Medienmitteilung
BFS: Detailhandelsumsätze im September 2002
Abwärtstrend im Detailhandel setzt sich fort: -1,7 Prozent
2002-11-08T09:15:00
Neuchâtel (ots) - Nach den provisorischen Ergebnissen des
Bundesamtes für Statistik (BFS) nahmen die wertmässigen
Detailhandelsumsätze im September 2002 im Vergleich zum
entsprechenden Vorjahresmonat um 1,7 Prozent ab, dies bei einer
unveränderten Zahl von Verkaufstagen. Im August 2002 betrug der
Umsatzrückgang 1,3 Prozent. Die anhand des Landesindexes der
Konsumentenpreise errechneten realen (teuerungsbereinigten) Umsätze
sanken im Berichtsmonat um 1,1 Prozent. Kumuliert ergab sich von Januar bis September 2002 im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum ein nomi-nelles Nullwachstum, real stiegen die
Umsätze um 0,7 Prozent. Verhaltene Kauflust in diversen Warengruppen ... Die Entwicklung der Umsätze in den drei Hauptgruppen war höchst
unterschiedlich. In der Gruppe «Nah-rungsmittel, Getränke, Tabak und
Raucherwaren» betrug der Rückgang 1,5 Prozent. Die Gruppe «Beklei-
dung, Schuhe» registrierte ein starkes Minus von 11,5 Prozent,
teilweise erklärbar durch das sehr gute Vor-jahresergebnis in diesem
Sektor (+12%). Eine Zunahme von 0,5 Prozent verzeichnete hingegen
das Total der «Übrigen Gruppen». Das zurückhaltende Konsumverhalten schlug sich nebst der Bekleidung
vor allem in der Warengruppe «Unterhaltungs- und Büroelektronik» (-
12%) nieder, deren Baisse seit Juni dieses Jahres anhält. Spürbar
tiefere Umsätze verzeichneten des weiteren die Gruppen «Treib- und
Brennstoffe» (-8,3%), «Persönliche Ausstattung» (- 7,6%),
«Wohnungseinrichtung» (-4,8%) sowie «Nahrungsmittel» (-2,5%). Erwähnenswert sind demgegenüber die positiven Umsätze in den
Warengruppen «Küche, Haushalt» (+6,4%), «Kultur» (+5,8%) und
«Motorfahrzeuge» (+5,4%). ... und Wirtschaftszweigen Analog verlief die Entwicklung der Umsätze nach Wirtschaftszweigen.
Einbussen ergaben sich im sonstigen Fachdetailhandel (-5,6%), im
Versandhandel (-4,9%), im Detailhandel mit Nahrungs- und
Genussmitteln (-4,8%) sowie im Handel mit Waren verschiedener Art (-2%). Einen
positiven Geschäftsgang registrierten die Branche der Reparatur von
Gebrauchsgütern (+6,4%) und die Anbieter von Pharmazeutik und
Kosmetik (+3,3%). Ergebnisse im September nach Betriebsgrösse Die Entwicklung der Umsätze aufgegliedert nach Betriebsgrösse
verlief unterschiedlich. Sowohl die kleinen Betriebe als auch die
grossen Unternehmen wiesen rückläufige Umsatzzahlen aus. Bei den
kleinen Betrieben (weniger als 15 Vollzeitstellen) betrug der
Rückgang 1,2 Prozent, bei den Grossbetrieben (mehr als 45 Voll-
zeitstellen) 2,4 Prozent. Eine leichte Zunahme verzeichneten
hingegen die mittleren Geschäfte (15 bis 45 Vollzeitstellen) mit
einem Plus von 0,2 Prozent. Umsatzminus von 0,6 Prozent im 3. Quartal 2002 Im 3. Quartal 2002 nahmen die Umsätze im Total gegenüber dem
Vorjahresquartal nominell um 0,6 Prozent ab. Im gleichen Quartal
2001 war eine Zunahme von 2 Prozent zu verzeichnen gewesen.
Preisbereinigt blie-ben die Umsätze im 3. Quartal 2002 auf dem Stand
des Vorjahres, während die entsprechende Vorjahres-periode noch ein
Plus von 2,8 Prozent aufwies. Entwicklung in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres Kumuliert ergab sich bei den nominellen Umsätzen von Januar bis
September 2002 im Vergleich zum Vor-jahreszeitraum ein Nullwachstum,
und zwar sowohl bei der Berechnung nach Monaten wie auch nach Ver-
kaufstagen. Die drei Hauptgruppen wiesen dabei folgende Werte aus:
«Nahrungsmittel, Getränke, Tabak und Raucherwaren» +1,7 Prozent,
«Bekleidung, Schuhe» -1,4 Prozent, «Übrige Gruppen» -0,4 Prozent. Real stiegen die Umsätze im gesamten Detailhandel von Januar bis
September 2002 um 0,7 Prozent. Bei «Nahrungsmittel, Getränke, Tabak
und Raucherwaren» sanken die Umsätze um 0,8 Prozent, «Bekleidung,
Schuhe» und «Übrige Gruppen» verzeichneten demgegenüber eine Zunahme
von 2,8 Prozent bzw. 1,5 Pro-zent. BUNDESAMT FÜR STATISTIK Informationsdienst
__________________ Information: Fabia Ndiaye-Laini, BFS, Sektion Preise und Verbrauch, Tel. 032 713
61 69 Hans-Peter Herrmann, BFS, Sektion Preise und Verbrauch, Tel. 032 713
68 33 Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
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