Medienmitteilung
BFS: Landesindex der Konsumentenpreise im August 2002
Jahresteuerung bei 0,5 Prozent
2002-09-03T07:45:00
Neuchâtel (ots) - Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete
Landesindex der Konsumentenpreise blieb im August 2002 gegenüber dem
Vormonat praktisch unverändert. Er erreichte in Folge eines
minimalen Rückgangs um 0,03 Prozent den Stand von 101,7 Punkten (Mai
2000 = 100). Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 0,5 Prozent,
verglichen mit Jahresraten von -0,1 Prozent im Juli 2002 und von
+1,1 Prozent im August 2001. Der Anstieg der Jahresteuerung trotz
stabilem Index lässt sich rechnerisch mit dem so genannten
Basiseffekt erklären (Monatsveränderung 0,0 Prozent im August 2002
und -0,6 Prozent im August 2001). Annähernd stabiles Preisniveau nach Bedarfsgruppen... Das insgesamt stabile Preisniveau im August 2002 ist das Ergebnis
schwacher gegenläufiger Preisbewegungen. Unter dem Stand der
Vorerhebung lagen die Gruppenindizes für Verkehr (-0,4%) und für
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,2%). Angezogen hat
hingegen der Index für Wohnen und Energie (+0,1%), während jener für
Sonstige Waren und Dienstleistungen stabil blieb. In den übrigen
acht Bedarfsgruppen fanden im Berichtsmonat keine Preiserhebungen
statt. ... und nach Herkunft der Güter Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, blieb das
Preisniveau nach Herkunft im Vergleich zum Vormonat bei den
Inlandgütern stabil, während es sich bei den Importgütern, um 0,2
Prozent ermässigte. Innert Jahresfrist verzeichneten die Inlandgüter
eine durchschnittliche Preissteigerung um 1,3 Prozent, die
Importgüter eine Preisreduktion um 2,0 Prozent. Einfluss der Erhebungsperiode für Bekleidung auf die Jahresteuerung Der Anstieg der Jahresteuerung vom Juli (-0,1%) zum August 2002
(0,5%) trotz stabilem Index lässt sich mit einem Basiseffekt in
Folge einer Änderung der Erhebungsperiode für Bekleidung und Schuhe
erklären. Im Interesse einer zeitgerechten Preiserfassung wurden die
vierteljährlichen Erhebungen für Bekleidung und Schuhe in diesem
Jahr um einen Monat vorverschoben. Damit wirkten sich die
Ausverkaufspreise für Sommerbekleidung (Rückgang um 11,8%, Einfluss
auf das globale Preisniveau von -0,5%) dieses Jahr bereits im Juli
auf das Indexergebnis aus, während sie im Juli 2001 nicht erhoben
wurden. Dies führte im Juli 2002 vorübergehend zu einer negativen
Jahresteuerung (-0,1%) des Gesamtindexes. Der beschriebene
erhebungstechnische Effekt wirkt sich hingegen nicht auf die
Jahresteuerung im August aus. Vor Jahresfrist sanken die
Bekleidungspreise infolge des Ausverkaufs um 10,3 Prozent (Einfluss
auf das globale Preisniveau von -0,5%), dieses Jahr fand im August
keine Preiserhebung in dieser Produktgruppe statt. Details der Preisentwicklung im August 2002 In der Gruppe Verkehr wurden nur die Treibstoffpreise erhoben. Sie
ermässigten sich im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Prozent (Stichtag
2. August) und im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent. Innerhalb des rückläufigen Bereichs Nahrungsmittel und alkoholfreie
Getränke verbilligten sich die meisten Gemüse- und Früchtesorten
(die Erhebung fand in der ersten Augustwoche statt), Schokolade und
Schweinefleisch. Teurer wurden hingegen vor allem Getreideprodukte
(Cerealien, Müesli, Getreideartikel) und Wurstwaren. Die Zunahme des Indexes für Wohnen und Energie ist auf den gegenüber
Mai 2002 leicht gestiegenen Mietpreisindex (+0,1%) zurückzuführen.
Das gesamtschweizerische Mietzinsniveau lag damit um 0,8 Prozent
über jenem vor Jahresfrist. Die Heizölpreise verteuerten sich
gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent (Stichtag 2. August), lagen
aber immer noch um 17,6 Prozent unter dem Vorjahresstand. Im Bereich Sonstige Waren und Dienstleistungen wurden nur schwache
Preisbewegungen festgestellt. Etwas teurer wurden vor allem
Coiffeurleistungen. Billiger wurden namentlich Toilettenartikel. Verkettung mit früheren Indexreihen Die früheren, rechnerisch mit der aktuellen Indexziffer verknüpften
Reihen ergeben für den August 2002 Indizes von 107,9 Punkten auf der
Basis Mai 1993=100, von 149,4 Punkten auf der Basis Dezember
1982=100, von 186,3 Punkten auf der Basis September 1977=100 und von
314,1 Punkten auf der Basis September 1966=100. BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Informationsdienst _________
Auskunft:
Gilbert Vez, BFS, Sektion Preise und Verbrauch, Tel.: 032 / 713 69 00
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch 03.09.2002
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100019776
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