Medienmitteilung

Strassenverkehrsunfälle 2001

2002-07-02T09:22:38

Neuenburg (ots) -

Weniger Tote, Stabilisierung der Anzahl Verletzter
Letztes Jahr haben in der Schweiz 544 Personen
bei Strassenverkehrsunfällen ihr Leben verloren. Obwohl nach wie vor
hoch, liegt diese Zahl trotzdem 8% unter dem Wert des Jahres 2000,
als man 592 getötete Personen gezählt hatte. Weniger positiv
präsentiert sich die Situation bei den Verletzten. 2001 wurden 30'160
Personen bei Strassenverkehrsunfällen verletzt. Das sind 102 Opfer
mehr (+0,3%) als vor Jahresfrist. Soweit einige wichtige Ergebnisse
einer Auswertung des Bundesamtes für Statistik, die auf den
polizeilich registrierten und gemeldeten Strassenverkehrsunfällen
basiert.
Seit dem Rekordjahr 1971 (1'773 Todesopfer) ist die Anzahl
Personen, die jährlich auf den Schweizer Strassen bei Unfällen den
Tod finden, stark zurückgegangen. Ab 1996 kam die Entwicklung
praktisch zum Erliegen, stabilisierte sich doch danach die Zahl der
Todesopfer bei rund 600 Fällen pro Jahr. Das Ergebnis von 2001 (8%
Tote weniger) deutet auf eine Rückkehr zur Abwärtstendenz vom Anfang
der 70er-Jahre hin.
Die Zahl der Verletzten ist nur geringfügig von 30'058 (Jahr 2000)
auf 30'160 Personen (2001) gestiegen. Damit scheint der seit 1996 zu
beobachtende, besorgniserregende Aufwärtstrend gebrochen; damals
hatte man noch lediglich 26'500 verletzte Personen gezählt. Das
Ergebnis erklärt sich durch den schwachen Anstieg  der Anzahl leicht
verletzter Personen (2001: 23'966; 2000: 23'867) bei gleichzeitigem
Verharren der Anzahl Schwerverletzter auf dem Stand von 1996, d.h.
bei rund 6200 Personen (2001: 6194). Die Stabilisierungstendenz zeigt
jedoch ebenfalls, dass es in Sachen Sicherheit auf der Strasse noch
viel zu tun gibt. So widmet sich denn auch das Programm «Vision Zero»
des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und
Kommunikation diesem Thema.
Sicherheit der Fussgänger weiterhin besorgniserregend
Fussgängerinnen und Fussgänger sind die verwundbarsten
Verkehrsteilnehmer. Unter ihnen finden sich viele Kinder, ältere und
behinderte Personen - kurz, Menschen, welche die üblichen
Verkehrsmittel nur beschränkt benützen können. Nicht zuletzt aus
diesem Grund gilt ihnen besondere Aufmerksamkeit. Die Anzahl
Strassenverkehrsopfer unter den Fussgängern ist im Berichtsjahr zwar
tiefer ausgefallen als in den beiden Vorjahren, ist jedoch mit 9%
aller Verunfallten nach wie vor hoch (2001: 2707 Verunfallte). Sie
teilt sich wie folgt auf: 104 getötete, 934 schwer verletzte und 1669
leicht verletzte Personen.
Bei den Fahrzeugbenutzenden fällt eine markante Verringerung der
Anzahl getöteter Mitfahrer und Mitfahrerinnen auf (2001: 66; 2000:
86; 1999: 102).
Mögliche Unfallursachen
Als mögliche Unfallursachen wurden 2001 in den Polizeirapporten am
häufigsten Unaufmerksamkeit, Nichtbeachtung der Vorfahrt, überhöhte
Geschwindigkeit und der Zustand des Lenkers bzw. der Lenkerin genannt
(Alkohol- oder Drogeneinfluss, momentane Schwäche). Unter den
Unfällen mit Personenschaden machen diese vier Kategorien 20%, 18%,
16% und 10% der genannten Gründe aus.
Was hingegen die Unfälle mit Todesopfern angeht, ist überhöhte
Geschwindigkeit die wichtigste Ursache (24%), gefolgt vom Zustand der
lenkenden Person (18%) und von Unaufmerksamkeit (15%).
Die oben erwähnten Informationen stammen aus Polizeirapporten, die
direkt am Unfallort erstellt und anschliessend an das Bundesamt für
Statistik weitergeleitet wurden. Sie betreffen sämtliche Unfälle mit
Personenschaden (ein oder mehrere Verletzte oder Getötete) in der
Schweiz im Jahr 2001.

Kontakt:

Bundesamt für Statistik
Informationsdienst

Annemarie Icen, BFS
Sektion Verkehr
Tel. +41/32/713'65'66

Publikationsbestellungen: Tel. +41/32/713'60'60 Fax:
+41/32/713'60'61, mailto: Ruedi.Jost@bfs.admin.ch

Neuerscheinungen: BFS, Strassenverkehrsunfälle in der Schweiz 2001,
Neuchâtel 2002, Bestellnummer: 097-0100, Preis: Fr. 24.-; lieferbar
ab Juli 2002

BFS, Strassenfahrzeuge in der Schweiz, Bestand am 30. September 2001,
Neuchâtel 2001, Bestellnummer: 033-0100, Preis: Fr. 20.-

ARE / BFS, Mobilität in der Schweiz, Ergebnisse des Mikrozensus 2000
zum Verkehrsverhalten, Bern und Neuchâtel 2001, Bestellnummer:
812.010f(d), Preis: Fr. 14.-

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des
BFS http://www.statistik.admin.ch

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