MedienmitteilungTagung "Agglomerationsverkehr - Wie weiter?" / Schweizerischer Städteverband - Touring Club Schweiz - Litra: gemeinsame Stellungnahme2002-09-11T11:30:00Bern (ots) - Am 29. Mai 2001 hat die Arbeitsgruppe "Finanzierung des Agglomerationsverkehrs" ihren Bericht zum Agglomerationsverkehr der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Vorschläge haben ein breites Echo ausgelöst. Ihre Realisierung und Umsetzung ist nun Teil des politischen Entscheidungsprozesses. An ihrer gemeinsam durchgeführten Tagung unterstreichen der Schweizerische Städteverband, der Touring Club Schweiz und der Informationsdienst öffentlicher Verkehr LITRA die Notwendigkeit eines verstärkten Engagements des Bundes bei der Weiterentwicklung des Agglomerationsverkehrs. Entscheidend für die politische Unterstützung dieses Vorhabens ist ihre breite Abstützung. Die folgenden Grundsätze bilden dafür den Rahmen: 1. Umfassende Vorlage Die Vorlage des Bundes für den Agglomerationsverkehr muss, wie
bereits von der Arbeitsgruppe festgehalten, alle
Agglomerationen gemäss der Definition des Bundesamtes für
Statistik (siehe Beilage) einbeziehen. Eine Beschränkung auf
die neun grössten wäre unvollständig und würde die
berechtigten Anliegen vieler Agglomerationen verkennen. Gemeint
sind die Gross-, Mittel- und Kleinzentren.2. Fondslösung Die Finanzierung der Projekte des Agglomerationsverkehrs und
des Strassenverkehrs ist sicherzustellen. Geeignet ist dafür
eine Fondslösung ("Infrastruktur-Fonds)", wie sie für die
Grossprojekte des öffentlichen Verkehrs gewählt wurde.3. Subsidiaritätsprinzip Der Agglomerationsverkehr fällt in die Zuständigkeit der
Kantone und der betroffenen Gemeinden bzw. Gemeindeverbände.
Der Beitrag des Bundes muss wesentlich sein aber subsidiär
bleiben.4. Privater und öffentlicher Verkehr Die Mitfinanzierung des Bundes muss die Infrastruktur des
privaten und des öffentlichen Verkehrs in den Gross-, Mittel-
und Kleinzentren umfassen. Die Finanzierung basiert auf
Agglomerationsprogrammen, denen Mobilitätskonzepte zu Grunde
liegen. Beim öffentlichen Verkehr geht es um städtische
Verkehrssysteme, welche den Verkehrsfluss in den
Agglomerationen verbessern.5. Inkraftsetzung Die drei Verbände erwarten eine Inkraftsetzung auf das Jahr
2006. Die rechtlichen Voraussetzungen sollen im Rahmen der
parlamentarischen Beratungen geschaffen werden.6. Übergangslösungen Die drei Verbände haben mit Genugtuung festgestellt, dass
Bundesrat und Parlament für den öffentlichen
Agglomerationsverkehr durch die Aufstockung der
Eisenbahnkredite eine Übergangslösung geschaffen
haben. Sie fordern aber ebenfalls eine Übergangslösung für
Investitionen im Individualverkehr in den Agglomerationen.
Diese muss durch eine Wiederinkraftsetzung der
Verkehrstrennungsverordnung verwirklicht werden.Kontakt: Schweizerischer Städteverband Permalink:
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