Medienmitteilung
Alpen-Initiative fordert LSVA auch für Lieferwagen
2003-06-24T11:37:52
Altdorf (ots) - Durch die Sparpolitik des Bundes gerät der
Alpenschutz unter Druck. Nach Meinung der Alpen-Initiative sind die
Möglichkeiten zur Beschaffung von Mehreinnahmen anstelle von
Kürzungen der Ausgaben nicht genügend geprüft worden. Als
Alternative zu Einsparungen bei der Eisenbahn schlägt sie vor, die
leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) auf die Lieferwagen
auszudehnen. Eigentlich war es schon immer zu befürchten: Wenn die
Bundesfinanzen knapp werden, drohen auch der Verlagerungspolitik
Kürzungsmassnahmen. Genau das scheint jetzt einzutreten. Die
Konjunkturflaute und grosszügige Steuergeschenke haben ein grosses
Loch in die Bundeskasse gerissen. Jetzt fordern die Finanzpolitiker
rigoroses Sparen. Die Verlagerungspolitik wird durch das
Entlastungsprogramm nicht nur direkt durch eine Kürzung der
Trassenpreisvergünstigungen getroffen. Auch die Verzögerungen beim
Ausbau von Kapazitätsengpässen und die mögliche Verzögerung bei der
Realisierung des Ceneri-Tunnels gefährden das Verlagerungsziel. Als Alternative zu Einsparungen bei der Verlagerungspolitik
schlägt die Alpen-Initiative Mehreinnahmen vor: Der Bund soll auch
kleinere Gütertransportfahrzeuge von 3,5 Tonnen und weniger der LSVA
unterstellen. Dies ist ohne Gesetzesänderung möglich, da die
Gewichtsgrenze von 3,5 Tonnen nur in der Verordnung festgelegt ist.
Das Landverkehrsabkommen lässt der Schweiz bei Fahrzeugen unter 12
Tonnen freie Hand für zusätzliche Massnahmen. Die leichten
Nutzfahrzeuge unter 3,5 Tonnen haben 1998 rund 3071 Mio km
zurückgelegt. Bei einem durchschnittlichen Gewicht von 2,5 Tonnen
ergäben sich beim LSVA-Satz des Jahres 2005 rund 200 Mio. Franken
Mehreinnahmen. Weiter Infos:
Ruedi Bomatter, Alpen-Initiative, Ressort Medien 041 870 97 89
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002430/100464297
|
|