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Kommentar zur Gewalt in Irak

Berlin (ots) - Irak steht vor einem Bürgerkrieg, und dieses Mal gibt es keine US-Armee mehr, die als Puffer zwischen Schiiten und Sunniten steht. Hätten die US-Besatzer bald nach dem Einmarsch damit begonnen, rechtsstaatliche Strukturen im Irak aufzubauen und die verfeindeten religiösen Gruppierungen miteinander zu versöhnen, ein Abgleiten des Landes ins Chaos wäre, wenn schon nicht verhindert, dann doch wenigstens verlangsamt worden. Aber das war nie das Ziel der amerikanischen Kriegsherren. Der Sturz Saddam Husseins war ihr Ziel. Was danach mit den Irakern geschieht, war ihnen herzlich egal.

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