Medienmitteilung

Landesindex der Konsumentenpreise im Juni 2002

2002-07-02T07:50:51

Neuenburg (ots) -

Jahresteuerung 0,3 Prozent
Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete
Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Juni 2002 einen
Rückgang um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den
Stand von 102,3 Punkten (Mai 2000 = 100). Innert Jahresfrist betrug
die Teuerung 0,3 Prozent, verglichen mit Jahresraten von 0,6 Prozent
im Mai 2002 und von 1,6 Prozent im Juni 2001. Damit resultierte im
Berichtsmonat die tiefste Jahresteuerung seit Dezember 2001; damals
betrug sie ebenfalls 0,3 Prozent.
Rückläufige Preise für Heizöl und Benzin...
Die leichte Abnahme des Landesindexes im Juni 2002 ist auf die
tieferen Indexziffern für Verkehr (-0,4%), für Freizeit und Kultur
(-0,4%) für Nachrichtenübermittlung (-0,2%), für Wohnen und Energie
(-0,2%) sowie für Alkoholische Getränke und Tabak (-0,2%)
zurückzuführen. Leicht angezogen hat hingegen der Index für Hausrat
und laufende Haushaltführung (+0,2%), während jene für Nahrungsmittel
und alkoholfreie Getränke und für Erziehung und Unterricht praktisch
stabil blieben. In den übrigen vier Bedarfsgruppen fanden im
Berichtsmonat keine Preiserhebungen statt.
...und damit für Importgüter
Wie das Bundesamt für Statistik weiter mitteilt, blieb das
Preisniveau nach Herkunft im Vergleich zum Vormonat bei den
Inlandgütern stabil, während es sich bei den Importgütern
insbesondere infolge der tieferen Preise für Erdölprodukte um 0,5
Prozent ermässigte. Innert Jahresfrist verzeichneten die Inlandgüter
eine durchschnittliche Preissteigerung um 1,3 Prozent, die
Importprodukte dagegen eine Preisreduktion um 2,6 Prozent.
Details der Preisentwicklung im Juni 2002
In der Gruppe Verkehr verbilligten sich die Treibstoffpreise
gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr um
9,8 Prozent.
Der Rückgang des Indexes für Freizeit und Kultur ist hauptsächlich
auf tiefere Preise für Bücher und Broschüren, Aufzeichnungsmedien
(namentlich CD, unbespielt), PC Hardware, Fernseh- und Videogeräte
sowie für Fotoapparate zurückzuführen. Preiserhöhungen wurden
hingegen für Kinoeintritte festgestellt.
Leicht rückläufige Telefontarife sowie tiefere Preise für
Telefonapparate bewirkten die Abnahme der Indexziffer für
Nachrichtenübermittlung.
Im Bereich Wohnen und Energie sanken die Heizölpreise gegenüber
dem Vormonat um 5,7 Prozent und lagen damit um 20,4 Prozent unter dem
Stand des Vorjahres.
Der Rückang der Indexziffer für Alkoholische Getränke und Tabak
ist auf sinkende Preise für ausländische Rotweine zurückzuführen.
In der Bedarfsgruppe Hausrat und laufende Haushaltführung
verteuerten sich vor allem Wasch- und Reinigungsmittel und kleine
elektrische Haushaltgeräte. Etwas billiger wurden unter anderem
grosse elektrische Haushaltgeräte und Möbel im Wohnbereich.
Innerhalb des insgesamt stabilen Bereichs Nahrungsmittel und
alkoholfreie Getränke wurden gegenläufige, teilweise saisonale
Preisbewegungen verzeichnet. Bei Früchten und Gemüsen fielen die
Aufschläge stärker ins Gewicht als die Abschläge. Etwas teurer wurden
auch Bohnenkaffee, Joghurt, Schweinefleisch und Sonstige
Nahrungsmittel (Beutelsuppen, Gewürze, Saucen). Billiger waren
hingegen Schokolade, Zopf, Fleischwaren, Rindfleisch und Speiseeis.
Nur vereinzelte Preisbewegungen wurden in der Bedarfsgruppe
Erziehung und Unterricht für Weiterbildungskurse registriert.
Verkettung mit früheren Indexreihen
Die früheren, rechnerisch mit der aktuellen Indexziffer
verknüpften Reihen ergeben für den Juni 2002 Indizes von 108,5 auf
der Basis Mai 1993=100, von 150,3 Punkten auf der Basis Dezember
1982=100, von 187,3 Punkten auf der Basis September 1977=100 und von
315,8 Punkten auf der Basis September 1966=100.

Kontakt:

Bundesamt für Statistik
Informationsdienst

Gilbert Vez, BFS
Sektion Preise und Verbrauch
Tel. +41/32/713'69'00

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des BFS
http://www.statistik.admin.ch

Permalink:


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