MedienmitteilungApotheker verlangen verlässliche Partner: Einseitige Kündigung des LOA-Vertrages durch santésuisse2003-06-30T09:28:00Bern-Liebefeld (ots) - santésuisse hat entschieden, den mit dem Schweizerischen Apothekerverband SAV im Juli 2001 unterzeichneten Tarifvertrag über die Leistungsorientierte Abgeltung LOA per Ende 2003 zu kündigen. Dies, obwohl die Hauptziele der Vereinbarung, Kosten im Gesundheitswesen zu sparen und für Transparenz zu sorgen, erreicht wurden. Der SAV findet die Kündigung unklug und wird sich das weitere Vorgehen überlegen. Die Apotheker hätten selber gute Gründe gehabt, den Vertrag ihrerseits zu kündigen. Zwar betont der Verband der Krankenversicherer in seinem Kündigungsschreiben: "santésuisse steht weiterhin voll und ganz zum Prinzip der leistungsorientierten Abgeltung". Die Tatsache aber, dass die einzelnen Versicherer massiv Werbung für Versandhandelsapotheken machen, die kommerzielle Anreize in den Vordergrund stellen, macht santésuisse als Vertragspartner unglaubwürdig. Trotzdem hat der SAV mit Rücksicht auf die Versicherten auf eine Vertragskündigung verzichtet, um ihnen die Unsicherheiten und Risiken eines möglichen vertragslosen Zustandes zu ersparen. "Die Verhandlungsdelegation des SAV wird die Situation genau analysieren", erklärt Dominique Jordan, Präsident des Schweizerischen Apothekerverbandes. "Neue Verhandlungen und weitere Bemühungen der Apothekerschaft setzen jedoch verlässliche Partner voraus. Es ist schwierig, mit einem Partner zusammen zu arbeiten, dem man nicht vertrauen kann." Mit der Kündigung des LOA-Vertrages nimmt santésuisse negative Konsequenzen für die Patienten in Kauf (Beispiel SUPRA) und setzt die Errungenschaften aufs Spiel, welche die Apotheker den Versicherern mit dem Tarifvertrag garantierten:
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