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Pressemitteilung
Reservationssystem bringt keine Verkehrsreduktion
2003-05-22T14:15:37
Altdorf (ots) - Das Reservationssystem schafft vor allem für die
Transportunternehmungen und die Chauffeure Erleichterungen. Es
bringt aber nicht die von Verfassung und Gesetz ver-langte Reduktion
des alpenquerenden Schwerverkehrs. Trotzdem begrüsst die Alpen-
Initiative das System, weil es eine Vorstufe zur Alpentransitbörse
sein kann. Im Vorschlag des Bundes für die Schaffung eines Reservationssystem
für den Schwerverkehr auf A2 und A13 fehlt das wichtigste Element:
eine schrittweise Reduktion der Fahrten ge-mäss
Verkehrsverlagerungsgesetz (Reduktion von 1,4 Mio. auf 650'000
Fahrten pro Jahr bis 2009). Somit bleibt nur eine Begrenzung auf dem
heutigen Niveau (Kapazität des Tropfen-zählers nach
Sicherheitsvorgaben). Die bessere Verteilung über den Tag wird sogar
tendenzi-ell zu höheren Lastwagenzahlen führen. Wenn das System nur
am Gotthard und am San Ber-nardino eingesetzt wird, droht
zusätzlicher Verkehr über die Walliser Pässe. Das System ist teuer und benötigt viel Platz. Der Gewinn liegt in
erster Linie beim Transport-gewerbe, das sein Fahrten besser planen
kann. Gewinnen wird auch der übrige Strassenver-kehr, der
reibungsloser abgewickelt werden kann. Wegen der Schaffung der
nötigen Warte-räume ist auch die Realisierungszeit relativ lang. Positiv zu werten ist die mit dem Buchungssystem verbundene
Information über das Bahnan-gebot. Darüber fehlen aber im Konzept
konkrete Angaben. Das System liefert keinen langfristigen Anreiz zum Umsteigen auf die
Bahn. Gefördert wird höchstens der kurzfristige Entscheid, die Rola
zu benutzen, wenn gerade keine Tickets für die Strasse mehr
erhältlich sind. Es erfolgt aber kaum eine grundsätzliche Änderung
der Logistik-konzepte der Verlader. Da die Buchung (abgesehen von der Reservationsgebühr, die
zurückerstattet wird) gratis ist, ist mit grossem Andrang zu
rechnen. Die Festlegung der für einen bestimmten Tag bzw. eine
bestimmte Stunde möglichen Fahrten dürfte schwierig sein. Bei zu
hoher Festlegung kann entweder das Versprechen auf freie Fahrt nicht
eingehalten werden, oder der aus Sicherheits-gründen nötige Abstand
der Lastwagen im Tunnel muss reduziert werden. Im Unterschied zum Reservationssystem verlangt die
Alpentransitbörse, welche die Alpen-Initiative vor einem Jahr
vorgeschlagen hat, eine schrittweise Reduktion der Fahrten gemäss
Zielsetzung des Verkehrsverlagerungsgesetzes. Die erlaubten Fahrten
würden im Internet dem Meistbietenden versteigert. Damit werden
keine Fahrten angetreten, für die kein Ticket vor-liegt. Grosse
Warteräume erübrigen sich. Es entsteht ein nachhaltiger Anreiz, die
Logistik auf die Bahn auszurichten. Altdorf, 22.5.03 Für weitere Auskünfte:
- Nationalrat Fabio Pedrina, Präsident, 091 - 825 31 07
- Alf Arnold, Geschäftsführer, 079 - 711 57 13 Alpen-Initiative
AlfArnold
Telefon:+41 41 870 97 89
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100002430/100463295
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