil entfiel dabei auf die
Übernachtungskosten (45%), gefolgt von den Nebenausgaben (30%) und
den Ausgaben für Verpflegung (25%). Im Reiseverkehr mit
Übernachtungen erbrachte die Kundschaft in den Hotel- und
Kurbetrieben mit 5,5 Milliarden Franken den Hauptanteil der
volkswirtschaftlichen Einnahmen (-470 Mio./-7,9%), während die in
den Beherbergungsformen der Parahotellerie logierenden Gäste für
Übernachtung, Essen und Sonstiges 1,0 Milliarden aufwendeten (-81
Mio./-7,2%). Die Einnahmen der Parahotellerie umfassen Aufwendungen
der ausländischen Touristen, die in Ferienwohnungen, auf
Zeltplätzen, in Gruppenunterkünften und Jugendherbergen sowie bei
Verwandten und Bekannten logierten. Dabei waren die in Ferienhäusern
und wohnungen übernachtenden Gäste für 59% der Gesamteinnahmen der
Parahotellerie verantwortlich. Die Einnahmen aus dem Tages- und
Transitverkehr beliefen sich 2002 auf 2,7 Milliarden Franken; dies
sind 172 Millionen oder 6,7% mehr als noch vor einem Jahr. Hier gilt
es zu erwähnen, dass seit dem 1. März 2002 pro Tag und pro Person
Waren bis zu einem Wert von Fr. 300.-- zollfrei eingeführt werden
können, unabhängig von Wohnort und Dauer des Auslandaufenthaltes.
Somit werden die Einnahmen der Position Kleine Mengen im
Grenzverkehr der Rubrik Übriger Fremdenverkehr ab 2002 dem Tages-
und Transitverkehr zugerechnet. Der übrige Fremdenverkehr (umfasst
ab 2002 nur noch Duty-free- Geschäfte) verminderte sich um 22% und
erreichte den Stand von 91 Millionen Franken. Die ausländischen
Grenzgänger tätigten mit insgesamt 1,1 Milliarden erneut mehr
Konsumausgaben in der Schweiz (+64 Mio./+6,5%) als im Vorjahr. Die
Einnahmen aus Aufenthalten von ausländischen Studierenden sowie
Schülerinnen und Schülern für ihre Ausbildung in unserem Land
beliefen sich 2002 auf 756 Millionen Franken (+77 Mio./+11%). Rund
drei Fünftel dieser Summe stammten dabei von Schülerinnen und
Schülern an Privatinstituten und die verbleibenden zwei Fünftel von
Studierenden an Schweizer Hochschulen und Universitäten. Sowohl die
Zahl der ausländischen Studierenden als auch die Zahl der
Schülerinnen und Schüler an Privatschulen in der Schweiz sind
während des Berichtsjahres gestiegen. 2002 beanspruchten
ausländische Patientinnen und Patienten, die entweder während ihres
Aufenthalts in der Schweiz erkrankten oder für medizinische
Betreuung in die Schweiz einreisten, Leistungen von Schweizer
Spitälern von insgesamt 1,1 Milliarden Franken (+69 Mio./+6,9%). Rückgang der Ausgaben der Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Gemäss ersten Schätzungen wurden 2002 für die schweizerische
Auslandreisetätigkeit insgesamt 10,3 Milliarden Franken aufgewendet
(-251 Mio./-2,4%). Dabei entfielen 8,9 Milliarden auf den
Reiseverkehr mit Übernachtungen (-186 Mio./-2,1%), d.h. auf Ferien-,
Geschäfts- und Kuraufenthalte im Ausland. Der Ausgabenrückgang ist
(laut ersten Schätzungen) hauptsächlich auf eine Abnahme der Anzahl
ausserhalb der Landesgrenzen verbrachten Logiernächte
zurückzuführen. Die Ausgaben der Schweizer für Auslandreisen ohne
Übernachtung beliefen sich im Jahr 2002 unter Berücksichtigung der
Währungs- und Preisentwicklung auf 1,4 Milliarden Franken (+334
Mio./+31%). Wie bereits oben unter den Einnahmen erwähnt, werden die
Ausgaben der Position Kleine Mengen im Grenzverkehr der Rubrik
Übriger Fremdenverkehr ab 2002 dem Tages- und Transitverkehr
zugerechnet. Auskunft:
Beatrice Hostettler-Annen, BFS, Sektion Tourismus, Tel.: 031 323 66
00
Aline Bassin, BFS, Sektion Tourismus, Tel.: 031 323 65 00
Neuerscheinung:
Die Publikation Fremdenverkehrsbilanz 2002 ist für September 2003
geplant.
Publikationsbestellungen: Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
Mail: Ruedi.Jost@bfs.admin.ch
Pressemitteilungen des BFS sind auf dem Internet unter der Adresse
http://www.statistik.admin.ch zu finden. 08.07.2003
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100464862
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