Medienmitteilung
BFS: Wohnbautätigkeit im 2. Quartal 2002
Positive Anzeichen auf dem Wohnungsmarkt
2002-08-30T09:15:00
Neuchâtel (ots) - Der Wohnungsmarkt hat sich im 2. Quartal 2002
positiv entwickelt. Die Wohnungsproduktion steigerte sich gegenüber
der entsprechenden Vorjahresperiode um 3%. Am Ende des
Beobachtungsquartals befanden sich gleich viele Wohnungen im Bau wie
vor Jahresfrist. Die Zahl der baubewilligten Wohnungen schliesslich
erhöhte sich um ein Viertel. So weit die wichtigsten Ergebnisse der
quartalsweise durchgeführten Erhebung des Bundesamtes für Statistik
(BFS) über die Wohnungsproduktion. Neu erstellte Wohnungen Im 2. Quartal 2002 wurden in der Schweiz 7800 Wohnungen neu
erstellt, was einer Zunahme um 240 Einheiten oder 3% gegenüber dem
entsprechenden Vorjahresquartal entspricht. Im ersten Halbjahr
dieses Jahres wurden 14'300 Wohnungen neu erstellt; dies bedeutet
eine leichte Abschwächung um rund 2% gegenüber dem Vorjahr. Die Steigerung der Wohnungsproduktion im 2. Quartal geht
insbesondere auf das Konto der Gemeinden mit weniger als 5000
Einwohnern, vereinten sie insgesamt doch ein Plus von 400 Einheiten
auf sich. Die Städte und die Gemeinden mit 5000 bis 10'000
Einwohnern notierten hingegen einen Rückgang um 3% bzw. 6%. Zwischen April und Juni 2002 wurden in den Agglomerationen der fünf
grössten Städte 2180 Wohnungen neu erstellt. Dies bedeutet einen
Abbau um 8% verglichen mit dem 2. Quartal 2001. Insbesondere die
Agglomerationen Zürich und Lausanne zeichnen für diesen Rückgang
verantwortlich. Demgegenüber registrierte Genf eine deutliche
Steigerung der Wohnungsproduktion. Im Bau befindliche Wohnungen Ende des 2. Quartals 2002 befanden sich in der Schweiz 35'900
Wohnungen im Bau. Verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode
entspricht dies einem geringfügigen Anstieg um rund 50 Einheiten.
Die Steigerung ging von den Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern
aus. Am Ende des Berichtsquartals wurden in den Agglomerationen der fünf
grössten Städte insgesamt rund 14'560 im Bau befindliche Wohnungen
gezählt, 770 Einheiten (+5,6%) mehr als ein Jahr zuvor. Allen voran
die Agglomeration Zürich, aber auch Bern und Lausanne trugen zu
diesem Anstieg bei. Baubewilligte Wohnungen Im 2. Quartal 2002 wurden in der Schweiz 10'870 Wohnungen
baubewilligt. Dies bedeutet eine Zunahme um rund ein Viertel
gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal. Dieser grosse Sprung
nach oben ist hauptsächlich auf einen Basiseffekt zurückzuführen:
Einerseits hat sich die Zahl der baubewilligten Wohnungen im 2.
Quartal 2001 stark verringert, und andererseits sind auch in den
vergangenen Quartalen mehrmals stark rückläufige Zahlen notiert
worden. Sämtliche Gemeindegrössenklassen waren an der Zunahme beteiligt,
allen voran die Städte und die Gemeinden mit 5000 bis 10'000
Einwohnern, die 980 bzw. 750 Einheiten beisteuerten. Im 2. Quartal 2002 wurden in den Agglomerationen der fünf grössten
Städte 3660 Wohnungen baubewilligt, was einer deutlichen Steigerung
um 1350 Einheiten gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal
entspricht. Praktisch alle Agglomerationen waren für diese
Entwicklung mitverantwortlich. Einzig die Agglomeration Bern musste
einen Einbruch um 110 Einheiten hinnehmen. Für die ganze Schweiz ergab sich im 1. Halbjahr 2002 eine Zunahme,
und zwar wurden 4,8% mehr baubewilligte Wohnungen (Stand: 18'500)
registriert als vor Jahresfrist. BUNDESAMT FÜR STATISTIK Informationsdienst Auskunft: Kamel Chaouach, BFS, Abteilung Volkswirtschaft und Preise, Tel. 032
713 62 56 Publikationsbestellungen: Tel.: 032 713 60 60, Fax: 032 713 60 61, E-
Mail: Ruedi.Jost@bfs.admin.ch Neuerscheinung: BFS, Die Wohnbautätigkeit in der Schweiz im 2. Quartal 2002,
Neuchâtel 2002, Bestellnummer: 051-0202, Preis: 6 Franken, ungefähr drei Wochen nach Erscheinen der
Pressemitteilung erhältlich. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch 30.08.02
Permalink:

https://www.presseportal.ch/de/pm/100000114/100019684
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