Medienmitteilung
BFS: Wohnbautätigkeit im 3. Quartal 2002
Anzeichen von Schwäche auf dem Wohnungsmarkt
2002-11-29T09:15:00
Neuchâtel (ots) - Im 3. Quartal 2002 nahm die Wohnungsproduktion
verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode um 4,6% ab. Am
Ende des Beobachtungsquartals befanden sich rund 37'000 Wohnungen im
Bau, d.h. 500 Einheiten weniger als ein Jahr zuvor. Demgegenüber
legte die Anzahl baubewilligter Wohnungen um 670 Einheiten zu. So
weit die wichtigsten Ergebnisse der quartalsweise durchgeführten
Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) über die
Wohnungsproduktion. Neu erstellte Wohnungen Im 3. Quartal 2002 wurden in der Schweiz 8000 Wohnungen neu
erstellt, was einer Verringerung um 390 Einheiten gegenüber dem
entsprechenden Vorjahresquartal entspricht. Ausschlaggebend für
diesen deutlichen Abbau waren die Gemeinden mit weniger als 2000
Einwohnern, deren Wohnungsproduktion um fast ein Drittel einbrach.
Die übrigen Gemeindegrössenklassen notierten hingegen höhere
Wohnbauzahlen. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden 22'300 Wohnungen
neu erstellt, was einer Verringerung von 3,2% innert Jahresfrist
entspricht. In den Agglomerationen der fünf grössten Städte betrug die
Wohnungsproduktion im 3. Quartal 2002 rund 2800 Einheiten und
steigerte sich somit um 530 Einheiten gegenüber dem Vorjahr.
Praktisch alle Agglomerationen trugen zu diesem Aufschwung bei,
allen voran Zürich mit einem Plus von 440 Einheiten im Vergleich zum
3. Quartal 2001. Einzig Genf verzeichnete einen Abbau um rund 100
Einheiten. Im Bau befindliche Wohnungen Ende des 3. Quartals 2002 befanden sich rund 37'000 Wohnungen im
Bau, 550 Einheiten weniger als vor Jahresfrist. Vor allem die
Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern bestimmten diesen Rückgang.
Eine Stagnation der Wohnungsproduktion ergab sich hingegen für die
Gemeinden mit 2000 bis 5000 Einwohnern. Mit 14'400 im Bau befindlichen Wohnungen konnten die Agglomerationen
der fünf grössten Städte das Vorjahresniveau nicht halten (-350
Einheiten/-2,3%). Die Abschwächung geht hauptsächlich auf das Konto
der Agglomerationen Basel, Zürich und Genf. Demgegenüber
verzeichneten die Agglomerationen Bern und Lausanne Steigerungen um
3,3% und 2,5%. Die vierteljährliche Wohnbaustatistik basiert auf zwei verschiedenen
Erhebungen. Die Erste erfasst die Wohnbautätigkeit in allen (in den
früheren Quartalserhebungen vertretenen) 269 Gemeinden mit mehr als
5000 Einwohnern sowie in den Agglomerationsgemeinden der Städte
Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich. Die zweite Erhebung umfasst
eine Stichprobe der übrigen Gemeinden. Diese Stichprobe erlaubt eine
Hochrechnung auf die gesamte Schweiz bezüglich der Anzahl der
baubewilligten und neu erstellten sowie der Ende des Quartals im Bau
befindlichen Wohnungen. Der Genauigkeitsgrad der Ergebnisse kann
anhand so genannter Vertrauensintervalle abgeschätzt werden. Baubewilligte Wohnungen Im 3. Quartal 2002 wurden in der Schweiz 9400 Wohnungen
baubewilligt. Dies bedeutet eine Zunahme um 670 Einheiten (+7,6%)
gegenüber dem Vorjahr. Sämtliche Gemeindegrössenklassen waren an
dieser Entwicklung beteiligt, allen voran die kleinen Gemeinden
sowie die Gemeinden mit 2000 bis 5000 Einwohnern, die 400 bzw. 150
Einheiten beisteuerten. Demgegenüber wurden in den Agglomerationen der fünf grössten Städte
440 Wohnungen (-13%) weniger baubewilligt als letztes Jahr. Mit
Ausnahme der Agglomeration Zürich, die ein leichtes Plus von 3,6%
verbuchte, wurden in allen anderen Agglomerationen deutlich weniger
Baubewilligungen für Wohnungen ausgestellt. Die Angaben des Berichtsquartals in der vorliegenden
Pressemitteilung sind provisorisch und können im Laufe des Jahres
noch berichtigt werden, während die Vergleichswerte des 3. Quartals
2001 definitiv sind. Aus diesem Grund können zwischen den
Quartalszahlen aus der Vorjahrespressemitteilung und denjenigen in
der vorliegenden Mitteilung Differenzen auftreten. BUNDESAMT FÜR STATISTIK Informationsdienst
___________ Auskunft: Kamel Chaouach, BFS, Abteilung Volkswirtschaft und Preise, Tel. 032
713 62 56 Publikationsbestellungen: Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
Mail: Ruedi.Jost@bfs.admin.ch Neuerscheinung: BFS, Die Wohnbautätigkeit in der Schweiz im 3. Quartal 2002,
Neuchâtel 2002, Bestellnummer: 051-0203, Preis: 6 Franken, ungefähr drei Wochen nach Erscheinen der
Pressemitteilung erhältlich. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch 29.11.02
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https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100022588
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