Medienmitteilung
Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären Sektor im
4. Quartal 2002
Keine Besserung in der Schweizer Industrie
2003-03-25T09:15:00
Neuchâtel (ots) - Im 4. Quartal 2002 ist bei den meisten
Indikatoren der Schweizer Industrie keine Erholung eingetreten. Im
Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal verringerten sich die
Produktion um 2,1% und der Umsatz um 1,1%. Während die
Auftragseingänge (+1,3%) wieder zulegen konnten, verminderten sich
die Auftragsbestände (- 1,1%) geringfügig. Schliesslich wurden die
Fertigwarenlager um 2,2% abgebaut. Soweit die wichtigsten Ergebnisse
der quartalsweise durchgeführten Erhebung des Bundesamtes für
Statistik (BFS) über den Geschäftsgang in der Schweizer Industrie.
Produktionsabbau Der Produktionsrückgang in der Schweizer Industrie
hält an. Im Berichtsquartal reduzierte sich die Produktion (ohne
Baugewerbe) um 2,1%. Dazu trugen - wie schon im vorangegangenen
Quartal - vorallem die Gebrauchsgüter bei. Die Investitionsgüter
hingegen befinden sich erstmals seit dem 2. Quartal 2001 nicht mehr
im negativen Bereich. Die grössten Einbussen mussten die Branche
Herstellung sonstiger nichtmetallischer Produkte, das sonstige
verarbeitende Gewerbe, die Lederwaren- und Schuhindustrie, das
Papier-, Karton-, Verlags- und Druckgewerbe und die Branche
Herstellung von elektrischen Geräten, Feinmechanik und Optik
hinnehmen. Einzig der Fahrzeugbau und die chemische Industrie
konnten Wachstumsraten verzeichnen. Umsatzrückgang Der Umsatz (ohne
Baugewerbe) verringerte sich nur leicht (-1,1%). Damit notierten die
Unternehmen weniger tiefe Verluste als in den Vorquartalen. Eine
gute Entwicklung zeigten hingegen die Exporte, welche - gleich wie
im Vorquartal - leicht zulegten. Die höchsten Rückgänge
verzeichneten - nach Branchen betrachtet - die Lederwaren- und
Schuhindustrie, das sonstige verarbeitende Gewerbe, das Papier-,
Karton-, Verlags- und Druckgewerbe, sowie die Metallbe- und
verarbeitung. Die grössten Zunahmen erfuhren die chemische
Industrie und der Bereich Kokerei, Mineralölverarbeitung, nukleare
Brennstoffe. Mehr Auftragseingänge Die Auftragseingänge (+1,3%
ohne, -1,9% mit dem Baugewerbe) konnten im Vergleich zum
entsprechenden Vorjahresquartal wieder zulegen. Damit wurde die seit
dem 2. Quartal 2001 anhaltende Negativserie durchbrochen. Hohe
Auftragseingänge sind bei den Gebrauchsgütern auszumachen. Die
besten Entwicklungen waren in der Branche Herstellung von
elektrischen Geräten, Feinmechanik und Optik, im Bereich Gummi-
und Kunststoffwaren und im der Fahrzeugbau auszumachen. Die
höchsten Rückgänge vermeldete das Baugewerbe und das sonstige
verarbeitende Gewerbe. Rückläufige Arbeitsreserven Die
Auftragsbestände der Unternehmen haben sich zum fünften Mal in Folge
zurückgebildet (-1,1% ohne; -0,6% mit dem Baugewerbe). Am meisten
davon betroffen waren die Gewinnung von Steinen und Erden, die
Maschinenindustrie, die Lederwaren- und Schuhindustrie und die
Branche Herstellung von elektrischen Geräten, Feinmechanik und
Optik. Die höchsten Zunahmen sind bei der Branche Herstellung
sonstiger nichtmetallischer Produkte und beim Fahrzeugbau zu
beobachten. Verminderung der Fertigwarenlager Der Abbau der Fertigwarenlager in
der Schweizer Industrie setzt sich fort. Gegenüber dem
Vorjahresquartal verringerten die Unternehmen ihre Lagerbestände um
2,2%. Am höchsten waren die Reduktionen bei der Maschinenindustrie,
der Branche Herstellung von elektrischen Geräten, Feinmechanik und
Optik und bei der Textil- und Bekleidungsindustrie. Die grössten
Aufstockungen nahmen der Fahrzeugbau und die Lederwaren- und
Schuhindustrie vor. Die Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären
Sektor basieren auf der Allgemeinen Systematik der
Wirtschaftszweige (NOGA) aus dem Jahr 1995, die internationalen
Normen entspricht. Basis der Indizes (Index = 100) ist das
Jahresmittel 1995. Die Berechnung der Indizes erfolgt auf der
Grundlage einer repräsentativen Stichprobe, die Unternehmen mit
mindestens 5 Vollzeitbeschäftigten umfasst. Veröffentlicht wird im
Quartalsrhythmus, und zwar jeweils auf einer Aggregationsstufe, auf
der die Aussagekraft der Indizes ausreichend ist und die
gleichzeitig dem Datenschutz angemessen Rechnung trägt. Die
Zeitreihen basieren auf dem Gewichtungsschema von 1993 und lehnen
sich an die alten Reihen an; letztere sind anders aufgebaut, weniger
zahlreich und nur stärker aggregiert vorhanden. Damit saisonal
bedingte Schwankungen weitgehend aus der Datenanalyse ausgeschlossen
werden können, wird die Untersuchung auf der Grundlage des
entsprechenden Vorjahresquartals angestellt. Es ist allerdings zu
berücksichtigen, dass für das erste Jahr (1996) nicht für alle
Branchen entsprechende Werte vorliegen. BUNDESAMT FÜR STATISTIK Informationsdienst Auskunft: Markus Beckstein, BFS, Sektion
Produktion und Umsatz, Tel.: 032/713 64 34 Luu Nguyen, BFS, Sektion
Produktion und Umsatz, Tel.: 032/713 61 47 Publikationsbestellungen
unter: 032/713 60 60, Fax: 032/713 60 61, E- Mail:
Ruedi.Jost@bfs.admin.ch Neuerscheinung: Bundesamt für Statistik: Der
Geschäftsgang im sekundären Sektor. Die Produktions-, Auftrags-,
Umsatz- und Lagerindizes im 4. Quartal 2002, Neuchâtel 2003.
Bestellnummer: 039-0204. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch 25.03.03
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100461319
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