Bank Julius Bär & Co. AG

Neue Meisterwerke von Lutz & Guggisberg im Engadin

Zürich (ots) - Das Schweizer Künstlerduo Lutz & Guggisberg sorgt in der Kulturwelt für internationale Schlagzeilen. Im historischen Paracelsus-Gebäude in St. Moritz werden sie die Büchse der Pandora einmal mehr öffnen. Angesagt ist eine bedeutende Inszenierung von unbedeutenden Alltagsresten in Form einer Rauminstallation und Videoarbeiten. Weitere Werke der beiden Künstler sind zudem in der St. Moritzer Filiale von Julius Bär ausgestellt. Die Bank präsentiert Lutz & Guggisberg anlässlich der nun fünften Auflage des St. Moritz Art Masters vom 24. August bis 2. September 2012.

Präzise dort, wo sich der Arzt und Alchemist Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim, genannt Paracelsus, aufhielt und 1537 die vorzüglichen Eigenschaften der rätischen Heilquellen lobte, etabliert sich am St. Moritz Art Masters das seit 1996 gemeinsam wirkende Künstlerduo Lutz & Guggisberg. Das Bauwerk ist marod, der Kalk rieselt und die Farbanstriche blättern. Andres Lutz (geboren 1968) und Anders Guggisberg (geboren 1966) nehmen es in Besitz und lassen dessen poetische Licht- und Schattenführung für sich spielen.

Poesie mit Alltagsobjekten

Auch wenn Lutz & Guggisberg keinen direkten Bezug auf Paracelsus nehmen, ist ihr Arbeitsprozess durchwegs alchemistisch. Vorausgesetzt, man betrachtet die Kunst der Alchemie in ihrem ursprünglichen Sinn, nämlich eine niedere Substanz in eine neue, höherwertige Materie zu verwandeln und darunter eine Metapher für die Seele zu verstehen, welche von ihrem bleiernen Zustand befreit wird und so das Licht des Geistes erkennt. Denn für die Alchemisten war die prima materia eine chaotische Urmaterie, welche in die Existenz eintritt, sobald sie in Form gebracht wird. Die prima materia von Lutz & Guggisberg besteht aus Gegenständen des Alltags: ausgediente Gebrauchsartikel, Halbfabrikate, Geräteteile und Materialreste. In der Hand der beiden Künstler verwandeln sich diese Abfallstoffe in Wert- und Werkstoffe. Aus vermeintlich banalen Dingen entstehen spannungsreiche Kompositionen mit einer ausgesprochen malerischen Wirkung. Präsentiert werden diese Assemblagen in einer Vielzahl von Objektkästen. Diese bilden eine die ehemalige Trink- und Wandelhalle dominierende Installation, die einen mit ungeahnten Sinneseindrücken überflutet.

Nachvollziehbarer Arbeitsprozess

Der sensible Schöpfungsprozess von Lutz & Guggisberg wird in einem Nebenraum durch eine Video-Installation sichtbar gemacht. Auf einem Triptichon aus Flachbildschirmen schieben, schichten und arrangieren die Künstler scheinbar zusammenhanglose Dinge und schaffen damit poetische Bezugsfelder. Pingpongbälle und Blähtonkugeln rollen auf geschredderte Dokumente zu; Styroporquader gesellen sich zu Modellhäuschen; Fichtenchips, Samenkolben und Spankörbchen finden sich zu einer neuen Objektwelt zusammen. Die prima materia von Lutz & Guggisberg erhält eine neue Wertigkeit und verdichtet sich in Form von hoch ästhetischen Bildkompositionen.

So wie sich Paracelsus mit naturwissenschaftlichen Kriterien kaum erfassen lässt, entziehen sich Lutz & Guggisberg jeder kunsthistorischen Kategorisierung. In ihrem mit Referenzen auf die neuere Kunstgeschichte gespickten Werken sind alle stilistischen Richtungen des 20. Jahrhunderts zu erkennen. Für ihre wohldosierte Mischung von Ironie, Humor und Tiefgründigkeit wird vielleicht auch der Ausspruch von Paracelsus zur Metapher: «Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei».

Der Strang zur Julius Bär Filiale

Ein auf Anhieb unsichtbarer, aber spürbarer Link führt vom Paracelsus-Gebäude zur St. Moritzer Bankfiliale von Julius Bär an der Via Serlas 23. Visuelle Poesie ist auch dort angesagt. Neben verschiedenen neuen Werken aus dem Atelier des Künstlerduos werden Arbeiten von Lutz & Guggisberg aus dem Bestand der Julius Bär Kunstsammlung ausgestellt. Die Sammlung reflektiert das Schaffen von Lutz & Guggisberg mit unterschiedlichsten Werken aus verschiedenen Jahren. Nachdem 2002 der erste Ankauf getätigt wurde, entstand nach und nach ein für das Wirken der beiden Künstler repräsentativer Oeuvre-Querschnitt. Diese aus einer Vielzahl von ungewöhnlichen Werkstoffen geschaffenen Arbeiten sind charakteristisch für das lustvolle und durch und durch unbeschwerte Schöpfen aus einer ungeahnten Materialtiefe und Stilbreite.

