Medienmitteilung
BFS: Produzenten- und Importpreisindex im November 2002
Sinkendes Preisniveau
2002-12-19T09:15:00
Neuchâtel (ots) - Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete
Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise sank im November 2002
gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent und erreichte den Stand von
95,5 Punkten (Basis Mai 1993 = 100). Verantwortlich dafür waren vor
allem die um 0,7 Prozent ge-sunkenen Importpreise, wobei der
Rückgang bei den importierten Produkten hauptsächlich auf tiefe-re
Preise für Mineralölprodukte und Computersysteme zurückzuführen ist.
Dagegen verzeichneten die Inlandprodukte nur einen minimen
Preisrückgang um 0,1 Prozent. Innert Jahresfrist sank das
Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um
0,4 Prozent. Leichter Rückgang der Produzentenpreise Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Produzentenpreisindex
ging im November 2002 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent zurück.
Sein Stand liegt bei 95,5 Punkten (Basis Mai 1993 = 100). Im
Jahresver-gleich stellte man einen Rückgang um 0,3 Prozent fest. Der
Index zeigt die Entwicklung der Ab-Werk-Preise für die im Inland
hergestellten Produkte. Dienstleistungen sind darin nicht
berücksichtigt. Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat registrierte man für
Schlachtrinder, Rindfleisch, Papier und Papierprodukte,
Mineralölprodukte und die meisten Positionen der chemischen
Industrie (Farbstoffe und Pigmente, organische Erzeugnisse,
Düngemittel, ungeformte Kunststoffe, pharmazeutische Produkte, ge-
werbliche Hilfsmittel). Dasselbe gilt für Gummi- und
Kunststoffprodukte, Glas, elektrische Maschinen und Apparate sowie
Elektrizität. Höhere Preise verzeichneten dagegen Gemüse, Rohmilch
(vor allem saisonal bedingt), Schlachtkälber, Schlachtschweine,
Backsteine und Uhren. Deutlich billigere Importe Der vom Bundesamt für Statistik berechnete Importpreisindex ging im
November 2002 gegenüber dem Vor-monat um 0,7 Prozent zurück. Der
Stand des Indexes liegt bei 95,5 Punkten (Basis Mai 1993 = 100).
Damit lag er um 0,6 Prozent tiefer als vor einem Jahr. Der
Importpreisindex wird ergänzend zum Produzentenpreis-index erhoben
und zeigt die Entwicklung der Ab-Zoll-Preise für ausgewählte
importierte Produkte. Tiefere Preise gegenüber dem Vormonat beobachtete man ausser bei
Mineralölprodukten (Heizöl, Treib-stoff, Mineralschmieröle) und
Computersystemen auch bei Kakao, Nahrungsmitteln und Papier (inkl.
Papier-rohstoffe). Billiger wurden auch Flachglas, Keramikplatten,
Edelstahl, nachrichtentechnische Geräte und Büromöbel.
Preiserhöhungen zeigten demgegenüber Getreide, Rohbaumwolle,
Zitrusfrüchte, Kaffee, Lederwaren und Reiseartikel sowie Nichteisen-
Metalle und Produkte daraus. Sinkende Preise im Güterverkehr Gemäss dem 2001 eingeführten Preisindex für den Güterverkehr sind im
Halbjahr zwischen April und Oktober 2002 die Preise im Güterverkehr
im Durchschnitt um 0,3 Prozent gesunken. Die Preise gingen im
Strassenverkehr um 0,4%, im Schienenverkehr um 0,2% zurück. Innert
Jahresfrist sank das Preisnivau im Güterverkehr unter dem Einfluss
der schwachen Konjunktur um 1,3 Prozent. Güterverkehr Schiene Die Preise für Schienentransporte zeigten zwischen April und Oktober
2002 insgesamt eine leicht sinkende Tendenz (-0,2%). Einen
bedeutenden Preisrückgang verzeichneten die Erdöltransporte (-2,4%).
Umgekehrt beobachtete man für den internationalen Transport in der
Gruppe «andere Wagenkategorien» einen Preis-anstieg (1,1%).
Gegenüber dem Vorjahr gingen die Preise ingesamt um 1,3 Prozent
zurück. Güterverkehr Strasse Die Preise im Strassentransport wiesen in der Periode zwischen April
und Oktober 2002 im Durchschnitt einen Rückgang um 0,4 Prozent auf.
In den meisten Teilmärkten wurden Preisabschläge registriert, so
ins- besondere für Kühltransporte (-0,9%), Erdöltransporte (-1,1%),
Container-Transporte (-0,9%) und Bau-transporte (-1,1%). Einzig die
nationalen Sammelguttransporte verzeichneten leicht höhere Preise
(0,3%). Innert Jahresfrist sanken die Preise im Durchschnitt um 1,3
Prozent. Zur Methode Der Preisindex für den Güterverkehr ist, analog zu den übrigen
Produzentenpreisindizes, ein Index, bei dem die Gewichtung der
einzelnen Untergruppen (Schiene, Strasse und entsprechende
Teilmärkte) während einiger Jahre konstant gehalten wird. Die Basis
des neuen, halbjährlich per April und Oktober berechneten
Preisindexes bildet der April 2001 (Index = 100 Punkte). Die
Erhebung beruht auf rund 500 Preismeldungen. Die leistungsabhängige
Schwerverkehrsabgabe (LSVA) ist in den Preisen enthalten, nicht
jedoch die Mehr-wertsteuer. Die Preise werden in Schweizerfranken
gemeldet oder, wenn sie in einer Fremdwährung gemel-det werden,
entsprechend der Praxis des Produzentenpreisindexes in den anderen
Branchen in Schweizer-franken umgerechnet. Die Beschreibung der methodischen Grundlagen liegt vor in der
Publikation «Produzentenpreisindex für den Güterverkehr, April 2001
= 100. Grundlagen», Neuchâtel 2002. Bestellung: Tel. 032 713 60 60 BUNDESAMT FÜR STATISTIK Informationsdienst Die wichtigsten Ergebnisse können den beigefügten Tabellen und
Grafiken entnommen werden.
____________________ Auskunft: Andreas Fankhauser, BFS, Sektion Preise und Verbrauch, Tel.: 032 713
63 07 Hans Udry, BFS, Sektion Preise und Verbrauch, Tel.: 032 713 69 95 Publikationsbestellungen unter: Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60
61, E-Mail: Ruedi.Jost@bfs.admin.ch Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch 19.12.02
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