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Ukraine kann Baukosten für "South Stream" um 80 Prozent senken

Kiew, Ukraine (ots/PRNewswire) - Wie der ukrainische Präsident Wiktor Janukowitsch erklärt, liessen sich die Baukosten für die South Stream-Gaspipeline auf ein Fünftel senken (von 25 Milliarden auf 5 Milliarden Euro), wenn die Pipeline durch die Süd-Ukraine verlaufen würde. Gegenwärtig ist geplant, die Pipeline durch türkische Gewässer des Schwarzmeeres zu verlegen.

In seiner Eröffnungsrede beim 8. Jahrestreffen der "Yalta European Strategy" am 16. September 2011 schlug der Präsident der Ukraine, Wiktor Janukowitsch, vor, die South Stream-Pipeline durch das Festland im Süden der Ukraine zu verlegen, anstatt auf dem Meeresgrund des türkischen Schwarzmeeres, und die Baukosten damit auf ein Fünftel zu senken. "Dieses Projekt wird weitaus weniger kosten als die 25 Milliarden, die derzeit für South Stream im Gespräch sind, es wird fünf Mal günstiger", so Präsident Janukowitsch.

Viele Experten haben bereits die Ansicht geäussert, das Gaspipelineprojekt South Stream sei nicht realisierbar. "Es handelt sich hierbei um eine politische Pipeline, die dafür ausgelegt ist, Nabucco [Gaspipeline im selben Gebiet wie South Stream, die von mehreren EU-Ländern und den USA unterstützt wird] entgegenzutreten", so Alan Riley von der Londoner City University in seinem Interview mit SETimes.com.

Ab 2015 soll South Stream russisches Erdgas über den Meeresgrund des Schwarzmeeres nach Bulgarien und von da aus weiter nach Griechenland, Italien und Österreich transportieren. Seine Übertragungskapazität wird auf jährlich 63 Milliarden Kubikmeter geschätzt.

Derzeit ist die Ukraine als Haupttransporteur von russischem Erdgas für 80 Prozent des Gastransits nach Europa zuständig. Allein die Produktionskapazität des nationalen ukrainischen Pipeline-Netzwerks nach Westeuropa beträgt 142,5 Milliarden Kubikmeter. 2011 soll die Ukraine 112 Milliarden Kubikmeter Gas transportieren.

Seit Kurzem versucht Russland, seine Abhängigkeit vom ukrainischen Gastransportsystem zu verringern. Die erste Leitung der Nord Stream-Gaspipeline, die Russland und Deutschland verbindet, wurde am 6. September 2011 in Betrieb genommen. Die Kapazität der 8,8 Milliarden Euro teuren Leitung beträgt 27,5 Milliarden Kubikmeter Gas. Die Ukraine wiederum arbeitet an der Verbesserung ihrer Zuverlässigkeit als Transitpartner für Europa und Russland. Das Land nimmt eine Umgestaltung seines Gastransportsystems gemäss europäischer Standards vor und senkt seinen Inlandsgasverbrauch.

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