Medienmitteilung
BFS: Hotelaufenthalte in der Schweiz
Drei-Seen-Region: Frequenzzunahme bestätigt
2002-11-12T09:15:00
Neuchâtel (ots) - Zwanzig Tage vor Ende der Expo.02 meldeten die
betroffenen Hotelbetriebe positive Ergebnisse für die Zeit seit dem
Beginn der Landesausstellung. Gemäss ersten Hochrechnungen des
Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Drei-Seen-Region
(Definition siehe Kasten) von Mai bis September 2002 insgesamt 1,42
Mio. Logiernächte, 15% mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage im
September belief sich auf 302'140 Logiernächte, was ein Plus von 24%
gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode bedeutet. Im Vergleich
dazu befand sich die gesamtschweizerische Nachfrage weiterhin auf
Abwärtskurs, wurde doch im September 2002 ein Logiernächteminus von
4,2% registriert. Wenige Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland Wie bereits in den Vormonaten geht die Zunahme der Logiernächte auch
im September 2002 praktisch ausschliesslich auf das Konto der Gäste
aus der Schweiz (+46%); für sie wurden im Expo-Land relativ hohe
Übernachtungsfrequenzen notiert, während die Binnennachfrage im Rest
des Landes stagnierte (+0,9%). Auch die Gäste aus dem Ausland
buchten im Berichtsmonat in der Drei-Seen-Region erstmals etwas mehr
Logiernächte (+0,9%), während sie gesamtschweizerisch ihre Nachfrage
einschränkten (-8,5%). Die erwähnte leichte Steigerung dürfte nicht
ausschliesslich auf die Landesausstellung zurückzuführen sein, denn
die Nachfrage aus dem Ausland präsentiert sich je nach Expo-Bezirk
sehr unterschiedlich. Die beiden Regionen, die am meisten von der
globalen Frequenzzunahme profitierten - Freiburg und Neuchâtel -,
verzeichneten im September gleichzeitig auch den grössten Rückgang
an Logiernächten ausländischer Gäste (beide -17%). Von Mai bis
September dieses Jahres erhöhte sich die Binnennachfrage in der
Drei- Seen-Region um 42% (rund 240'000 Logiernächte), während die
Nachfrage aus dem Ausland um 7,5% nachgab. Deutlichere Steigerungen in Neuchâtel und Freiburg Von den Hotelbetrieben der Drei-Seen-Region erwiesen sich wiederum
die Betriebe der exporelevanten Bezirke in Neuchâtel und Freiburg
als die grössten Nutzniesser der Landesausstellung. Ihre
Frequenzzunahmen beliefen sich im September 2002 auf 61% und 52%
verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode. Die untersuchten
Zonen der Kantone Waadt (+13%) und Bern (+22%) verzeichneten erneut
die grösste Anzahl Logiernächte aller kantonalen Bezirksgruppen
(121'000 Zone Waadt, 108'000 Zone Bern). Und im Gegensatz zu den
Vormonaten erfreute sich im September 2002 auch der Kanton Solothurn
einer Nachfragesteigerung im Jahresvergleich. Dieses Plus dürfte
jedoch grösstenteils auf eine internationale Musikveranstaltung
zurückzuführen sein. Gute Auslastung rund um die Arteplages Zum ersten Mal präsentiert das Bundesamt für Statistik Zahlen zur
Auslastung des Angebots der Hotelbetriebe (verfügbare Betten und
Zimmer) während der Landesausstellung. Den entsprechenden
Ergebnissen zufolge ist die monatliche Auslastung nach Bezirken in
der Expo-Region gegenüber 2001 massiv gestiegen. Trotz dieses
vermehrten Zuspruchs konnte die Nachfrage im Monatsdurchschnitt
befriedigt werden, wiesen doch alle Bezirke während der gesamten
Ausstellungsdauer immer verfügbare Kapazitäten aus. Besonders gut
ausgelastet waren die Monate Juli und August. Geografisch gesehen
meldeten vor allem die Bezirke nahe der Arteplages die höchsten
Auslastungsquoten. Darunter stechen folgende Bezirke mit besonders
grossen Sprüngen ihrer Auslastungsquoten hervor: See/FR 77% (Juli
2001: 48%), Yverdon 74% (37%) und Neuchâtel 69% (44%). Die
deutlichste Steigerung der Zimmerbelegung wurde im August von
Yverdon verzeichnet (+42%). Dagegen mussten gewisse weiter entfernt
liegende Bezirke eine Stagnation oder sogar eine Verschlech terung
der Auslastung hinnehmen. So kam der Bezirk Bern im Juli 2002 auf
eine Auslastungsquote von 60%, während er ein Jahr zuvor 63%
erreicht hatte. Im Vergleich dazu verringerte sich in der Schweiz
als Ganzes die Auslastungsquote der verfügbaren Zimmer von Mai bis
September 2002 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode; dies
gilt insbesondere für die Monate Juli (-3,1%) und August (-3%). Auch bei alleiniger Betrachtung des Monats September ergeben sich in
den Bezirken des Expo-Landes höhere Auslastungsquoten. Dank einem
Plus von 30% gegenüber 2001 führt der Bezirk See die Rangliste der
Zimmerauslastungen mit insgesamt 79% an. Gesamtschweizerisch gesehen
ist die Auslastungsquote der verfügbaren Zimmer von 52% auf 50,5%
gesunken. Die vorgestellten Zahlen klammern die in der Parahotellerie
(Zeltplätze, Gruppenunterkünfte usw.) erzielten Logiernächte aus. Die in der Pressemitteilung erwähnte Drei-Seen-Region wurde
gemeinsam von den Verantwortlichen der Expo.02 und des BFS
definiert. Sie umfasst folgende Bezirke: - Kanton Bern: Aarberg, Bern, Biel, Büren, Courtelary, Erlach,
Moutier, La Neuveville und Nidau.
- Kanton Freiburg: La Broye, Saane und See/Lac.
- Kanton Solothurn: Lebern und Solothurn.
- Kanton Waadt: Avenches, Echallens, Lausanne, Lavaux, Morges,
Moudon, Orbe, Payerne und Yverdon.
- Kanton Neuenburg: Boudry, Chauds-de-Fonds, Neuchâtel und Val-de-
Ruz.
Detailergebnisse pro Bezirk können unter folgender Adresse
eingesehen werden:
http://www.statistik.admin.ch/stat_ch/ber10/expo/expo_d.htm. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Informationsdienst _____________
Auskunft:
Barbara Jeanneret oder Aline Bassin, BFS, Sektion Tourismus
Tel.: 031/323 63 21 oder 323 65 00 Pressemitteilungen des BFS sind auf dem Internet unter der Adresse
http://www.statistik.admin.ch zu finden. 12.11.02
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100021987
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