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Über Lutz & Guggisberg

Seit 1999 gewann das Künstlerduo drei Mal das Kunststipendium der Stadt Zürich sowie drei Mal das eidgenössische Kunststipendium. 2002 wurde ihnen der begehrte Manorpreis St.Gallen beschieden, der mit den ersten Museumspräsentationen im Kunstmuseum St. Gallen und in der Villa Merkel in Esslingen einherging. Es folgten zahlreiche Galerie- und Museumsprojekte unter anderem in Los Angeles, Buenos Aires, Rom und Sharjah/Dubai. Neben diversen Einzel- und Gruppenprojekten in Museen waren ihre jüngeren Arbeiten in der IKON Gallery in Birmingham, im Folkwang Museum in Essen und im Centre Culturel Suisse in Paris zu sehen.

Julius Bär am St. Moritz Art Masters

Mit der Unterstützung des St. Moritz Art Masters engagiert sich die Bank Julius Bär für ein Kunst- und Kulturfestival, das jedes Jahr renommierte Künstler und Kunstliebhaber anzieht. Im Zusammenhang mit der Ausstellung des international renommierten Künstlerduos Lutz & Guggisberg im Paracelsus Gebäude präsentiert Julius Bär in der Filiale von St. Moritz Werke des Künstlerduos aus der eigenen Sammlung. Seit 2002 der erste Ankauf getätigt wurde, entstand über die Jahre ein spannendes Werkkonvolut. Neben der Ausstellung von Lutz & Guggisberg bietet Julius Bär mit seiner Art Lounge in der Ortsmitte auch dieses Jahr eine bedeutende Plattform für Begeg-nungen, Gespräche und geselliges Beisammensein.

Mediacorner

Fotografien zum Projekt in hoher Auflösung finden Sie unter:http://www.ysc.ch/lg.htm

sowie weitere Informationen zum St. Moritz Art Masters unter

www.juliusbaer.com/sam und www.stmoritzartmasters.com

Über die Julius Bär Kunstsammlung

Die Kunstsammlung von Julius Bär legt inhaltlich grossen Wert auf Vielfalt. Der Schwerpunkt liegt auf Werken von aktuellen, lebenden Schweizer Künstlerinnen und Künstlern - dabei geht es stets auch um die Förderung jungen Kunstschaffens. Im Laufe der Zeit ist dadurch eine höchst vielseitige und interessante Sammlung mit rund 5'000 Werken entstanden, welche Arbeiten aus allen Bereichen der Schweizer Kunst umfasst. In ihr finden sich auch viele der bedeutendsten Künstlerinnen und Künstler der vergangenen 50 Jahre: Pipilotti Rist, Sylvie Fleurie, Peter Fischli & David Weiss, John Armleder, Lutz & Guggisberg, Markus Raetz, Silvia Gertsch, Ugo Rondinone, Daniele Buetti, Yves Netzhammer und viele andere mehr. Die Werke werden weltweit an allen Standorten des Unternehmens sowohl in den Kundenzonen als auch in den Büros der Mitarbeitenden gezeigt. Eine kleine, aber feine Auswahl der Exponate ist im virtuellen Museum ersichtlich unter http://museum.juliusbaer.com

Über Julius Bär

Julius Bär ist die führende Private-Banking-Gruppe der Schweiz, ausschliesslich ausgerichtet auf die Betreuung und Beratung von Privatkunden. Julius Bär betreute Ende April 2012 Kundenvermögen von insgesamt CHF 268 Milliarden, einschliesslich verwalteter Vermögen in der Höhe von rund CHF 178 Milliarden. Die Bank Julius Bär & Co. AG, die renommierte Privatbank, deren Ursprünge bis ins Jahr 1890 zurückreichen, ist die wichtigste operative Gesellschaft der Julius Bär Gruppe AG. Ihre Aktien sind an der SIX Swiss Exchange (Ticker-Symbol: BAER) kotiert und sind Teil des Swiss Market Index (SMI), welcher die 20 grössten und liquidesten Schweizer Aktien umfasst.

Julius Bär beschäftigt mehr als 3'600 Mitarbeitende in über 20 Ländern und mehr als 40 Standorten - unter anderem in Zürich (Hauptsitz), Dubai, Frankfurt, Genf, Hongkong, London, Lugano, Mailand, Monaco, Montevideo, Moskau, Schanghai und Singapur.Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter www.juliusbaer.com

Kontakt:

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Tel.: +41/44/991'14'14
E-Mail: yves.schumacher@ysc.ch

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Tel.: +41/58/888'50'67
E-Mail: barbara.staubli@juliusbaer.com

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