Medienmitteilung
Vernehmlassung der Alpen-Initiative zum Reservationssystem: schlankere, effizientere und kostengünstigere Lösung verlangt
2003-06-26T12:23:44
Altdorf (ots) - Die Alpen-Initiative begrüsst in ihrer
Vernehmlassung die Einführung eines Reservati-onssystems für den
Schwerverkehr und freut sich, dass der Bund ansatzweise die Idee der
Alpentransitbörse aufgegriffen hat. Punkto Verlagerung und
Sicherheit aller-dings geht das vom vorgeschlagene System für die
Umweltorganisation zuwenig weit. Sie empfiehlt deshalb, eine
schlankere, effizientere und kostengünstigere Lösung auszuarbeiten. Die Alpen-Initiative begrüsst die Philosophie, wonach eine begrenzte
Verkehrsinfrastruktur bewirtschaftet werden muss. Der Aspekt der
Sicherheitsoptimierung, der eigentliche Grund für die Schaffung des
Reservationssystems, ist aber im vorgeschlagenen Modell zuwenig
berücksichtigt. Zudem fehle dem Reservationssystem das wichtigste
Element: eine schritt-weise Reduktion gemäss
Verkehrsverlagerungsgesetz. Somit bleibt der Verkehr bestenfalls auf
dem heutigen Niveau begrenzt. Das System liefert keinen
langfristigen Anreiz zum Um-steigen auf die Bahn. Wenn eine
Reservation nur am Gotthard und am San Bernardino ver-langt wird,
droht in absehbarer Zeit zusätzlicher Verkehr über die Walliser
Alpenübergänge. Deshalb ist das System auf weitere Alpenübergänge
auszudehnen. Die Alpen-Initiative hegt auch Bedenken bezüglich der
Realisierung. Wegen der Schaffung von grossen Warteräu-men sei die
Realisierungszeit relativ lang - angesichts des Verlagerungsauftrags
von Verfas-sung und Gesetz zu lange. Der Verzicht auf eine obligatorische Reservation ist laut Alpen-
Initiative nicht nur aus Sicher-heitsgründen eine der grossen
Schwächen. Dies könne absurderweise dazu führen, dass Fahrzeuge ohne
Reservierung möglicherweise schneller ans Ziel kommen. Positiv
bewertet wird die mit dem Buchungssystem verbundene Information über
das Bahnangebot. Darüber allerdings fehlen im Konzept konkrete
Angaben. Wegen diesen und weiteren Mängeln hofft die Alpen-
Initiative, dass der Bund so schnell wie möglich die Realisierung
der Alpentransit-börse vorantreibt. Im Unterschied zum
Reservationssystem verlangt die Alpentransitbörse eine schrittweise
Reduktion der Fahrten gemäss Zielsetzung des Verkehrsverlagerungsge-
setzes. Ein solches System sei weit billiger und effizienter als das
vorgeschlagene Reserva-tionssystem. Gerade in der heutigen
Finanzsituation des Bundes sollte dies ein wichtiger Grund für die
Alpentransitbörse sein, heisst es weiter in der Vernehmlassung der
Alpen-Initiative. Für Rückfragen:
Alf Arnold, Geschäftsführer Alpen-Initiative, Tel. 041 870 97 85 Alpen-Initiative
AlfArnold
Telefon:+41 41 870 97 89
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