Medienmitteilung
BFS: Leerwohnungszählung vom 1. Juni 2002
Knappheit auf dem Wohnungsmarkt
2002-09-27T09:15:00
Neuchâtel (ots) - In den letzten vier Jahren hat die Anzahl leer
stehender Wohnungen laufend abgenommen, so dass das Wohnungsangebot
in gewissen Kantonen immer ernster wird. Am 1. Juni 2002 wurden in
der Schweiz insgesamt 40'600 leer stehende Miet- und
Eigentumswohnungen sowie Einfamilienhäuser gezählt. Damit schrumpfte
der Leerwohnungsbestand im Vergleich zum Vorjahr erneut, und zwar um
15%. Gemessen am ungefähren Gesamtwohnungsbestand per Ende 2001 ging
auch die Leerwohnungsziffer von 1,34% auf 1,13% zurück. Soweit die
wichtigsten Ergebnisse der Leerwohnungszählung des Bundesamtes für
Statistik (BFS). Wiederum Verkleinerung des Leerwohnungsbestandes Der Leerwohnungsbestand ist erneut rückläufig, gab er doch gegenüber
dem Vorjahr um 15% (-7100) nach und erreichte 40'600 Einheiten.
Gemessen am ungefähren Gesamtwohnungsbestand per Ende 2001
schrumpfte auch die Leerwohnungsziffer auf 1,13%. Dies bedeutet den
vierten Rückgang des Leerwohnungsbestandes in Folge nach dem
Rekordergebnis von 1998. Die Situation ist einerseits auf eine
Verringerung der Anzahl neuer Wohnungen und andererseits auf eine
Zunahme der Wohnbevölkerung zurückzuführen. Die Leerwohnungsziffer ist in den Kantonen Glarus (3,05%), Tessin
(2,61%) und Thurgau (2,47%) am höchsten. Am unteren Ende der
Rangliste finden sich die Kantone Genf (0,25%), Zug (0,35%) und
Zürich (0,39%). In absoluten Werten ausgedrückt, war die Anzahl leer stehender
Wohnungen in den Kantonen Bern, Tessin und St. Gallen am höchsten.
Verglichen mit dem 1. Juni 2001 verzeichneten die Kantone Bern,
Aargau, St. Gallen und insbesondere Waadt dieses Jahr einen
deutlichen Abbau. Letzterer verzeichnete mit einem Minus von 25%
einen markanten Einbruch. Neben dem Kanton Tessin, wo die Anzahl
leer stehender Wohnungen um 290 Einheiten zunahm, warteten auch noch
die Kantone Zug und Graubünden mit minimen Steigerungen auf. Weniger leer stehende Einfamilienhäuser Im Gegensatz zu 2001 verringerte sich dieses Jahr die Anzahl leer
stehender Wohnungen in Einfamilienhäusern um 2,5%, und jene der leer
stehenden Wohnungen in Neubauten setzte ihre Talfahrt fort. Starker Rückgang der zur Miete ausgeschriebenen Wohnungen Die Zahl der zur Miete ausgeschriebenen leer stehenden Wohnungen
ging weiter zurück (-17%/-6700 Einheiten), und auch jene der zum
Verkauf ausgeschriebenen leer stehenden Wohnungen gab nach (-5%/-430
Einheiten). Fast alle Wohnungskategorien verzeichneten weniger leer stehende
Wohnungen. Gemessen an den Ergebnissen vom 1. Juni 2001 lag die Zahl
der Leerwohnungen mit einem und mit zwei Zimmern am diesjährigen
Stichtag um 1370 bzw. 1480 Einheiten tiefer (-20% und -17%). Daneben
gab es eine Reduktion von 16% bei den Dreizimmerwohnungen, von 13%
bei den Vierzimmerwohnungen und von 8% bei den Fünfzimmerwohnungen.
Einzig die Kategorie der Wohnungen mit 6 und mehr Zimmern hat sich
auf dem Vorjahresstand gehalten. BUNDESAMT FÜR STATISTIK Informationsdienst
______________ Auskunft: Kamel Chaouach, BFS, Abteilung Volkswirtschaft und Preise, Tel. 032
713 62 56 Publikationsbestellungen: Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
Mail: Ruedi.Jost@bfs.admin.ch Neuerscheinung: BFS, Der Leerwohnungsbestand in der Schweiz, Stichtag 1. Juni 2002,
Neuchâtel 2002, Bestellnummer: 072-0200, Preis: 7 Franken, anfangs
Dezember erhältlich. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch 27.09.02
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100020660
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