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04.04.2019 – 13:27

Schweizerischer Fahrlehrerverband SFV

Fahrlehrer plädieren für bessere Ausbildung

Unfallstatistiken (ots)

Gemäss den neusten Statistiken des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) ist die Zahl der der Verunfallten und Getöteten auf Schweizer Strassen gestiegen. 233 Menschen haben im Jahre 2018 ihr Leben im Schweizer Strassenverkehr verloren. Angesichts dieser Tendenz ist es für den Schweiz. Fahrlehrerverband SFV unverständlich, dass der Verkehrssicherheit weniger Gewicht beigemessen werden soll. Der SFV fordert die verantwortlichen Behörden auf, der Aus- und Weiterbildung von Fahrerinnen und Fahrern wieder mehr Beachtung zu schenken.

Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, setzt der Bund immer mehr auf technische Massnahmen. Für den SFV, dessen Mitglieder sich in der Praxis tagtäglich mit Verkehrssicherheitsfragen auseinandersetzen, ist die angedachte technische «Aufrüstungsoffensive» nur bedingt zielführend. Es ist erstaunlich, dass man trotz der nach wie vor grossen Anzahl an Unfällen auf Schweizer Strassen nicht den naheliegendsten aller Schlüsse aus der Unfallforschung zieht:

«Unfällen liegt meistens menschliches Fehlverhalten zugrunde», so SFV-Geschäftsführer Daniel Menzi. «Damit liegt es auf der Hand, dass vor allem eine bessere Ausbildung der Fahrerinnen und Fahrer die Unfallzahlen positiv beeinflussen würde.»

Die bisherigen Anstrengungen in diesem Bereich sind eine Erfolgsgeschichte: Seit für Neulenker die obligatorische 2-Phasen-Ausbildung eingeführt worden ist, sind die Unfallzahlen bei dieser besonders gefährdeten Gruppe stetig gesunken.

Handlungsbedarf bei den E-Bikes

Mit 321 schwerverunfallten, d. h. getöteten oder schwerverletzten Personen, wurde dabei gerade bei den E-Bike-Fahrenden 2018 ein neuer Höchststand erreicht. 236 Personen waren mit einem langsamen und 85 Personen mit einem schnellen E-Bike unterwegs. Deshalb prüft das ASTRA aktuell zwar verschiedene Massnahmen. Dazu gehören beispielsweise die Einführung eines Lichteinschalt-Obligatoriums und die Einführung einer Tachopflicht für schnelle E-Bikes.

Für den SFV gilt aber auch hier: «Es liegt auf der Hand, dass vor allem eine bessere Ausbildung der E-Bike-Fahrer die Unfallzahlen positiv beeinflussen würde.» Nach Ansicht des SFV wäre es aufgrund des zunehmenden Problemdrucks an der Zeit, dass E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrer eine fahrtechnische Ausbildung geniessen müssten. «Die sowohl theoretische als auch praktische Vermittlung von Grundlagenwissen trägt dazu bei, so manchen Unfall zu verhindern.»

Kontakt:

Daniel Menzi, Geschäftsführer SFV, 079 200 99 77.