Medienmitteilung
BFS: Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären Sektor im
3. Quartal 2002
Geschäftsgang der Schweizer Industrie weiterhin negativ
2002-12-20T09:15:00
Neuchâtel (ots) - Die Geschäftszahlen der Schweizer Industrie sind
im 3. Quartal 2002 erneut negativ ausgefallen, aber in einem
geringeren Ausmass als in den Vorquartalen. Während die Produktion
im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 3,5% abnahm,
sank der Umsatz um 1,9%. Die Auftragsein-gänge verminderten sich nur
leicht (-0,3%). Die Auftragsbestände verringerten sich um 4,5% und
die Fertigwarenlager um 4,0%. Soweit die wichtigsten Ergebnisse der
quartalsweise durchgeführten Erhebung des Bundesamtes für Statistik
(BFS) über den Geschäftsgang in der Schweizer Industrie. Die Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im sekundären
Sektor basieren auf der "Allgemeinen Systematik der
Wirtschaftszweige" (NOGA) aus dem Jahr 1995, die internationalen
Normen entspricht. Basis der Indizes (Index = 100) ist das
Jahresmittel 1995. Die Berechnung der Indizes erfolgt auf der Grund-
lage einer repräsentativen Stichprobe, die Unternehmen mit
mindestens 5 Vollzeitbeschäftigten umfasst. Veröffentlicht wird im
Quartalsrhythmus, und zwar jeweils auf einer Aggregationsstufe, auf
der die Aus-sagekraft der Indizes ausreichend ist und die
gleichzeitig dem Datenschutz angemessen Rechnung trägt. Die
Zeitreihen basieren auf dem Gewichtungsschema von 1993 und lehnen
sich an die alten Reihen an; letztere sind anders aufgebaut, weniger
zahlreich und nur stärker aggregiert vorhanden. Damit saisonal bedingte Schwankungen weitgehend aus der Datenanalyse
ausgeschlossen werden können, wird die Untersuchung auf der
Grundlage des entsprechenden Vorjahresquartals angestellt. Es ist
allerdings zu berücksichtigen, dass für das erste Jahr (1996) nicht
für alle Branchen entsprechende Werte vorliegen. Negative Produktion Seit dem 3. Quartal 2001 vermeldet die Schweizer Industrie Rückgänge
in der Produktion (ohne Bau-gewerbe). Mit einem Minus von 3,5% im
Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal waren die Ein-bussen
diesmal jedoch kleiner als in den drei vorangegangenen Quartalen.
Die höchsten Einbussen verzeich-neten die Gebrauchsgüter. Negativraten von mehr als 5% meldeten die Branche "Herstellung
sonstiger nichtmetallischer Produkte", die Textil- und
Bekleidungsindustrie, die Maschinenindustrie, die Branche
"Herstellung von elektrischen Gerä-ten, Feinmechanik und Optik",
sowie das "sonstige verarbeitende Gewerbe". Die grössten Zuwachsraten erfuhren die chemische Industrie, die Be-
und Verarbeitung von Holz (ohne Möbel) und die Nahrungsmittel-,
Getränke- und Tabakindustrie. Weniger Umsatz Zum vierten Mal in Folge waren die Unternehmen mit einem tieferen
Umsatz (ohne Baugewerbe) konfron-tiert. Die Verluste fielen im
Berichtsquartal mit -1,9% jedoch gering aus. Auch hier waren die
Gebrauchs-güter am stärksten davon betroffen. Hohe Verluste meldete der Bereich "Kokerei, Mineralölverarbeitung,
nukleare Brennstoffe". Ihm folgten die Maschinenindustrie, die
Textil- und Bekleidungsindustrie, die Branche "Herstellung sonstiger
nichtmetalli-scher Produkte" und das "sonstige verarbeitende
Gewerbe". Die besten Umsatzentwicklungen fanden sich in der chemischen
Industrie, der Nahrungsmittel-, Getränke- und Tabakindustrie und der
Gewinnung von Steinen und Erden. Kaum Veränderung bei den Auftragseingängen Die Auftragseingänge (-0,3% ohne, +1,2% mit dem Baugewerbe) sind nur
leicht zurückgegangen. Unter Einbezug des Baugewerbes lässt sich im
Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal sogar ein Anstieg
vermelden. Rückgänge gab es bei den Investitionsgütern. Bedeutende
Zunahmen sind bei den Aufträgen aus dem Ausland auszumachen. Die grössten Einbussen musste die Lederwaren- und Schuhindustrie
hinnehmen. Hohe Abnahmen sind auch beim Fahrzeugbau, der Branche
"Herstellung sonstiger nichtmetallischer Produkte", der
Maschinenindustrie und dem Papier-, Karton-, Verlags- und
Druckgewerbe zu verzeichnen. Im Gegensatz dazu gaben das Baugewerbe, die Gewinnung von Steinen
und Erden und die Nahrungsmittel-, Getränke- und Tabakindustrie die
bedeutendsten Zuwachsraten bekannt. Verminderung der Arbeitsreserven Die Auftragsbestände verkleinerten sich (-4,5% ohne; -1,3% mit dem
Baugewerbe). Abnehmende Bestände von mehr als 10% notierten die Gewinnung von
Steinen und Erden, die Be- und Ver-arbeitung von Holz (ohne Möbel),
die Branche "Herstellung von elektrischen Geräten, Feinmechanik und
Optik", die Lederwaren- und Schuhindustrie und die
Maschinenindustrie. Zunahmen registrierten einzig der Fahrzeugbau , das Baugewerbe und
die Branche "Herstellung sonstiger nichtmetallischer Produkte" vor. Abbau der Fertigwarenlager Die Lagerbestände von Fertigwaren in der Schweizer Industrie
verminderten sich gegenüber dem Vor-jahresquartal um 4,0%. Die Branchen, welche Ihre Bestände am stärksten abbauten, sind die
Metallbe- und ?verarbeitung, die Maschinenindustrie, die Textil- und
Bekleidungsindustrie, das "sonstige verarbeitende Gewerbe" und die
Branche "Herstellung sonstiger nichtmetallischer Produkte". Eine Aufstockung der Lager nahmen der Fahrzeugbau, Lederwaren- und
Schuhindustrie, die Gewinnung von Steinen und Erden, sowie die
Nahrungsmittel-, Getränke- und Tabakindustrie vor. BUNDESAMT FÜR STATISTIK Informationsdienst Auskunft: Markus Beckstein, BFS, Sektion Produktion und Umsatz, Tel.: 032/713
64 34 Luu Nguyen, BFS, Sektion Produktion und Umsatz, Tel.: 032/713 61 47 Publikationsbestellungen unter: 032/713 60 60, Fax: 032/713 60 61, E-
Mail: Ruedi.Jost@bfs.admin.ch Neuerscheinung: Bundesamt für Statistik: Der Geschäftsgang im sekundären Sektor. Die
Produktions-, Auftrags-, Umsatz- und Lagerindizes im 3. Quartal
2002, Neuchâtel 2003. Bestellnummer: 039-0203. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch 20.12.02
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https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100458935
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